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Der vergrabene Schatz In den Gärten oberhalb des Dorfes Steinbach, in der so genannten "Hostern", liegt seit langer Zeit ein Schatz vergraben. Alle sieben Jahre zeigt sich einmal um Mitternacht an jenem Platz eine feurige Glut. Einst gingen zwei Steinbacher Einwohner, der alte Michel Neuberger und der Bauer Johann Sieger, spät in der Nacht ins Dorf heim. Da sahen sie in der Hostern einen hellen Schein. Beide dachten sogleich, dass dort ein Schatz leuchtete, und gingen vorsichtig näher, um das glänzende Gold zu gewinnen. Als sie schon ganz nahe dort waren, flüsterte der Neuberger seinem
Nachbarn zu: "Mein Bruder bekommt auch einen Teil davon." Kaum
aber sind die Worte gesagt, braust und kracht es, der Schatz verschwindet
in der Erde, und aller Glanz ist vorbei. Vielleicht gelingt es später
einmal einem, den Schatz zu heben; er muss freilich seine Zunge hüten
können. Quelle: Spessart-Sagen,
Valentin Pfeifer, Aschaffenburg 1948, S. 220 |