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WOLFSINDIS Auf dem Schlosse Warth lebte ein Gaugraf, der ein wunderholdes Töchterlein, Wolfsindis mit Namen, sein eigen nannte. Der Vater, ein rauher, heidnischer Krieger, erfuhr, daß dasselbe im Geheimen Christin sei. Daraufhin ließ er es an einen Ochsen binden und nach Reisbach hinabschleifen. Auf einem Anger außerhalb des Marktfleckens hauchte es seine Seele aus. Da, wo ihr Leichnam gelegen, sprang ein Wässerlein aus dem Boden. In der ersten Zeit wurde das Wasser vornehmlich Fieberkranken zur Linderung gebracht, darum nannte man es Fieberbrünnlein. In späteren Tagen wendete man es bei Augenleiden an. Michael Waltinger, Niederbayerische Sagen
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