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Home » Mitglied » Cornelius Fabius » Stolberg Harz, Erinnerungen an eine rührende Harzreise im Jahre 2014. Photo Options
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Cornelius Fabius



Erfahrener Benutzer

Registriert: Mai 2013
Wohnort: Hamburg
Beiträge: 1,184
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Holzvögel eines Mitgliedes vom Schützenverein in der Niedergasse. Die Person ist anscheinend zweifacher Sieger bisher gewesen und zwar als Bogenschütze, die Vögel stellen Triumphobjekte dar.

Ganz hat mich die Freude gepackt, ich kann wieder ein weiteres Fotoalbum aus der Vergangenheit präsentieren. Sind es doch noch so viele, die ich sofort zeigen würde, mit diesem muss nun begonnen werden.
Diese Bilder stellen nur den ersten Teil einer Reise dar, dessen Nachhall bis heute noch so hörbar geblieben ist. Alleine musst ich sie antreten diese Fahrt, das war auch ganz nach der Bestimmung. Rau war die Zeit und ein gräulicher Schleier umhüllte die kleinen ehrwürdigen Fachwerkhäuser und die Buchenwälder, welche fröstelnd auf das kleine gemütlich in den vier Tälern eingebettete Stolberg von oben herabblickten. Wie erhaben und so lieblich zauberhaft und friedvoll lag es vor mir, dieser verwunschene Ort die Natur reckte sich hier und dort und blieb niemals mir fort. Eine mystische Stille zog durch die Gassen, über jeden noch so verwunschenen erdigen Weg. Ja, hier musste ich mich unbedingt verlieren, es musste doch möglich sein und es wurde möglich, so schnell wie im Rausche losgelöst von jeder Fessel, es hat im Harz nie Zwänge gegeben, welchen ich mich hätte unterwerfen müssen. Hier und dort eine dünne Schneedecke, sie lag noch hier und dort auf den hohen Wegen um diesen bescheidenen Ort und verbarg so vieles Zauberhaftes unter sich, sie schützte noch so manches Geheimnis und wollte sich nichts entlocken lassen. Gar nicht selten, es war Februar und der Schnee konnte sich lange halten. Viele Menschen waren im Umland auch noch Schlittschuh laufen. Stolberg befand sich also noch im besinnlichen Schlaf, man verspürte es an jeder lauschigen Ecke und jeder mystisch anmutenden Stätte, so klar war aber bereits die Luft und auch der blaute Himmel, welcher bereits herrliches Licht spendete, war auch gewünscht und schuf eine gemütliche, besinnliche Atmosphäre. Hier war es vor mir, wie aus einem Märchen gegriffen, ich wollte es in der Seele spüren, den Beginn einer Sage und ich war nun wieder richtig angelangt. Und wo wart der andere Mensch nur hin? Ich war so manche Stunde in der verheißungsvollen Einsamkeit, aus welcher aber urplötzlich das schönste und erfreulichste hervorschnellen konnte, wie ich ganz genau wusste, wie ich mich erinnerte an andere Exkursionen und Fahrten, wo genau dies eingetreten war. Tatsächlich in den kommenden Zeiten sollte es einige einfache, gemeine Leut geben, welche so bescheiden ihr Leben lebten, aber so reich in ihren Herzen waren. Stolz wäre aus jedem ihrer Worte herauszuhören, manch ein Mensch im jugendlichen Alter kehrte Stolberg den Rücken, viele würden es für unvorstellbar halten, hier das Leben weiter zu beschreiten. Aber es verblieb im Verhältnis zu anderen Aufenthalten im Harz, relativ ruhig um mich herum und dieses Mal wurden fremden Menschen gegenüber nicht viele Worte entgegengebracht. Hingegen wurde der Natur auf den Wanderwegen umso mehr entgegengebracht, ihren Rufen folgte ich ins Harzer Land hinein, in wildester Natur bahnte ich mir so manchen Meter für Meter der glatte Schnee ermahnte mich dabei immer mal wieder, den Schritt zu verlangsamen und mich des Rechts und des links in das Unterholz zu begeben. Die Gedanken waren auch vielmehr bei Menschen die gar nicht mehr auf der Erde wandelten, ein wahrer Gedankenstrom überkam mich zu Thomas Müntzer, diese Persönlichkeit mit ihrem schweren furchtbaren Schicksal war mir oft im Leben begegnet und so wirkte es auch ein wenig beklemmend und erschütternd, vor dem düsteren Denkmal zu verweilen welches sich vor dem Rathaus befindet. Wenig führte ich dabei bei mir und der Rucksack, ein Modell der 40er Jahre, versprach, was er schon in den 40er Jahren seinen Trägern versprach und blieb bei dem ganzen Gewicht unversehrt. Auch dann, als ich nach dem Aufenthalt aus dem Harzgebiet über 20km heraus wandern musste, um die nächste heilige Stätte aufzusuchen.

