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Euthanasiegrab Hall in Tirol
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Foto Details
TeresaMaria



Erfahrener Benutzer

Registriert: Juli 2012
Wohnort: Graz, Steiermark
Beiträge: 14,849
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Grab der ehemaligen Patienten (NS-Zeit) der Psychiatrie Hall in Tirol
Aufgenommen am Stadtfriedhof, Mai 2016

Hans Czermak (* 21. April 1892 in Graz; † 30. April 1975 in Innsbruck) war ein österreichischer Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenerkrankungen und Gauamtsleiter für Volksgesundheit der Reichsstatthalterei Tirol-Vorarlberg.Noch vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges meldete er sich am 1. Juni 1914 freiwillig zur Militärausbildung für Mediziner in Prag und kam schließlich an die Front nach Galizien. 1916 erkrankte er an Typhus, erhielt nach seiner Genesung längeren Studienurlaub und wurde noch im selben Jahr an der Universität Graz promoviert.

Czermak war zusammen mit Gauleiter Franz Hofer von Anfang an in die reichsweiten Planungen zur Tötung „lebensunwerten Lebens“ (Aktion T4) eingeweiht und hauptverantwortlich für die Durchführung der Euthanasie-Transporte aus dem Gau Tirol-Vorarlberg in die NS-Tötungsanstalt Hartheim.

Czermaks legte eine Reihe von Verhaltensweisen an den Tag, die seinen beträchtlichen Ermessensspielraum verdeutlichen. So legte er etwa gegenüber Klebelsberg ausdrücklich Wert darauf, dass kein Patient von Hall aus in eine andere Anstalt ohne seine Genehmigung verlegt werden durfte und auch Weisungen „übergeordneter Stellen" erst ihm persönlich zur Entscheidung vorgelegt werden mussten.

Als beunruhigte Angehörige von Kranken eine Überstellung in die Heil- und Pflegeanstalt Hall verhinderten, indem sie ihre Verwandten gegen Unterschreibung eines Revers nach Hause nahmen, forderte Czermak eine Sichtung der PatientInnen in regelmäßigeren Abständen, um dem entgegenzuwirken und eine größere Anzahl kranker Menschen zur Ermordung nach Oberösterreich schicken zu können. Im Jänner 1942 schrieb er an den Reichsinnenminister:

„Wenn nicht schwere unheilbare Kranke in Anstalten außerhalb des Gaues verlegt werden, erreichen die Angehörigen in vielen Fällen doch einmal die Entlassung in die Häuslichkeit, was aus den in Ihrem Erlaß angeführten Gründen durchaus nicht erwünscht ist, abgesehen von der damit verbundenen ganz erheblichen Arbeitsbelastung der Gesundheitsämter und Erbgesundheitsgerichte."

Besonderes Augenmerk legte Czermak darauf, neben den Heil- und Pflegeanstalten Hall und Valduna in Rankweil, Vorarlberg, auch die von geistlichen Ordensschwestern geführten Versorgungs-, Armen- und Altenhäuser, in denen sich psychisch Kranke und Menschen mit Behinderungen befanden, in die Mordaktion miteinzubeziehen. Die Überstellung dieser PatientInnen in die Zwischenstation Hall sollte ihre Deportation nach Hartheim bzw. Niedernhart erleichtern.

Quellen: http://www.horstschreiber.at/texte/c...nasie-in-tirol und wikipedia
· Datum: Do Mai 19, 2016 · Aufrufe: 612
· Dateigröße: 44.7Kb, 259.0Kb · Abmessungen: 1152 x 864 · ·
Zusätzliche Infos
Wertung: Schwach Exzellent
Schlüsselwörter: Euthanasiegrab Hall in Tirol



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