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Auf dem Weg zum Moldaukloster Voronet
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TeresaMaria



Erfahrener Benutzer

Registriert: Juli 2012
Beiträge: 14,865
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Wenige Kilometer vom Ort Gura Humorului entfernt befindet sich hinter dem Dorf Voronet inmitten zauberhafter Landschaft das Kleinod unter den Moldauklöstern, das Kloster Voronet. Die Kirche steht auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes.
Der Legende nach suchte Stefan nach einer erfolglosen Schlacht Rat bei dem Einsiedler, der ihm empfahl, wieder aufs Schlachtfeld zurückzukehren. Als dann die Türken besiegt wurden, erbaute Stefan an der Stelle der Holzkirche des Einsiedlers das Kloster Voronet.
Der Metropolit und der Einsiedler sind in der Kirche beigesetzt worden.
Berühmt wurde das Kloster durch seine Grundfarbe, einem aus gemahlenem Lapislazuli angemischten intensiven Blau. Das 'Blau von Voronet' wird von Fachleuten als einzigartig in der Welt bezeichnet und ist ebenso bekannt wie das Rot bei Rubens oder das Grün bei Veronese.
Versteckt liegt das Kloster innerhalb schlichter Mauern. Von den restlichen Klostergebäuden ist nichts erhalten geblieben. Wie die anderen Moldauklöster auch war sie als ein Bollwerk gedacht gegen die mächtigste Bedrohung jener Zeit, den vorrückenden Islam. Nach dem Fall Konstantinopels an die Türken, Mitte des 15. Jh., sah sich Rumänien als letzte christliche Bastion des Abendlandes.
Die Kirche wurde in weniger als 4 Monaten errichtet, in der Zeit vom 26. Mai bis zum 14. September 1488. Sie wurde ebenfalls im Dreikonchenstil gebaut, d.h. sie hat drei Apsiden. Das Bild zeigt die Ost- und Südapside. Die weit vorspringenden Dächer folgen in der Form den Deckengewölben der einzelnen Räume im Innern. Anders als das Kloster Humor besitzt Voronet einen Turm, in dem sich die berühmte moldauische Kuppel verbirgt.
Die 1488 unter Stefan dem Großen fertig gestellte Kirche wurde erst ein halbes Jahrhundert später unter Stefans Sohn Petru Rares von außen bemalt. Doch an den Blendarkaden und Blendnischen der Wände kann man erkennen, dass eine gegliederte Bemalung von Anfang an vorgesehen war.
Wie bei den anderen Klöstern auch folgt die Bemalung einem gewissen Bildprogramm. Die Apsiden zusammen zeigen die 'Heiligen Hierarchien' ('Cin' genannt). In anbetender Haltung streben Engel, Propheten, Apostel, Bischöfe, Kirchenväter und Märtyrer der Hauptachse in der Ostapsis zu, in deren Mitte Maria mit dem Jesuskind thront.
Allmählich umrunden wir die Kirche und betrachten sie nun von Südwesten. Der Anbau, den das Kirchenoberhaupt, der Metropolit Grigorie Roscu 1547 der bestehenden Kirche hinzufügte, bekam als abschließendes Element nach Westen eine riesige fensterlose Wand. Von Anfang an war geplant, ein monumentales Fresko auf diese Wand aufzutragen. Es ist diese bemalte Wand, die die Kirche Voronet weltberühmt machte und ihr die Bezeichnung 'Sixtinische Kapelle des Ostens' eintrug.
In fünf Spalten, von oben nach unten, entwickelt sich das Drama des Jüngsten Gerichts.
Ganz oben erscheint in der Mitte Gott selbst, gekrönt mit dem achteckigen Stern Rumäniens. Um ihn herum rollen Engel die Tierkreiszeichen ein, denn 'der alte Himmel wird vergehen', so sagt es die Bibel voraus.
Darunter thront Christus, der Richter. Neben ihm sitzen als Mitrichter Engel und Apostel auf moldawischen Bänken. Zu Füßen Christi entspringt der Feuerstrom der Hölle und ergießt sich glutrot in die Tiefe.
In der dritten Reihe sieht man einen leeren Thron, auf dem als Symbol des Heiligen Geistes die Taube sitzt. Daneben knien Adam und Eva. Auf der linken Seite erscheinen die Gerechten, auf der rechten die Ungläubigen, denen man die feindlichen Gesichter von Juden, Türken, Tataren und Armeniern gegeben hat.
Darunter hängt das Menschlein an der Gerichtswaage, deren Schalen einerseits von Engeln mit guten, andererseits von Teufeln mit bösen Taten gefüllt werden. Neigen sich die Schalen zum Bösen hin, wird der Mensch von Engeln und Teufeln in den Höllenschlund geworfen. Überwiegen die guten Taten, zieht er mit den anderen Gerechten ins Paradies ein (ganz unten links), wo die Erzväter Abraham, Isaac und Jakob ihre Seelen im Schoß halten. Ganz rechts blasen die Engel statt auf Posaunen auf heimischen Holzinstrumenten zum Tag des Gerichts. Die Erde und das Meer, die Gräber und die Tiere geben die Toten zurück.
Die Moldauklöster sind eine Gruppe von rumänisch-orthodoxen Klöstern in der südlichen Bukowina in Rumänien. Ihr Bau wurde im 15. und 16. Jahrhundert im damaligen Fürstentum Moldau von Stefan dem Großen und seinen Nachfolgern - insbesondere Petru Rares - rund um den Amtssitz Suceava veranlasst.
Quelle: http://www.geo.de/reisen/community/r...Moldaukloester und wikipedia
· Datum: Di Juni 11, 2013 · Aufrufe: 1558
· Dateigröße: 57.2Kb, 293.3Kb · Abmessungen: 1500 x 999 · ·
Zusätzliche Infos
Wertung: Schwach Exzellent
Schlüsselwörter: Auf dem Weg zum Moldaukloster Voronet



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