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Gläserne Kunst der Römer, über die Zeiten die zierliche Schönheit.
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Cornelius Fabius



Erfahrener Benutzer

Registriert: Mai 2013
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1,574
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Ars longa, vita brevis

Diese zwei filigranen Kännchen entstammen nicht aus der Epoche des blühenden Jugendstils, sondern wurden vor über zweitausend Jahren im römischen Reich erschaffen. Wahrlich, in ihnen wurden kostbare Substanzen sorgsam aufbewahrt, diese Düfte müssen nicht nur den Menschen, sondern gleichsam auch den Raum, in welchem sie sicherlich auch als gerne gezeigte Schauobjekte dienten, erfüllt haben. Während die eine Kanne ein kanneliertes Muster aufweist, ist die andere wesentlich künstlerischer gefertigt worden. Geradezu verspielt wirkt die bedauerlicherweise nicht mehr komplett umwunden gestaltete Ranke um den Hals, welche oben wie bei einer Pflanze sich über dem breiten Rand, bescheiden eröffnet, praktisch aufgeht.

Die fließende Ästhetik, ein Gestaltungskanon, wie er maßgeblich in die späteren Kulturepochen hineinwirkte.
Die Ehrfurcht erwacht spätestens dann, wenn man die Überlegung anstellt, in welcher Kette der Besitzer man sich als Glied wiederfindet, Liebhaber der klassischen Künste, Mäzene oder einfachste Werktätige, sie alle verband im Grunde die Faszination, die Würdigung, dieser erhabenen Glaskunst, das Gefühl, etwas für eine bestimmte Zeit durch den eigenen Besitz zu wahren und daraus für das eigene Leben etwas zu gewinnen, aus dem Besitz zu lernen. Jeder wahrte diese Kännchen in einer Art und Weise, das sie ohne größere Schäden die Zeiten, die so vieles dahinrafften, behutsam überstanden. Nun werden wir sie wahren und hoffentlich an kommenden Erben weitergeben.
· Datum: Sa Juni 19, 2021 · Aufrufe: 198
· Dateigröße: 32.6Kb, 159.2Kb · Abmessungen: 968 x 1599 · ·
Zusätzliche Infos
Wertung: ********** 10.00
Wertung: Schwach Exzellent
Schlüsselwörter: Gläserne Kunst der Römer, über die Zeiten zierliche Schönheit.

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pHValue
Erfahrener Benutzer

Registriert: Februar 2011
Beiträge: 2,541
Mo Juni 21, 2021 11:14pm Wertung: 10.00 

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