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Musée Cluny (Paris)
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klarad


Erfahrener Benutzer

Registriert: Januar 2010
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Beiträge: 10,491
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Elfenbeinkästchen, ca.1300 entstanden.

Die beiden Bilder an der Vorderfront links zeigen Szenen aus der Geschichte 'Aristoteles und Phyllis'.

Aristoteles und Phyllis ist ein mittelhochdeutsches Märe, das von einem unbekannten höfischen Dichter verfasst wurde. Dargestellt wird das Motiv des Weisen, der durch eine schöne Frau verführt, überlistet und bloßgestellt wird.
Der mazedonische König Philipp und seine schöne, edle Frau haben einen tugendhaften Sohn namens Alexander . Der König bestellt den weisen Aristoteles als Lehrmeister für den heranwachsenden Prinzen. Dieser soll Alexander auf seine zukünftigen Pflichten als Herrscher vorbereiten. Zunächst fällt es dem Jungen schwer zu lernen, jedoch wird er unter der Anleitung seines Lehrers zu einem fleißigen Schüler. Dies ändert sich, als Alexander sich in die hübsche Phyllis verliebt. Sie ist ein Mädchen aus der Gefolgschaft der Königin und selbst von hoher Abstammung. Alexander ist so sehr in Liebe zu Phyllis entbrannt, dass er sich nicht mehr auf seinen Unterricht konzentrieren kann. Er besucht sie heimlich und schließlich verliebt sich auch Phyllis in Alexander. In der nächsten Zeit treffen die Liebenden sich so oft wie möglich heimlich in einem Garten. Aristoteles erkennt jedoch bald Alexanders Liebe zu Phyllis. Der Lehrer warnt den Prinzen vor der Liebe und bewacht ihn Tag und Nacht so gut er kann. Dies hält Alexander und Phyllis jedoch nicht von ihren Verabredungen ab. Aristoteles setzt daraufhin bei dem König durch, dass die Liebenden getrennt werden. Durch ihren Liebeskummer wird Phyllis wütend auf Aristoteles. Sie fühlt sich ihrer Liebe durch den Alten bestohlen und will dafür Rache an ihm nehmen. Daraufhin schmückt sie sich mit einem leichten Kleid und einem Stirnreif aus Gold und Edelsteinen und beginnt Blumen vor Aristoteles Fenster zu pflücken. Dieser ist hingerissen von ihrer Lieblichkeit und bittet sie, die Nacht mit ihm für Geld zu verbringen. Sie geht zum Schein auf seine Bitte ein. Dann sieht Phyllis einen Sattel an der Wand und verlangt für ihre Liebe, dass sie Aristoteles satteln darf und wie auf einem Pferd von ihm durch den Garten getragen wird. Blind vor Liebe willigt Aristoteles ein. Phyllis schnallt ihm einen Sattel auf und reitet, ein Liebeslied singend, auf seinem Rücken durch den Garten . Dieses Schauspiel beobachten zufällig einigen Hofdamen und die Königin. Phyllis beschimpft den liebestollen Alten und freut sich, dass ihre Rache gelungen ist. Sie zeigt damit, dass Aristoteles seinem eigenen Ideal nicht gerecht werden kann und sich ebenso wie Alexander in Phyllis verliebt. Daraufhin ist Aristoteles der Lächerlichkeit und der Schande preisgegeben und flieht. In einem fernen Land meditiert er über die Verderblichkeit der Weiberlist .
Quelle: Wikipedia
Die Geschichte ist natürlich auch bei sagen.at zu finden.
· Datum: Mi Oktober 22, 2014 · Aufrufe: 1498
· Dateigröße: 51.0Kb, 246.9Kb · Abmessungen: 1500 x 1125 · ·
Zusätzliche Infos
Wertung: ********** 10.00
Wertung: Schwach Exzellent
Schlüsselwörter: Musée Cluny (Paris)

Autor
Thema  
far.a
Erfahrener Benutzer

Registriert: März 2007
Wohnort: Altenmarkt bei Fürstenfeld, Steiermark
Beiträge: 3,197
Mi Oktober 22, 2014 10:48am Wertung: 10.00 

Ja diese listigen Frauen ...

far.a
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TeresaMaria

Erfahrener Benutzer

Registriert: Juli 2012
Beiträge: 14,910
Mi Oktober 29, 2014 1:02pm Wertung: 10.00 

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