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SAGEN.at
Administrator
Registriert: April 2005 Wohnort: Innsbruck Beiträge: 12,326
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Di Januar 29, 2008 11:25pm
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Wertung: 10.00
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Mit dem Grabstein von Ida Pfeiffer bringst Du hier eine der ganz grossen Ethnographinnen Österreichs!
Ganz knapp über Ida Pfeiffer nach Christa Riedl-Dorn, Ida Pfeiffer, in: Die Entdeckung der Welt, Die Welt der Entdeckungen, Österreichische Forscher, Sammler, Abenteurer, Wien, 2001:
Ida Pfeiffer wurde im Oktober 1797 in Wien geboren. Nach einer Trotz-Heirat gebar sie zwei Söhne, trennte sich nach deren Erwachsenheit von ihrem Ehemann und ging von da an alleine auf Forschungsfahrten.
Ihre Forschungen wurden u.a. von Alexander von Humboldt oder dem Geographen Carl Ritter hoch geschätzt, sie dürfte um die 240.000 km zur See und 32.000 km zu Land zurückgelegt haben. Ida Pfeiffer war Ehrenmitglied mehrerer gelehrter Gesellschaften.
Ida Pfeiffer veröffentlichte die Tagebücher ihrer Forschungsreisen, um weitere Reisen finanzieren zu können (Die Reise einer Wienerin ins heilige Land, 1844; Eine Frauenfahrt um die Welt; Meine zweite Weltreise; Reise nach Madagaskar; Nordlandfahrt ua.). Sie musste jedoch alle ihre Forschungsreisen unter extremen Entbehrungen durchführen und konnte daher nur mit kleinem Gepäck bzw. dem Nötigsten auf Forschungsfahrt sein. Sie beneidete die Naturforscher und Missionare ihrer Zeit, die mit Packpferden, Zelten, Lebensmitteln und Dienern unterwegs waren, während sie alleine reisen musste.
Weiters sandte Ida Pfeiffer hervorragende Kollektionen von Tieren, Pflanzen, Mineralien, Ethnographica etc. nach Österreich, leider war sie auf ihren Fahrten massiv in finanzieller Bedrängnis, da die wissenschaftlichen Institutionen nicht bereit waren eine Autoditaktin zu finanzieren.
Dennoch hatte Ida Pfeiffer u.a. den Mut, alleine bis dahin unbekannte Gegenden zu erforschen, selbst Regionen, von denen Missionare zuvor abgeraten hatten. Sie war ihrem Körper gegenüber sehr hart, ignorierte Krankheiten und betrieb Raubbau an ihrer Gesundheit.
Bei einer Forschungsreise in das zu ihrer Zeit fast unbekannte Madagaskar ist sie von längerem Fieber, evt. Malaria, geschwächt, erkrankt und wurde über Hamburg nach Wien gebracht, wo sie am 27./28. Oktober 1858 starb.
Zahlreiche von ihr gesammelte Tiere wurden ihr zu Ehren benannt.
Ida Pfeiffer bewies unter vielem anderem auch, dass sie als Autoditaktin wissenschaftliche Leistungen höchster Qualität erstellen konnte.
Wolfgang (SAGEN.at)
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