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Hotel Panhans
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Semmering, Hotel Panhans, Blick von Sonnwendstein
Aufnahme: Postkarten Industrie A.G. Wien, um 1930.
Vergleiche Ansicht von 2013.

Das Hotel Panhans wurde 1888-1913 erbaut, die ehemalige bis zum heutigen Pfarrhof erstreckende dominante Hotelanlage am Süd-Ost-Hang des Pinkenkogels an der Hochstraße mit zahlreichen Dependancen und Nebengebäuden (u.a. Heizhäuser, Personalunterkünfte, Stallungen, Weindepots, Wäscherei) zählte in ihrer Blütezeit zu den größten Hotels in Mitteleuropa. Von dem in seiner Gesamtheit nur bis 1939 bestehenden, mehrmals vergrößerten, umstrukturierten und öfters von der Schließung betroffenen Komplex ist heute nur der Bauteil von 1913 erhalten. In dem 1982 wieder eröffneten Hotel im Nord-Flügel (Süd-Flügel Eigentumswohnungen, Untergeschoß gemeindeeigenes Hallenbad) ist der einstmalige Flair erahnbar.
Bau- und Entwicklungeschichte. 1887/88 Errichtung eines kleinen Hotels nach Entwurf von P. Handler für den Wiener Koch und vormaligen Pächter des Restaurants des Südbahnhotels Vincenz Panhans auf einem vom Johann II. Fürst Liechtenstein erworbenen, dicht bewaldeten Grundstück. Durch sukzessive Erweiterungen bzw. Zubauten im Norden und Süden Entwicklung zu einem Grandhotel mit Gesellschaftsräumen und Kuranstalten. 1893 im Norden Restaurant- und Küchentrakt und Terrassencafé von Seitl und Altklee; 1904 im Süden Bettentrakt mit Kuranstalt, Planung G. Langhammer; 1912/13 unter Franz Panhans im Süden an einen kreisförmigen Gelenksbau anschließend der ehemalige Bettentrakt von F. Fellner und H. Helmer, Ausführung H. Helmer, Ausstattung von H. Helmer jun. und im Norden an den Restauranttrakt angestellter Theatersaal (später Casino). 1912 nach finanziellen Schwierigkeiten Gründung einer Aktiengesellschaft. 1918 Verkauf durch die Witwe Klara Panhans an ein Bankenkonsortium. 1924/25 Adaptierung des Hotelzubaues von 1912/13 nach Entwurf von Hans Goldschmied (u. a. Verlegung des Einganges an die Hochstraße, Neuorganisierung des Foyers, Küche, Speisesäle in den Zubau von 1912/13). Ab 1928 der alte Trakt als eigenständiges Billig-Hotel geführt. 1930 Übernahme der Aktienmehrheit der Panhans-AG durch William D. Zimdin. 1932 frei stehendes Hallenbad (abgetragen) nach Entwurf von Anton Liebe und Ludwig Stiegler und sogenanntes maurisches Strudelbad (heute Hotelbar) im Erdgeschoß des Rundbaues von Adolf Schustala. 1934 Eröffnung des 1. konzessionierten Casinos in Osterreich. 1938 Zwangsverkauf an die ostmärkischen Gauwerke ("Gauhotel Semmering" ) Nach dem 2. Weltkrieg an die niederösterreichischen Elektrizitätswerke A.G. (NEWAG); in den 1950er Jahren Gäste aus Film und Theater. Ab 1961 mehrmalige Besitzerwechsel, 1969 geschlossen; 1978 nach Versteigerung des desolaten und leergeräumten Hotels von Adalbert Kallinger erworben, die Bauteile vor 1913 abgerissen, der verbliebene Torso unter Beteiligung von Bund und Gemeinde revitalisiert (Hotel, Eigentumswohnungen), 1984 im Norden Zubau der Fremdenverkehrsschule (Nr. 32c) nach Entwurf von Egon Presoly.
Äußeres. Der heute verbliebene Baukörper, 1912/13 von F. Fellner und H. Helmer erbaut, eines der wenigen an Schweizer Sanatorien orientierten Bauwerke in Österreich. Breit gelagerter 5geschossiger Stahlbetonbau entsprechend eines Palasthotels mit Mittel- und Eckrisaliten und hohem ausgebautem Walmdach mit Dachhäuschen, die Hauptfassade durch die geschoßweise variierenden Loggien an den Rücklagen bzw. differenziert angeordneten meist gebauchten Balkone an den Vorsprüngen plastisch belebt und verräumlicht, die nahezu nur durch Raumelemente gegliederte Fassade durch ein subtiles Wechselspiel von Einzelformen horizontal und vertikal verschränkt. Dem nördlichen Eckrisalit Eingangslösung von 1925 vorgestellt (über Rundbogenarkaden Balustrade mit polygonalen Ecktürmchen, heute überbaut). An der südlichen Schmalseite auf dünnen Stützen angestellter, 3geschossiger halbrunder Baukörper, in Fensterbänder zwischen Halbsäulen aufgelöst. Schlichte gestufte Rückfront mit unregelmäßiger Fenster-und Balkonausteilung (Gusseisengeländer).
Inneres. Raumstruktur von 1924/25 im Wesentlichen im heutigen Hoteltrakt beibehalten (im Erdgeschoß Foyer, Speisesäle und Küche, Obergeschosse durch in den Risaliten rückseitig situierte Stiegenhäuser erschlossen, die Fremdenzimmer von einem breiten Mittelgang aus begehbar). Einrichtung zur Gänze verloren, Ausstattung von 1924/25 nach Entwurf von H. Goldschmied in den Gesellschaftsräumen teilweise in alten Formen erneuert (teilweise kassettierte Unterzüge und gekehlte Flachdecken mit geschweiften Knickspiegel, strenge Putzschichtgliederung). Erdgeschoß: Empfangshalle durch zentrale Treppe erschlossen, 3schiffig, 3jochig mit eingestellten Pfeilern bzw. Breitpfeilern; südlich straßenseitig Speisesaal (unterteilt in 3 Kompartimente). 1. Obergeschoß: Foyer mit Flachtonne, heute die 2schiffige ehemalige „Jausenhalle“ mit Zwischenwand abgetrennt, südlich anschließend ehemaliger Lese-Salon mit eingestellten Pfeilern, die anschließenden Seminarräume (ehemalige Fremdenzimmer) nachträglich analog unterteilt. Im südlichen Stiegenhaus ornamentale Bleiglasfenster, Bauzeit. Runder Gelenksbau von 1912/13, 3geschossig, flach gedeckt, die vorschwingende Fassade lisenen- bzw. pilastergegliedert; innen sogenannte große Halle (weiträumiger, heller Zentralraum, Mittelteil mit Kuppel über FreipfeilersteIlung, balkonartige Umgangsempore platzlgewölbt).
Quelle: DEHIO Niederösterreich, Südlich der Donau, 2003, Teil 2, Seite 2225-2227.

© Bildarchiv SAGEN.at
· Datum: Fr Juli 26, 2013 · Aufrufe: 4787
· Dateigröße: 63.2Kb, 317.3Kb · Abmessungen: 1500 x 930 · ·
Zusätzliche Infos
Wertung: ********** 10.00
Wertung: Schwach Exzellent
Schlüsselwörter: Hotel Panhans, Semmering, Niederösterreich, Neunkirchen, Kurort, Hotel, Wahrzeichen, Grand

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CON_soleil
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Di Dezember 9, 2014 5:52pm Wertung: 10.00 

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