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BLUTREGEN Im Jahr 864 regnete es Blut, drei Tage und vier Nächte. An manchen Orten zeigten sich steinharte Würmer, welche den Feldfrüchten sehr schädlich waren, so daß viele Menschen Hungers starben. Auch stellte sich eine verheerende Viehseuche ein, und die Hunde, welche von dem Aase gefressen hatten, verkamen, daß sie kein Wild fangen konnten, lebendig oder todt.
Darunter war auch die erschreckliche Verfinsterung des Mondes, die man das Jahr vorher am 8. December erlebte. Der Mond war voll und schien hell, wurde aber drei Stunden lang verfinstert und war fürchterlich anzusehen, roth, gelb, blau, grün und fahl. Und in derselbigen Nacht regnete es Blut im Erzstift Bremen. Die Frau von der Lieth zu Kranenburg nahm eine handvoll Schnee, darauf das Blut gefallen, mit sich ins Zimmer, und als der Schnee zerschmolz, duftete das zurückbleibende Blut wie eine Rose.
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