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Der Hoselberg *) Die Sage erzählt: Einmal habe ein König von England mit seiner Gemahlin, namens Reinschweig, gelebt, die er aus einem geringen Stand, bloß ihrer Tugend willen, zur Königin erhoben. Als nun der König gestorben war, den sie aus der Maßen lieb hatte, wollte sie ihrer Treu an ihm nicht vergessen, sondern gab Almosen und betete für die Erlösung seiner Seele. Da war gesagt, daß ihr Herr sein Fegefeuer zu Thüringen im Höselberg hätte, also zog die fromme Königin nach Deutschland und baute sich unten am Berg eine Kapelle, um zu beten, und ringsumher entstand ein Dorf. Da erschienen ihr die bösen Geister, und sie nannte den Ort Satansstedt, woraus man nach und nach Sattelstedt gemacht hat. *) Man findet gleichbedeutend: Horsel-, Hursel-, Hosel-, Oselberg. Die eigentliche Ableitung von Ursel, Usel (favilla) liegt nahe. Kommentar: Bange:
Thüring. Chronik, fol. 57. Kornmann: Mons Veneris, |