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Foto Details
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harry
Administrator
Registriert: April 2005 Wohnort: Klosterneuburg bei Wien Beiträge: 6,392

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Die Figur, die einst in Sichtweite des Prangers an einem Haus angebracht war, ist heute im Aufgang zur Pfarrkirche eingemauert.
Die Figur zeigt mit der einen Hand an die Scham, um den Verurteilten zu verhöhnen, mit der anderen zieht sie am Ohrläppchen.
Wullersdorf, Bezirk Hollabrunn, Niederösterreich
©Harald Hartmann, Februar 2007
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· Datum: Do März 1, 2007 · Aufrufe: 10915 · Dateigröße: 96.1Kb, 137.1Kb · Abmessungen: 600 x 800 ·
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Zusätzliche Infos
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Wertung:          10.00
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Schlüsselwörter: Schandfigur Wullersdorf Niederösterreich
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Autor
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SAGEN.at
Administrator
Registriert: April 2005 Wohnort: Innsbruck Beiträge: 12,326
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Sa März 17, 2007 5:53pm
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Wertung: 10.00
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Johann Six schreibt in "Unsere Heimat - Zeitschrift für Landeskunde von Niederösterreich", Heft 1, 2001, S. 54 - 56 über das Wullersdorfer Schandmännchen:
"Leopold Schmidt berichtet in der Volkskunde von Niederösterreich (1966, 133) von einem Volksbrauch, wonach die Zeugen einer Rechtshandlung - zur Ermahnung - an den Ohren gezogen wurden, einem Brauch, der in unserer Gegend vom 12. bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts bezeugt ist.
Dargestellt ist ein Mann mit Lederkoller und Schellenhaube, am Gürtel hängt ihm eine Tasche. Die Linke greift ans Ohrläppchen, die heute abgeschlagene rechte zum Hosenlatz. Die Zunge ist weit aus dem Munde herausgeschoben. Die Tracht entspricht der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. (Novotny, Rechtsaltertümer, 1937, 63).
Das Schandmännchen stammt von der Burg in Wullersdorf (erbaut 1498, vor 1960 abgerissen) und war dort mit Blickkontakt zum Pranger angebracht. Das Rechtsdenkmal hat nun seinen neuen Platz an der Außenfassade des alten Rathauses und damit wieder Blickkontakt zum Pranger.
Die Frage, ob dieses Objekt aus Sandstein (Größe 61 cm) das Einzige seiner Art ist, ist bis heute noch nicht gelöst."
Wolfgang (SAGEN.at)
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