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Wie das Riedersteinkirchlein entstand Vor vielen Jahren verfolgte ein Jäger eine Bärenspur, die ihn
von der Baumgartenschneid zum Riederstein herunterführte. Auf der
ehemals kahlen Gipfelplatte dieses jäh abstürzenden Felsenturmes
stand er plötzlich einem gewaltigen Bären gegenüber. Ehe
ihn das wilde Tier anpacken konnte, riß er seine Büchse in
die Höhe und schoß ihm eine Kugel in den Leib. Der Bär
wankte, stürzte zu Boden und kugelte über den Rand der abschüssigen
Platte hinaus. Unter schrecklichem Geheul fiel das wilde Tier in die schaurige
Tiefe hinab. Wie ihm der Jäger nachschaute, verlor er selbst den
Halt und stürzte hinter dem Bären nach. * Nach anderer Lesart hat sich die Geschichte so zugetragen: Der Bauer
vom Leeberghof hatte droben auf dem Galaun unter der Felswand des Riedersteins
einen schönen Weideplatz (Ga'laun mit betonter Endsilbe Quelle: Tegernseer Sagen aus dem Kulturraum der ehemaligen Benediktinerabtei Tegernsee (746 - 1803), Sepp Mohr, Hausham 1985
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