SAGEN.at  FORUM  


  Home · Suchen · Registrieren  

Statistiken
Registrierte Benutzer 2,468
Fotos 62,793
Kommentare 55,854
Aufrufe 452,880,418
Belegter Speicherplatz 17,880.4Mb

« Mai 2020
SoMo DiMi DoFr Sa
     12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31      

Zufallsfotos
Flugsicherung_1_.jpg
Radar
pHValue

[ Benutzer Galerien ]
IMG_3543_sagen.jpg
Eckmotiv - Ebenseer
cerambyx

[ Heimarbeit - Volkskunst ]
Batzenhaeusl_Bozen_01.jpg
Batzenhäusl
harry

[ Historische Ansichtskarten Südtirol ]
Trabant_1.jpg
Trabi II
peter

[ Autos, Reise und Verkehr ]
Sirup.jpg
Husten-Sirup aus Huf
Barbara Albert

[ Ernährung ]
IMG_2164_web.JPG
Tresor
cerambyx

[ Steyrtalbahn ]
· mehr ·

 
Home » Themenübersicht » Themen » Bergbau Photo Options
mehr
sattelbach_2_.JPG
sattelbach_15_.JPG
sattelbach_13_.JPG
sattelbach_10_.JPG
Kalkofen_Weissenegg_1971_2.jpg
mehr

Zurück   Diashow   Weiter

Heizkammer
(Klicken Sie auf das Bild für eine größere Ansicht)

Zurück   Diashow   Weiter


Foto Details
Elfie



Erfahrener Benutzer

Registriert: Juni 2009
Beiträge: 23,991
Alle Fotos dieses Benutzers anzeigen
im Kalkofen in Sattelbach im Helenental, Wienerwald, Niederösterreich.

Ein recht gut erhaltener Kalkofen, an der Vorderfront fallen drei kaum über einen Meter hohe Öffnungen auf. Augenscheinlich sind es Heiztüren.
Innen sind die Heizkammern mit Schamottziegeln ausgekleidet und haben oben weite Öffnungen.
Der Kalkbrenner und sein Gehilfe schichteten vor jedem Brand die vom Steinbruch am Ungarstein stammenden Kalksteine (Dolomit) im Ofen zu einem Gewölbe, auf das sie von oben noch loses Material bis zur lichten Ofenhöhe von etwa vier Metern drauflegten. Oben wurden die Öffnungen mit einer Schicht Lehmziegeln geschlossen.
In das Gewölbe kamen 25 –bis 30 Raummeter weiches Scheiterholz. 40 Stunden dauerte ein Brand, einen halben Tag das Auskühlen des gebrannten Kalkes. Eine Füllung ergab 4 Pferde- oder Ochsenfuhrwerke des begehrten Stückkalkes. Die Kalkfuhrleute beförderten ihn bis nach Wien, Preßburg, Bruck an der Leitha oder ins Steinfeld.
Nachdem früher elf Kalköfen in der Umgebung in Betrieb waren, von denen jeder 2-3 mal in der Woche geheizt wurde, wird klar, wie groß die wirtschaftliche Bedeutung des Kalkbrennergewerbes für diese Gegend war.

Mit dem Tod des letzten Kalkbrenners in Sattelbachl Leopold Müller, 1979, erloschr der letzte Kalkofen im Wienerwald, ja am Ostrand der Alpen überhaupt. Noch früher starben die Berufe der Pecher und Kohlenbrenner aus, die ebenso typisch für den Wienerwald waren.
Da auch früher im Winter das Baugewerbe still stand, sangen die Kalkbrenner:

Die Kalkbrenner san lustig, aber nur im Summer
Im Winter schreit der Geldbeutel vor lauter Hunger.
Quelle: Infotafel.
· Datum: Mi Oktober 28, 2015 · Aufrufe: 1441
· Dateigröße: 111.7Kb, 594.2Kb · Abmessungen: 1200 x 888 · ·
Zusätzliche Infos
Wertung: Schwach Exzellent
Schlüsselwörter: Kalkbrennerei, Heizkammer, Kalkofen, Sattelbach, Helenental, Wienerwald, Niederösterreich



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 08:03 Uhr.


©2000 - 2020 www.SAGEN.at