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DAS TOLLE DITTIS Zwischen der Milseburg und der hohen Rhön liegt ein wohlhabender Ort, Dietges, in der Volkssprache Dittis genannt, von dessen Einwohnern sich die Nachbarn in der Runde viel seltsame Schnurren und Schnaken erzählen. Der ganze Ort dient dem Volkswitz der Rhönbewohner seit langen Jahren als Zielscheibe, und es soll sich in ihm das Lalenbürgertum erblich niedergelassen haben. Alles, was die neckenden Nachbarn der bekannten Städte und Ortschaften, auf denen der Fluch des Lächerlichen ruht, den Bewohnern dieser Städte in Scherz und Schimpf nachreden, alle Schildbürger-, Karlstadter-, Krähwinkler-, Polkwitzer-, Wasunger- und andere Streiche, finden ihr nachhallendes Echo in diesem Gebirgswinkel und sprossen in Zutaten weiter. Manche neue Mär drängt sich keck hervor, neben den alten Bekannten, ein harmloses Kind des Volkswitzes, und macht sein Recht unbefangenen Daseins geltend. Die Dittisser mögen sich sträuben, wie sie wollen, gegen die ihnen aufgebürdeten Lalenstreiche, so hilft es ihnen nichts, denn, so sagen die Nachbarn: ihre Glocken rufen ihnen allsonntäglich das zu, was sie nicht gerne hören. Es töne nämlich der Akkord
Von den Weiberstühlen beim Kirchenbau, von den Steuersimpeln und wie die Rühlinge im Teich dem Gemeindeboten zuschrien: Aicht, aicht - er aber schrie: Nün! - weil er meinte, die Rühlinge sprächen, er trage nur acht Simpla nach Fulda, und waren doch neun - und schmiß aus Zorn den Geldbeutel in den Teich, daß die Rühlinge selber zählen sollten - vom Hupf ins Wasser, Schafe zu holen, die sich von einer nahen Weide darin abspiegelten - vom Ausbrüten der Kuheier, vom Poinzeküppel und andern lustigen Streichen der Dittisser mehr wäre noch viel zu erzählen.
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