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Ausschnit aus dem Gästezimmer. Teil der noch originalen Wandbemalung.a
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Cornelius Fabius


Erfahrener Benutzer

Registriert: Mai 2013
Wohnort: Hamburg
Beiträge: 1,201
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Der tonnengewölbte Raum, der zur Beherbergung von Gästen gedacht war, hat eine besonders große Türöffnung sowie ein schmales Fenster welches nach Osten hin ausgerichtet ist. Das dieser Raum 1944/45 schwer beschädigt worden war, ist an den wieder geschlossenen und dünn verputzten, aber unbemalt gebliebenen Teilen des Mauerwerks und der Wölbung noch deutlich ablesbar. Immer noch eindrucksvoll wirken die wenigen erhaltenen, lediglich gereinigten und gefestigten Putzreste mit architektonischen Wandmalereien des 2. Stiles dem Architekturstil und dem 4. Stil, der letzte pompejische Stil. Von den ursprünglich vier dargestellten Mythologischen Szenen in den zentralen gelben Bildfeldern ist nur mehr das an der westlichen Stirnwand erkennbar geblieben. Dieses stellt Phaedra, die Gemahlin des Theseus dar, die sich in ihren Stiefsohn Hippolyt verliebte. Die Übrigen zeigten Aurora, die Göttin der Morgenröte, mit dem von ihr geraubten Jäger Cephalus; Narzissmus, der an der Quelle verliebt sein eigenes Spiegelbild betrachtet, sowie drei schwebende Figuren. Der Ziegelsplittboden mit Karomuster aus Mosaiksteinchen wurde nach dem Vorbild einer erhaltenen Restfläche erneuert. In den Jahren 1847-1849 wurden die aufwändigen farbigen Verputze der Innenwände aufgebracht, die den leuchtenden Hintergrund für die Malereien bilden sollten. Die Grundfarben der einzelnen Wandfelder sind nämlich nicht aufgemalt, sondern die oberste Putzschicht ist als Ganzes in der jeweils gewünschten Farbe eingetönt. Der Verputz wurde in mehreren Schichten übereinander aufgetragen, wobei dem Material immer feiner gemahlenes kristallines Gestein (hier: Dolomit) beigegeben ist. Die Oberfläche wurde dann geglättet und anschließend poliert, bis durch die Lichtreflexe der Gesteinskristalle jener angenehm farbsatte Tiefenglanzeffekt entstand, der die irisierende Wirkung der antiken Vorbilder fast erreicht. Eine ganz andere, der Antike unbekannte Technik ist die Herstellung von Stuckmarmor, die der Marmorierer Viotti aus München als Ersatz für echten Marmor zur Wandverkleidung im Sommertriclinium anwandte. Als der Rohbau 1848 praktisch vollendet war, konnte auch mit der Ausmalung der Innenräume begonnen werden. Die architektonischen und dekorativen Malereien schuf in erster Linie der über eine sehr große Werkstatt verfügende Joseph Anton Schwarzmann (1806-1890), der unter König Ludwig I. vermutlich meistbeschäftigte Dekorationsmaler. Die figürlichen Einzelbilder im Pompejanum wurden hingegen von Friedrich Christoph Nilson (1811-1879) gemalt, der wiederum ein Schüler von Schlotthauer und Julius Schnorr von Carolsfeld war. In Aschaffenburg konnte Nilson neben verschiedenen Stichwerken auch die getreuen Kopien pompejanischer Wandbilderals Vorgabe benutzen, die der römische Maler Carlo Ruspi im Auftrag Wagners 1846 in Pompeji und im Museum in Neapel erstellt hatte. Der heute weitgehend unbekannte, in Berlin geborene und nach München übersiedelte Landschaftsmaler Emil Theodor Richter (1801-1878) führte 1850 die ursprüngliche Version des Gartengemäldes im Viridarium aus, das dort die gesamte Rückwand einnimmt. 1850/51 wird Valentin Hofmann für die Lieferung der bronzenen Türbeschläge als eine der letzten Arbeiten bezahlt.
· Datum: So Mai 7, 2017 · Aufrufe: 281
· Dateigröße: 39.4Kb, 155.6Kb · Abmessungen: 720 x 960 · ·
Zusätzliche Infos
Wertung: Schwach Exzellent
Schlüsselwörter: Ausschnit aus dem Gästezimmer. Teil der noch originalen Wandbemalung.a



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