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DIE KUH UND DIE PANZERFAUST Bei einer Truppenübung des österreichischen Bundesheeres ist
ein kleiner Trupp von Soldaten unter der Führung eines Unteroffiziers
bei einem Bauern im Waldviertel einquartiert. Abends kredenzt der gastfreundliche
Landwirt seinen selbstgebrannten Schnaps, dem besonders der Unteroffizier
eifrig zuspricht. Im Laufe des Abends beginnt der Gastgeber mit der Hartnäckigkeit
eines Stammtischstreiters und Querulanten, die Verteidigungsbereitschaft
der österreichischen Streitkräfte in Frage zu stellen. Der Unteroffizier,
bereits mächtig angeheitert, verteidigt das glorreiche österreichische
Militär energisch. Der Disput gipfelt darin, daß der Bauer
behauptet: "Ihr trefft eh' nichts", was der Unteroffizier als
persönliche Beleidigung auffaßt und sofort widerlegen will.
Der Bauer nimmt ihn beim Wort, deutet auf die Kuh auf der Weide auf dem
Hof und spottet, der Unteroffizier mit seiner Panzerfaust würde nicht
einmal die Kuh treffen. Der Unteroffizier läßt sich eine Panzerfaust
bringen, legt an, zielt, schießt, und das Geschoß zerfetzt
die Kuh.
Diese Geschichte hörte ich schon vor ca. 10 Jahren und sie wird meistens zum Geschichtenkreis um einem besonders argen "Schleifer" namens "Eismayer" gezählt. Ein Gustostück aus diesen Erzählungen ist sicher auch, daß dieser Ausbildner einmal Rekruten in Transportkästen für das alte Sturmgewehr, das nun nur mehr die Garde verwendet, herumpaddlen ließ... Aber nun zur gesprengten Kuh: Diese Geschichte soll sich nach meiner Information auf dem Truppenübungsplatz Hochfilzen ereignet haben, wo auch Sprengübungen veranstaltet werden. Als möglich Quelle dieser Sage (?) möchte ich Sie auf folgenden Umstand hinweisen: In Österreich werden auf Almen immer noch tote Kühe gesprengt! Hier die offizielle Pressemitteilung: Anmerkung: eine Variante auch in Oberösterreich: Die Kuh und die Panzerfaust. Quelle Version I: Das Huhn mit dem Gipsbein, Neueste sagenhafte Geschichten von heute, Rolf Wilhelm Brednich, München 1993, Seite 58. Briefliche Mitteilung eines Wiener Studenten an Rolf Wilhelm Brednich. Quelle Version II: E-Mail-Zusendung von Christian Rauchenwald, 2.11.2001 Anmerkung: das Sprengen von Tierkadavern zur Zerkleinerung
ist ein trauriges Thema, das Vorarlberger Beispiel toter Kühe ebenso,
wie das Sprengen eines toten
Wales in Amerika.
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