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ÖTZI-SAGEN Variante I: Die erste Sage in den Medien löste der Südtiroler Extrembergsteiger Reinhold Messner und Hans Kammerlander aus, die sich als einer der ersten Zeugen am 21. September 1991 die Leiche am Fundort ansahen. Dabei vermutete Messner, es könnte sich um einen Krieger aus der Zeit Friedrich des IV., im Volksmund auch "mit der leeren Tasche" gehandelt haben. Diese Vermutung wurde in den nächsten Tagen in den verschiedensten Varianten von den Massenmedien ausgeschmückt, bis der Innsbrucker Archäologe Konrad Spindler am 24. September um 12.00 Mittags das wirkliche Alter der Mumie verkündete. Damit war diese erste Sagenbildung unterbrochen. *)
Eine weitere Variante der frühen Sagenbildung bestand in der Unterstellung,
es handle sich um um einen Wissenschaftsbetrug: Der wissenschaftlich klare Beweis der Echtheit des Fundes aufgrund DNA-Untersuchung in: Science **)
**) Handt et al., 1994. Molecular genetic analysis of the Tyrolean Ice Man. Science 264: 1775-1778 Anmerkung: nach Kenntnis des Autors ist der Urheber
der Bezeichnung "Ötzi" unbekannt. Nach Angelika Fleckinger,
Hubert Steiner, Faszination Jungsteinzeit. Der Mann aus dem Eis. Bozen
1999, wird die Gletschermumie in der Wiener "Arbeiter-Zeitung"
vom 26. September 1991 erstmals als Ötzi bezeichnet.
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