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DIE MIKROSKOPIERÜBUNG

An zumindest zwei medizinischen Fakultäten in Österreich (Graz und Wien) kursiert eine Geschichte
über eine mikroskopische Untersuchung mit einem mehr oder weniger witzigen Ergebnis. Erzählungen
von Bekannten zufolge (deren Bekannte wiederum Bekannte hatten, die dabei waren), eine studiert in
Graz Medizin, die andere in Wien, beide kennen sich nicht, soll sich dabei folgendes zugetragen
haben:

Mikroskopierübung, Objektträger © www.SAGEN.at

vorbereitete Proben für Mikroskopierübung, Objektträger
(hier Gewässerproben an der Universität Innsbruck, Juni 2004)

Bei einer Mikroskopierübung war die Aufgabe, eine Probe auf ihre Inhalte hin zu untersuchen.
Als Untersuchungsobjekt sollte der Speichel eines Kollegen oder einer Kollegin dienen, wozu die
Studenten sich gegenseitig Mundhöhlenabstriche abgenommen haben. Nachdem man meist zu zweit ein
Mikroskop benutzte, am besten gleich vom Nachbarn, in besagtem Fall eine Nachbarin, und dann ab
unters Mikroskop damit. Die meisten Inhalte der gegenständlichen Probe konnte die untersuchende
Person auch erkennen und richtig zuordnen, allerdings war da ein Objekt, etwa in Bakteriengrösse,
das der oder die Studierende nicht zuordnen konnte. Nachdem Nachfragen bei den anderen Studenten
auch kein Ergebnis brachte, diese zeigten sich ebenso ratlos (auch die Dame, deren Speichel
untersucht wurde), rief man dann doch den Übungsleiter, der nach kurzem Betrachten der Probe das
unbekannte Objekt unter einem mächtigen Lachanfall lautstark als Spermium identifizierte.
Unbestätigten Gerüchten zufolge soll die mündlich anscheinend sehr begabte Dame ganz leicht rot
angelaufen sein.

Quelle: E-Mail-Zusendung von Sommer Bernd, 20. März 2003.