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Das Nachtgjaid Der Floßmeister Heiß zum Zischt im Gries hat erzählt: "Im Anfang der Zwanziger Jahre komme ich einmal von München zurück. Der Knecht ist mit einem andern um Daxen in den Berg gefahren und hätt' am Abend wieder daheim sein sollen. Es ist schon spät und Winterszeit und sie kommen eine ewige Länge nicht. Wir warten von Stunde zu Stunde voller Angst, ob ihnen am Ende etwas passiert ist. Es wird Mitternacht und die Tenne steht alleweil noch offen. Auf einmal hören wir alle mitsammen in den Stadel hineinfahren unter gewaltigem Krawall und denken nicht anders, als der Knecht ist es. Die Mutter geht gleich mit der Laterne hinaus, aber das Licht erlischt ihr und sie sieht und hört nichts mehr. Alle wundern sich nicht wenig und sagen kein Wort, als daß das spaßig ist. Erst andern Tags kommen die Knecht mit den Rossen heim, aber schon am hellen Morgen erzählt man in der ganzen Gasse, daß gestern das Nachtgjaid durchgekommen ist." Der Floßmeister ist ein ruhiger Mann gewesen und ist immer baumfest bei seiner Erzählung geblieben. Der Gerblbauer in Hohenwiesen hat erzählt: * Beim Schweizerwirt haben s' einmal Musik gemacht. Da geht einer von den Musikanten in der Nacht heim, und da, wo der Leitermühl-Fleck ausgeht, begegnet ihm das Nachtgjaid. Da, wo beim Wohlmut im Hölzl die Schinderhütten steht, geht einer, der einen großen Hut unter der Achsel getragen hat, auf den Musikanten zu. Der aber zieht sein Schwegelpfeiferl heraus und blast auf. Wie der mit dem Hut das Schwegelpfeiferl g'hört hat, du, da ist er davon. Quelle: Sagen aus dem Isarwinkel, Willibald Schmidt, Bad Tölz, 1936, 1979;
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