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Vampirausstellung Grazer Stadtmuseum
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TeresaMaria



Erfahrener Benutzer

Registriert: Juli 2012
Wohnort: Graz, Steiermark
Beiträge: 14,849
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Die Jahresausstellung "Carmilla, der Vampir und wir" rückt die steirischen Wurzeln der Schauerliteratur ins Licht. Mit "Carmilla" wurde 1872 der Prototyp der Vampirin in der Oststeiermark angesiedelt.
Bram Stokers Vampirroman "Dracula" sollte ursprünglich in der Steiermark spielen und auch die erste Erzählung um einen weiblichen Vampir im späten 19. Jahrhundert war hier angesiedelt. Im GrazMuseum setzt sich die Ausstellung "Carmilla, der Vampir und wir" mit der Faszination für Wiedergänger und der Frage, wie die Steiermark ins Blickfeld der Gothic-Novel-Autoren kam, auseinander.Mythen und Schauermärchen über die blutsaugenden Wesen gab es zu allen Zeiten in verschiedenen Kulturkreisen. In der Literatur hält die Präsenz der gruseligen Blutsauger-Spezies schon rund 200 Jahre an - von Gottfried A. Bürgers Gedicht "Leonore" (1773) bis zu Stephanie Meyers Vampir-Saga "Twilight".Abraham "Bram" Stoker hat mit "Dracula" (1897) das Bild des Vampirs bis heute geprägt. Seither ist die von den gefährlichen Blutsaugern ausgehende Faszination ungebrochen. Bevor er die Handlung seines Romans in Transsylvanien ansiedelte, wollte Stoker die Vampirerzählung ursprünglich in der Steiermark beginnen lassen, erfährt der Besucher. Zuvor wurde schon die 1872 erschienene Novelle "Carmilla" des Iren Sheridan Le Fanu in der Oststeiermark angesiedelt. Darin sucht die Protagonistin gleichen Namens die Bewohner eines steirischen Schlosses heim und gilt seither als der Prototyp einer langen Reihe weiblicher, auch lesbischer Vampire.
Le Fanu dürfte wiederum vom 1836 erschienenen Reisebericht "Schloss Hainfeld, or a Winter in Lower Styria" des Briten Basil Hall inspiriert worden sein, der darin ein sehr düsteres Bild der Steiermark zeichnete. "Die Region bot Le Fanu einen Schauplatz, die für Rückständigkeit, archaische Riten und Aberglauben stand", so die Kuratorinnen. Dass Stoker seinen Grafen dann doch nicht in der Grünen Mark hausen lies, erzähle indirekt auch ein Bild der Modernisierung des Landes durch Eisenbahn und Industrialisierung und Urbanisierung eines Landes, in dem Aberglaube literarisch nicht mehr glaubwürdig erschien, resümierte GrazMuseum-Direktor Otto Hochreiter.
Quelle:Kleine Zeitung
· Datum: Mo Februar 24, 2014 · Aufrufe: 2242
· Dateigröße: 27.8Kb, 121.2Kb · Abmessungen: 1500 x 999 · ·
Zusätzliche Infos
Wertung: Schwach Exzellent
Schlüsselwörter: Vampirausstellung Grazer Stadtmuseum



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