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Erzbischof Hoger. Nach des Erzbischof
Adalgar's Tode im Jahre 909 folgte ihm sein bisheriger Gehülfe Hoger,
ein vormaliger Mönch aus den Kloster Corvey. Papst Sergius schickte
ihm das Paliium und König Ludwig das Kind, der letzte Karolinger,
den Hirtenstab. Sein Regiment dauerte nicht lange und fiel in eine unglückliche
Zeit, in der das arme Sachsenland von den Verheerungen der Dänen
und Slaven einerseits, wie der Ungarn und Böhmen andrerseits entsetzlich
zu leiden hatte. Namentlich wurde der Hamburgische Sprengel von den Slaven
furchtbar heimgesucht. Die Sage aber von
Hoger's nächtlichen Fahrten nach Ramelslo hat sich noch lange unter
den Hirten und Bauern der dortigen Gegend erhalten; und wenn dort, wo
das alte Kloster des heiligen Anscharius bis vor Kurzem noch als protestantisches
Herren-Stift bestand, in stiller Nachtzeit ein plötzlicher Windstoß
über die Haide und durch die Bäume fährt, oder sonst ein
ungewöhnliches Getöse sich regt, so sagen die Leute: "de
olle Bischop kumpt, dat Stift to visiteren." |