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Die Schweden bei Gmund

Aber längere Zeit um das Jahr 1632 ist noch keine Ruhe gewesen im Land um den Tegernsee. Sagenhafte Berichte aus dieser schrecklichen Zeit des dreißigjährigen Krieges erzählen von einer Schar marodierender, d. h. plündernder, mordender und brandschatzender schwedischer Reiter in der Umgebung von Gmund. Mit der Forderung: Lösegeld zahlen - und das nicht zu wenig - oder den roten Hahn aufs Dach, versetzten sie die Einwohner in Furcht und Schrecken.

Unter dem Sackerer-Bauern beim Gut Schwärzenbach sollen die Mordbrenner ein festes Lager gehabt haben auf dem sog. Schlachtfeld, das neben dem Schlachtgraben liegt. Ob der Name vom Abschlachten des gestohlenen Viehes oder von einem Kampf der Gmunder und Ostiner Bauern herrührt, den diese mit dem Raubgesindel hier ausgefochten haben, ist nicht geklärt. Die wilde Räuberbande wurde, so wird berichtet, in die Flucht geschlagen. So heißt heute noch ein Feld daneben das Lauffeld. Aber die Holzer Bauern drüben an der Nordwestecke des Tegernsees bei Kaltenbrunn drängten das feindliche Gesindel endlich in einen sumpfigen und ausweglosen Waldwinkel bei Holz, in das sogenannte Streitmoos, ab und haben es hier vernichtet.

Ende des vorigen Jahrhunderts sollen dort noch verschiedene Metall-; teile wie Steigbügel, Riemenschnallen und Hufeisen beim Ackern gefunden worden sein. Auch der Name Streitmoos könnte ein Hinweis; sein auf diesen Kampf.

Quelle: Tegernseer Sagen aus dem Kulturraum der ehemaligen Benediktinerabtei Tegernsee (746 - 1803), Sepp Mohr, Hausham 1985