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Innenansicht von Konradins Grabkirche Santa Maria del Carmine.
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Foto Details
Cornelius Fabius



Erfahrener Benutzer

Registriert: Mai 2013
Wohnort: Hamburg
Beiträge: 1,221
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Die Kirche befindet sich an der Mitte des alten Piazza del Carmine im südlichen Teil von Neapel, unmittelbar zum Hafengebiet und dem Piazza del Mercato, (auf diesem befindet sich an nördlichster Stelle die Cappella della Croce (die Kreuzkapelle). Diese Kapelle wurde auf der Hinrichtungsstätte errichtet wo der junge Konradin enthauptet wurde).
Die Kirche Santa Maria del Carmine (Unsere Liebe Frau auf dem Berge Karmel, ein Ehrentitel der Gottesmutter als Schutzpatronin des Ordens der Karmeliten), verdankt ihre ansehnliche Größe der frommen Mutter von Konradin, der Elisabeth von Wittelsbach. Die Königin Elisabeth von Wittelsbach war mit Schätzen herbeigeeilt, um ihrem Sohne Konradin und ihrem Neffen Friedrich in der Gefangenschaft zu Hilfe zu kommen. Da sie aber die edlen Jünglinge enthauptet vorfand, zollte Sie ihnen männlichen Geistes keine Träne, sondern spendete reiche Geschenke zur Ausschmückung dieses Gotteshauses und für die guten Seelen Konradins und seiner Begleiter. Die Leichname wurden am Hauptaltar bestattet, was Karl von Anjou auch genehmigte. Vorher befand sich hier ein eher unbedeutendes Karmeliten-Kloster mit kleiner Kapelle, welches heute zum Gesamtkomplex der Kirche gehört. Die Kirche wurde im 13. Jahrhundert von karmelitischen Ordensbrüdern gegründet, die einst aus dem Heiligen Land von den Kreuzzügen kamen und vermutlich in der Bucht von Neapel von Bord von Amalfitanischen Schiffen gingen. Die Santa Maria del Carmine zählt zu den schönsten Gebäuden Neapels, ihr 75 Meter schlanker recht hoher Turm, mit der besonderen Zwiebelkuppel und verzierter Majolika, ist hier einzig in seiner Art, und erinnert besonders die Deutschen an die Kirchen im Heimatland, er soll aber recht schwer zu besteigen sein. Er wurde im 17. Jahrhundert vom Architekten Giuseppe Nuvolo umgebaut.

Er ist inmitten der Bauten der Neuzeit, immer noch sehr gut erkennbar aus der Ferne. Die Mönche dieses Klosters begruben die Leichname der Hingerichteten mitleidig an der Todesstelle, Elisabeth wollte dort ein Denkmal aus Marmor errichten lassen und suchte durch den Bischof von Neapel bei Karl um diese Hilfe nach, aber der Tyrann gestattete es bloß, die Toten nach Santa Maria del Carmine schaffen zu lassen, nicht einmal ein eigener Grabstein wurde ihnen dort gewährt. Die prächtige, kunstvolle Innenausstattung mit der vergoldeten, erhaben verzierten Kassettendecke, ist auf das Wirken des neapolitanischen Ingenieurs, Graveur und Architekten Nicola Tagliacozzi Canale zurückzuführen. Die aufwändige barocke Dekoration (1755-1756), einschließlich dem Stuck, das geschnitzte Holz sowie der mehrfarbige Marmor, wurden von ihm erarbeitet. Die Schaffung der Statue des Erzengels Michael, wird hingegen dem Bildhauer, Architekt und Medailleur Girolamo Santacroce (1502-1537) zugeschrieben. Die Kapellen haben Altarbilder von Mattia Preti, Giovanni Sarnelli, Matteo Bottigliero, Francesco De Mura, Francesco Solimena und Antonio Sarnelli. Der Hauptaltar wurde von Pietro und Giuseppe Mazzetti gefertigt, Die Sakristei hat Fresken von Filippo Falciatore, die die Heiligen des Karmelitischen Ordens darstellen. Die Kapelle der Jungfrau von Carmelo, hat eine Ikone des 12. Jahrhunderts der Jungfrau und des Kindes. Das Presbyterium hat einige Alabaster Urnen.
Das Areal - einschließlich der Bereiche innerhalb der kirchlichen Räumlichkeiten - wurde im Zweiten Weltkrieg von den Alliierten schwer beschädigt und zeigt immer noch die Narben der Verwüstung.
Das alte Klostergelände neben der Kirche dient nun als Schutz für Bedürftige und Obdachlose. Die Kirche beherbergt zwei berühmte religiöse Reliquien: Eines, das Gemälde der Madonna Bruna, welcher aber in der Vergangenheit im 19. Jahrhundert nicht besonders viel Beachtung entgegengebracht wurde, da staunte der Karmeliter Mönch, das besonders den (Deutschen) ausländischen Besucher, sich dem eher ärmlich vergessenen Grabstein bzw. dem Denkmal Konradins zuwenden und diese Grabesstätte ihnen wohl mehr am Herzen liegt als die Maria bella Brunna. Es soll von den ursprünglichen Karmeliten gebracht worden sein; Die zweite ist eine Gestalt der Kreuzigung, in der die Dornenkrone fehlt. Nach der Legende fiel die Krone ab, als Christus Kopf sich bewegte, als das Gebäude 1439 während der aragonesischen Belagerung von einer Kanonenkugel getroffen wurde.
· Datum: Mo Juni 5, 2017 · Aufrufe: 522
· Dateigröße: 61.1Kb, 275.6Kb · Abmessungen: 1125 x 1500 · ·
Zusätzliche Infos
Wertung: Schwach Exzellent
Schlüsselwörter: Innenansicht von Konradins Grabkirche Santa Maria del Carmine.



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