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Die Weserriesen In alten Zeiten, als die Weser noch nicht eingedeicht war und bei hoher
Flut ihre Wogen bis an die Ganderkeseer Geest wälzte, spielten die
Hünen am linken Weserufer mit denen am rechten manchmal Ball, wobei
die ersteren auf dem Bokholtsberge bei Hohenböken, die letzteren
auf der Höhe von Rönnebeck standen. Daß die Hünen
bei diesen Spielen ungeheure Bälle und Schlägel gebrauchten,
läßt sich denken. Einstmals rief der Hüne von Bokholtsberge
dem von Rönnebeck zu, er möge ihm sein Beil einmal herüberwerfen,
damit er sich einen Ballschlägel abhauen könnte. Der Rönnebecker
warf das Beil, traf aber unglücklicherweise Weise seinen Spielkameraden
mit der Schneide in die Brust, so daß dieser auf der Stelle getötet
war. Im nächsten Winter, als die Weser zugefroren war, am der Rönnebecker
einmal rüber, um sich nach seinem Spielkameraden umzusehen, und fand
denselben zu seiner Betrübnis tot auf dem Bckholtsberge liegend,
das Beil noch in der Brust. Er grub ein tiefes Grab, legte den Leichnam
hinein, fülle die Erde wieder auf und legte darüber zwei große
Steine. Und diese Steine sind auf dem Bockholtsberge noch zu sehen bis
auf den heutigen Tag.
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