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Der Knabe und die Kupfermünzen Als das Pfarrhaus und die Kirche in Mömbris noch dort standen, wo
heute der Gottesacker ist, entlief eines Tages eine Henne aus dem Pfarrhause.
Ein Knabe lief ihr nach, um sie einzufangen. Die Henne aber schlüpfte
in eine Maueröffnung der nahen Burgruine. Der Knabe kroch ihr nach,
doch statt der Henne fand er dort ein Männlein, das drei Kisten mit
Geld bewachte. In der ersten Kiste war glänzendes Gold, in der zweiten
glitzerndes Silber, und die dritte war angefüllt mit Kupfermünzen.
Das Männlein fragte den Knaben, von welchen Münzen er am liebsten
haben möchte. Der Knabe deutete auf die Kiste mit den Kupferstücken.
Da sagte das Männlein: "Knabe, das war dein Glück. Hättest
du Gold oder Silber verlangt, so wärest du des Todes gewesen. So
aber hast du mich von einem schweren Fluch erlöst und darfst dir
von dem Geld nehmen, soviel du willst." Reich beschenkt kam der Knabe
nach Hause. Von dem Männchen aber fand man bis heute trotz eifriger
Nachforschung keine Spur mehr. Quelle: Spessart-Sagen,
Valentin Pfeifer, Aschaffenburg 1948, S. 76f |