SAGEN.at  FORUM  


  Home · Suchen · Registrieren  

Statistiken
Registrierte Benutzer 2,589
Fotos 65,857
Kommentare 58,524
Aufrufe 494,074,242
Belegter Speicherplatz 19,048.3Mb

« Dezember 2021
SoMo DiMi DoFr Sa
   1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031 

Zufallsfotos
IMG_2851_sagenc.JPG
Wegkreuz in Assisi
cerambyx

[ Umbrien 2007 ]
Hausruckhaus_Ampflwang.jpg
Hausruckhaus in Ampf
SAGEN.at

[ Dörfer und Dorfporträts ]
IMG_8655.JPG
Traunsee
TeresaMaria

[ Flüsse, Seen und Gewässer ]
Schloss_Tirol_1930_03_.jpg
Schloss Tirol 1930
Gerd

[ Historische Ansichtskarten Südtirol ]
obergurgl_scheiber2.jpg
obergurgl: bergführe
claru

[ Denkmäler und Gedenkorte ]
Glocknerstr_08_.jpg
Großglocknerstraße 1
Gerd

[ Historische Ansichtskarten ]
· mehr ·

 
Home » Mitglied » Cornelius Fabius » Dem Heros Schliemann. Der Weg zum Schliemann Mausoleum in Athen. Photo Options
mehr
P1130266.JPG
P1130264.JPG
P1130263.JPG
P1130262.JPG
P1130261.JPG
mehr

Zurück   Diashow   Weiter

Das Schliemann Mausoleum in Athen.
(Klicken Sie auf das Bild für eine größere Ansicht)

Zurück   Diashow   Weiter


Foto Details
Cornelius Fabius



Erfahrener Benutzer

Registriert: Mai 2013
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1,574
Alle Fotos dieses Benutzers anzeigen
Aufnahmen aus dem Jahre 2019.

Abgebildete Fundstücke in den Metopenfeldern.

„Ihn grüßen im Tode die Akropolis mit dem Parthenon, die Säulen des Zeus Olympios, der blaue saronische Golf und jenseits des Meeres die duftenden Bergketten der Argolis, hinter welchen Mykenä und Tyrins liegen“. - Sophia Schliemann geb. Sofia Engastromenou -

Gerade in fernen Ländern ist es faszinierend auf Spuren großer Landsleute zu sein, welche in jenem Land gelebt und unverkennbar gewirkt haben und deren Schaffen wahrlich für die Ewigkeit geformt ist. Einer dieser großen war der archäologische Triumphator, Kaufmann, Abenteurer und 14 Sprachen sprechende Johann Ludwig Heinrich Julius Schliemann, der auch Begründer der modernen Feldarchäologie war. Ihm, der viele Bürden und harte Prüfungen im Leben auferlegt bekam und wusste was es heißt „sich durchzuschlagen“, ging das homerische Licht niemals unter und ihm muss ein mächtiger Stern geleuchtet haben. Schliemann, in dessen Abenteuer ich mich als Kind auch schon liebend hineinträumte, wird heute noch von manchen Deutschen Touristen Empfangen und wahrlich, man muss dafür auch kein Gelehrter sein oder Fanatiker der Archäologie oder der sagenumwobenen, griechischen Mythologie.

Im Jahr 1888 verfügte Schliemann testamentarisch, dass er auf dem Athener Friedhof sowohl den Ort seiner letzten Ruhestätte festgelegt habe als auch mit dem berühmten deutsch-griechischen Architekten Ernst Moritz Theodor Ziller deren Form. Zillers Grabmal für Heinrich Schliemann auf dem Ersten Athener Friedhof zeigt bis in kleine Details den Typus von Monument, wie er für antike Heroen errichtet wurde. Das Grabmal besteht aus einer großen Grabkammer als Unterbau für einen friesgeschmückten Sockel, auf dem wiederum ein dorischer Amphiprostylos steht. Ziller entwarf dadurch so etwas wie die dorische Variante des Tempels der Athena Nike. Jedoch auch der Parthenon beeinflusste Zillers Werk: „Die Proportionen von Säulen, Kapitell und Architrav entsprechen genau den Werten, die am Parthenon festzustellen sind.“ Ziller neigte die Säulen des Mausoleums um einen Zentimeter nach innen und machte die Ecksäulen fünf Zentimeter stärker als die Mittelsäulen. Die Säulenschäfte erhielten eine leichte Schwellung. Ziller entsprach auch dem Wunsch Schliemanns, dass der Fries Szenen aus der Ilias zeige und dass die Metopenfelder archäologische Funde Schliemanns wiedergeben sollten (so ist z. B. das Löwentor von Mykene erkennbar. Der Nordfries war Schliemann selbst gewidmet, er zeigt Szenen der Geschichte seiner Ausgrabungen und das Ehepaar Schliemann und zwischen den Säulen steht auf der Schauseite des Mausoleums zudem noch eine Büste des Archäologen.

Nachdem Schliemann im März 1890 an der zweiten internationalen Gelehrtenkonferenz auf Hissarlik teilgenommen und seine siebte Grabungskampagne in Troja durchgeführt hatte, unterzog er sich am 13. November in Halle (Saale) einer Ohrenoperation. Auf dem Rückweg nach Athen starb er in Neapel an den Operationsfolgen.

Am 4. Januar 1891 wurde er auf dem Athener Zentralfriedhof beerdigt. Der mit ihm befreundete Athener Architekt Ernst Ziller, der auch schon Schliemanns Wohnhaus Iliou Melathron entworfen hatte, entwarf ein neoklassizistisches Mausoleum, nach dessen Fertigstellung 1892 Schliemann dorthin umgebettet wurde. Dominierend thront die zauberhafte Anlange oberhalb des Hanges im vorderen Bereich des Friedhofes.
· Datum: Mi September 15, 2021 · Aufrufe: 94
· Dateigröße: 37.5Kb, 294.4Kb · Abmessungen: 2000 x 1500 · ·
Zusätzliche Infos
Wertung: Schwach Exzellent
Schlüsselwörter: Das Schliemann Mausoleum in Athen.



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 12:31 Uhr.


©2000 - 2021 www.SAGEN.at