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VON DER ENTSTEHUNG DER KIRCHE IN OBERKREUZBERG

Ein Bauer, der zwischen Schönberg und Rinchnach seinen Hof besaß, kam zum Sterben. Auf seinem Erdenwandern hatte sich so manches Sünderpäckchen zusammengeläppert und er befürchtete sehr, daß St. Peter seine "Achsel schutzen" möchte, wenn er bei ihm um Einlaß anklopfe und so wollte er für seiner Seele Heil noch ein übriges tun. Er ordnete an, daß nach seinem Tode sein Leib auf einem mit zwei seiner Ochsen bespannten Wagen gelegt werde und man das Gefährte führerlos des Weges gehen lassen solle. Dort wo er stehen bleibe, solle man dann aus seinem hinterlassenen Vermögen eine Kirche erbauen. Das geschah und so entstand die Kirche beim oberen Kreuzberg. Das Grabmal des Bauern soll noch in der Kirche zu sehen sein.

Michael Waltinger, Niederbayerische Sagen