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ST. GOTTHARD Der hl. Gotthard wurde im Jahre 950 zu Reichersdorf in der Pfarrei Schwanenkirchen (Bezirksamt Deggendorf) als Sohn eines Bauern geboren. Schon frühzeitig zeigte er, daß der Geist Gottes in ihm sei. Er ging jeden Morgen nach dem 1 ½ Stunden von seiner Heimat entfernten Kloster Niederalteich, um dort als Ministrant zu dienen. Damals floß die Donau noch über Altenufer; Niederalteich lag also rechts der Donau. Einmal hatte das anschwellende Schneewasser - es war im Monat März - Hochwasser verursacht. Die hölzerne Brücke hatten die schäumenden Fluten weggerissen und so konnte Gotthard nicht zum Kloster hinüber. Da er das Meßopfer nicht versäumen wollte, stieg er - im Vertrauen auf die Hilfe des Herrn - ohne lange zu zaudern, zum Wasser hinab und kam auf demselben wohlbehalten und noch rechtzeitig in Niederalteich an. Michael Waltinger, Niederbayerische Sagen
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