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Von einigen Ungeheuern in der Elbe. Die alten Chronisten
erzählen uns von vielen wunderbaren Ungeheuern, welche in der Elbe
bei Hamburg vorgekommen sein sollen. Von den Schlangenknäueln im
Jahre 1010 ist schon oben die Rede gewesen. Fernere Naturwunder sind folgende. Ein anderes Monstrum
ließ sich im Jahre 1615 in der Elbe seben, am meisten bei Teufelsbrück,
wo es von jeher nicht geheuer gewesen ist, wie schon der Name sagt. Der
Teufel muß in dem dortigen düstern Walde eine seiner vielen
Herbergen gehabt haben, denn die Stelle des heutigen schönen Flottbecker
Parks wird in alten Urkunden »des Düvels Boomgarden«
benannt; vielleicht auch war er dort vom Ritter Bertram in die Enge getrieben,
welcher deshalb den schönen Ehrennamen Möt-den-Düvel (Motemeduvele)
führte. Genug, dort bei Teufelsbrück tauchte oftmals ein Monstrum
aus den Fluthen oder sonnte sich nach Art der Robben auf den Sandbänken
zur Ebbezeit. Es war gestaltet wie ein ungeheures Pferd mit einem riesigen
Schweinskopf. Aus dem Rachen dräueten vier lange scharfe Zähne
hervor. Alle Kugeln, die man auf das Unthier schoß, prallten wirkungslos
ab von seiner hornharten Haut. Nach einiger Zeit aber, so melden die Chronisten,
verlor sich solch Spectrum oder Gespenst gänzlich aus diesen Gewässern. 1658, am 1. Sptember,
wurde bei Blankenese von den Fischern ein merkwürdiger Fisch erhaschet,
den die Seefahrer »Butzkopf« genennet. Es war nur ein Weiblein,
aber dennoch in der Runde 3 Ellen dick und 28 Fuß lang ohne den
Steert. Er wurde bei Hamburg an den Strand gebracht, und gegen eine gringe
Ergötzlichkeit für die Fischer an Jedermann gezeigt, woselbst
ihn auch Herr Mag. Petrus Hesselius, der Pesthof-Prediger auf dem Hamburger
Berge, gesehen hat. Derselbe vermeldet, man habe für großen
Gestank nicht lange bei dem Besehen ausdauern können, dannenhero
Viele ihn auch den Stinkfisch geheißen; als es damit zu arg geworden,
seien aus ihm viele Tonnen Thran gebrannt, und schließlich meint
Mag. Hesselius, der ihn auch hat zeichnen und in Kupfer stechen lassen,
daß die Bedeutung dieses an solchem Orte so ganz gewöhnlichen
Fischfanges allein Gott bekannt sei. |