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OLYMPIASIEG IM STIEGENHAUS

anlässlich franz klammers husarenritt 1976 vom patscherkofel wetten zwei freunde, sepp und kurt, bekannte meiner bekannten beate plon., aus dem innsbrucker stadteil pradl, eichhof, dass sich sepp nicht traut, im stiegenhaus des 5-stöckigen gebäudes mit alpinschiern abzufahren, wetteinsatz eine kiste bier.

sepp, nicht fad und etwas alkoholisiert stürzt sich aber hinunter. start 5. stock, perfekt, kurven etwas wackelig, 4. stock, 3. stock, 2. stock, 1. stock- es passiert. der geneigte leser erwartet einen sturz, nein, sepp "packt" die 85- jährige witwe olga p. und führt sie nieder. diese ist nur etwas benommen und sepp bringt sie in die wohnung, dann alkoholisiert er sich weiter.

zwei tage später bekommt sepp das schlechte gewissen und kauft blumen für frau olga, um sich zu entschuldigen. bei ihrer wohnung angekommen meldet sich niemand, die dame ist nicht zu hause. am nächsten tag selbiges, sepp beschliesst daher, sich nach olga p. zu erkundigen und verfügt sich auf die ambulanz der uniklinik innsbruck. ja, olga p. sei bekannt und am tag zuvor frühmorgens mit gebrochenem knöchel erschienen und behandelt worden, allerdings sei auch zu tage gekommen, dass sie nicht mehr richtig ticke. sie sei gerade zum einkaufen losgegangen, als sie im hausgang von einem schifahrer niedergeführt worden wäre und dabei habe sie sich verletzt.

der sich informierende sepp solle sich aber keine sorge machen, Frau olga sei in besten händen im psychiatrischen krankenhaus in hall.

dort versucht nun sepp sein glück und schliesslich gelingt es ihm auch, olga p. wieder frei zu bekommen. der neu angeschaffte blumenstrauss soll recht gross gewesen sein!

mit den worten des allseits beliebten und begabten a. assinger: "glück gehabt"


Quelle: E-Mail-Zusendung von Walter Heel aus Innsbruck, 31. Mai 2001.

Anmerkung: vergleiche auch Sommerskifahren aus Bayern und Skifahrer rammte Pensionistin im Stiegenhaus aus Wien.