claru
Erfahrener Benutzer
Registriert: April 2005 Wohnort: Saskatchewan, Canada Beiträge: 1,926

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der küstenort mtwapa liegt an der nordküste von mombasa, etwa 15 km davon entfernt. da englisch in kenia immer noch die offizielle landessprache ist, hatten wir generell kaum verständigungsprobleme und die kenianerInnen konnten uns über ihr leben (und überleben) berichten, was sie mit eifer und offensichtlicher freude taten. angesichts der lebensverhältnisse waren wir häufig einfach nur erschüttert - uns wurde aber nie das gefühl vermittelt, "schaut her, wie arm wir sind", sondern im gegenteil, die menschen waren offensichtlich stolz auf ihre leistungen und geschaffenen lebensräume und ließen uns freundlich daran teilhaben. durch mtwapa führte uns eine gruppe junger einheimischer männer, darunter der einzige junge mann weit und breit, der es bis aufs college in mombasa geschafft hat und ausgezeichnet deutsch sprach. auf schritt und tritt begleitet wurden wir von einer neugierigen kinderschar, die sich über ein paar bonbons übermäßig freuten. kein foto wurde heimlich gemacht, sondern alle auf mehrfache freundliche aufforderung.
... die "marianna glorious academy nursery & primary school", eine geförderte privatschule, die dennoch ständig mit finanziellen schwierigkeiten kämpft. trotz schulpflicht können sich viele familien den schulbesuch ihrer kinder nicht leisten. in den schulen wird daher vielfach versucht, kinder aus familien, die sich den schulbesuch leisten können und kinder aus familien, die sich den schulbesuch nicht leisten können, in den klassen zu mischen - die "reicheren" familien sponsern so die armen familien. alle kinder tragen schuluniformen - auch ein versuch, klassenunterschiede auszugleichen.
im bild eine aufmerksame schulklasse.
© claudia ruppitsch, 02.03.2007
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