Stolberg (Harz) ist ein Ortsteil der Gemeinde Südharz im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt. Der etwa 1400 Einwohner zählende an der Deutschen Fachwerkstraße gelegene Ort im Harz besaß bis zu seiner Eingemeindung 2010 das Stadtrecht und ist heute bekannt als Luftkurort sowie Historische Europastadt und Thomas-Müntzer Stadt. Markenzeichen sind die vielen Fachwerkhäuser im Renaissancestil. Aus über 380 Fachwerkhäusern aus vier Jahrhunderten, besteht das geschlossene Stadtbild. Seit 1993 trägt sie den Titel „historische Europastadt“ und unterhält zahlreiche freundschaftliche Kontakte mit verschiedenen Städten Europas.Neben Thomas Müntzer wurde hier auch die Gräfin Juliana, Ahnfrau des niederländischen Königshauses (auf dem Stolberger Schloss) geboren.

Der Ort entstand um das Jahr 1000 als Bergmannssiedlung, wobei bereits seit 794 in der Gegend Bergbau nachweisbar ist. Schon in alten Zeiten wurden hier Eisen, Kupfer, Silber, Zinn und Gold gefördert. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1210 in Zusammenhang mit dem hier ansässigen Grafengeschlecht. Vor 1300 wurde Stolberg das Stadtrecht verliehen. Die Stadt war von Anfang an Residenz der Grafen zu Stolberg.

Unter dem hier geborenen Bauernführer Thomas Müntzer war Stolberg im Deutschen Bauernkrieg Stätte mehrerer Kämpfe. Am 2. Mai 1525 drangen aufständische Bauern in die Stadt ein und zwangen den regierenden Graf Botho zu Stolberg zur Annahme ihrer Forderungen (24 Stolberger Artikel), der sie nach der Niederlage der Bauern jedoch schnell wieder rückgängig machte.

Bereits seit dem Hochmittelalter wurden in Stolberg Münzen geprägt, und im 16. Jahrhundert hatte das Handwerk seine Blütezeit. Der Bergbau wurde hingegen ab dem 17. Jahrhundert eingestellt. 1815 kam die bis dato sächsische Stadt an das 1816 in die Provinz Sachsen des Königreichs Preußen umgewandelte Herzogtum Sachsen.

Die Grafen zu Stolberg-Stolberg richteten als Leitung der lutherischen Kirche in der Grafschaft Mitte des 16. Jahrhunderts ein Konsistorium ein, das seit 1658, der Einrichtung einer eigenen Kirchenleitung in der 1645 abgetrennten Grafschaft Stolberg-Wernigerode, als Gräfliches, ab 1893 Fürstliches Konsistorium Stolberg-Stolberg firmierte. Seit 1821 gehörten die lutherischen Kirchengemeinden im Gebiet der ehemaligen Grafschaft zur Kirchenprovinz Sachsen der neuen verwaltungsmäßig unierten Evangelischen Landeskirche in Preußen. Heute gehören sie zur 2009 gegründeten Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Das Konsistorium jedoch bestand mit regionaler Zuständigkeit für die lutherischen Kirchengemeinden in der ehemaligen Grafschaft fort. Bis zur Trennung von Staat und Religion 1919 unterstand es direkt dem Standesherrn Graf/Fürst von Stolberg-Stolberg und indirekt dem Oberpräsidenten der Provinz Sachsen. Ende 1944 verlegte der Evangelische Oberkirchenrat (Leitung der Landeskirche) seinen Sitz aus dem gefährdeten Berlin ins Stolberger Konsistorialgebäude.

Am 5. November 1947 wurde das Konsistorium Stolberg-Stolberg mit dem 'alten' Fürstlichen Konsistorium Stolberg-Roßla, Sitz Roßla, zu einem Konsistorialbezirk zusammengefasst, wobei das nun 'neue' Evangelisch-Lutherische Konsistorium Stolberg-Roßla seinen Sitz in Stolberg hatte. „Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen hat […] mit Beschluss vom 28. Oktober 2005 im Einvernehmen mit der Kreissynode des Kirchenkreises Eisleben die Auflösung des Evangelisch-Lutherischen Konsistoriums Stolberg-Roßla beschlossen.“

1833 hatte Stolberg schon 2392 Einwohner. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Stolberg Fremdenverkehrsort und 1923 wurde eine Eisenbahn nach Berga-Kelbra eröffnet. Seit 1946 ist die Stadt schließlich Kurort.

Bei dem britischen Bombenangriff auf Nordhausen am 3. April 1945 wurden auch sieben Einwohner von Stolberg getötet.
· Datum: Do Juni 8, 2017 · Aufrufe: 191
· Dateigröße: 52.7Kb, 304.4Kb · Abmessungen: 1800 x 1350 · ·
Zusätzliche Infos
Wertung: Schwach Exzellent
Schlüsselwörter: Siege als Bogenschütze.



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