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Der Bauer mit seinem Kobold
Ein Bauer war seines Kobolds ganz überdrüssig
geworden, weil er allerlei Unfug anrichtete; doch mochte er es anfangen,
wie er immer wollte, so konnte er ihn nicht wieder loswerden. Zuletzt
ward er Rats, die Scheune anzustecken, wo der Kobold seinen Sitz hatte,
und ihn zu verbrennen. Deswegen führte er erst all sein Stroh heraus,
und bei dem letzten Karrn zündete er die Scheune an, nachdem er den
Geist wohl versperrt hatte. Wie sie nun schon in voller Glut stand, sah
sich der Bauer von ungefähr um, siehe! da saß der Kobold hinten
auf dem Karrn und sprach: »Es war Zeit, daß wir herauskamen!
Es war Zeit, daß wir herauskamen!« Mußte also wieder
umkehren und den Kobold behalten.
Kommentar:
Tenzel: Monatl. Unterred., Jan. 1689, S. 145
Quelle: Deutsche Sagen, Jacob Grimm, Wilhelm
Grimm (Brüder Grimm), Kassel 1816/18, Nr. 72
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