SAGEN.at  FORUM  


  Home · Suchen · Registrieren  

Statistiken
Registrierte Benutzer 2,401
Fotos 60,948
Kommentare 54,885
Aufrufe 435,805,792
Belegter Speicherplatz 17,236.1Mb

« Juni 2019
SoMo DiMi DoFr Sa
      1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30      

Zufallsfotos
Fresken_St_Georg_Schenna.jpg
Freskenzyklus, St. G
SAGEN.at

[ Kirchen, Wallfahrtskirchen ]
Bergblick_1960er.jpg
Bergblick Dolomiten
SAGEN.at

[ Bergsteigen, Bergwandern ]
Kreuz_Befreier.jpg
"...erlöse uns
far.a

[ Wegkreuze ]
Lichthof.JPG
Lichthof
Elfie

[ Architektur ]
hebe_2_.JPG
Grenadier
Elfie

[ Skulpturen, Bildhauerei ]
Fronleichnam_01.JPG
Fronleichnam 1
harry

[ Brauchtum ]
· mehr ·

 
Home » Themenübersicht » Themen » Kunstgeschichte » Kirchen, Wallfahrtskirchen Photo Options
mehr
santo0.jpg
IMG_18821.JPG
IMG_1801.JPG
IMG_17891.JPG
IMG_1783.JPG
mehr

Zurück   Diashow   Weiter

Innenraum Klagenfurter Dom
(Klicken Sie auf das Bild für eine größere Ansicht)

Zurück   Diashow   Weiter


Foto Details
TeresaMaria



Erfahrener Benutzer

Registriert: Juli 2012
Wohnort: Graz, Steiermark
Beiträge: 14,849
Alle Fotos dieses Benutzers anzeigen
Die Dom- und Stadtpfarrkirche Hll. Petrus und Paulus, kurz Klagenfurter Dom, ist die Domkirche der Diözese Gurk und eine der römisch-katholischen Stadtpfarrkirchen von Klagenfurt. Die Kirche wurde ab 1581 als protestantisches Bethaus errichtet und der „Allerheiligsten Dreifaltigkeit“ geweiht, und ist daher die größte in Österreich gebaute protestantische Kirche.1600 im Zuge der Gegenreformation geschlossen, wurde sie vier Jahre später den Jesuiten übergeben, die sie den Aposteln Petrus und Paulus weihten und bis zur Ordensauflösung 1773 betreuten. 1787 wurde die Kirche durch Bischof Franz Xaver von Salm-Reifferscheidt zur Kathedrale des Bistums Gurk erhoben. Nachdem 1960 der sie umgebende Gebäudekomplex, die „Jesuitenkaserne“, abgetragen worden war, erhielt die nun freistehende Westseite eine entsprechende Fassade.

Betritt man die Kirche durch das Hauptportal und das Eingangsgewölbe, so öffnet sich der machtvolle, aber geschlossen wirkende Saal des Hauptschiffes. Auf den Längsseiten wandeln sich die zwischen barock wirkenden Rundbögen stehenden Wandpfeiler im Obergeschoß in freie Stützen, die über Wandpiliaster das Gebälk tragen, auf dem die Längstonne mit ihren Stichkappen liegt. In diesen Kappen sind kleine, rundbogige Fenster eingebaut, die ein wenig Licht in das Gewölbe einstrahlen lassen.

Der 17,9 Meter hohe Innenraum hat – vor allem durch den späteren Anbau des Presbyteriums bedingt – eine starke Ost-West-Ausrichtung. Bei einer heutigen Gesamtlänge der Kirche von 46 Metern teilen sich das Hauptschiff (20 m) und der Chor (19,5 m) den Innenraum fast hälftig auf.

Der Stuck stammt aus verschiedenen Zeiten. Das Gewölbe der vorletzten zwei Seitenkapellen und an den Kreuzgewölben der Westempore tragen älteren, schweren Stuck (Knorpelwerkornamente und geschwungen gerahmte Kartuschen) aus der Zeit um 1660, der Gabriel Wittini zugeschrieben wird. In der heute als Nebenausgang dienenden Seitenkapelle der Nordseite befindet sich um 1669 gefertigter Stuck. Von Blätterranken eckig gerahmte Felder zeigen das Monogramm des Heilands und der Gottesmutter. Die Westempore trägt Stuck aus schweren Blätterranken und Knorpelwerk. Der Großteil des Stucks ist leichter und beschwingter. Er entstand nach dem Brand von 1723 durch Kilian Pittner und Josef Marx Pittner 1725 bis 1727. Schiff- und Chorgewölbe tragen zarte Blätter, zum Ornament verflochten, die Emporen zeigen Gitterwerke und feingliedriges Bandgeflecht.

Der Stuckdekor umrahmt 23 Freskenbilder an Gewölbe und Wänden. Sie wurden im 19. Jahrhundert durch Lexer, im 20. Jahrhundert durch August Veit übermalt. Die vier Fresken an den Chorwänden mit Szenen aus dem Leben von Petrus und Paulus wurden 1928 von Switbert Lobisser gemalt und ersetzten barocke Gemälde. Im Chorgewölbe ist die Verklärung Christi am Berg Tabor dargestellt, im Schiffsgewölbe die Himmelfahrt Christi und Mariens, in seitlichen Medaillons die Apostel. Die Fresken der Emporengewölbe zeigen verschiedene Heilige. Diese Fresken waren durch Dachschäden zerstört und wurden von Veit 1927/28 neu gemalt.

Der Hochaltar ist ein 18 Meter hoher Säulen-Pilasteraufbau aus Holz mit einem Baldachin. Die Kunstmarmorsäulen sind im unteren Bereich kanneliert, zusammen mit den Pilastern tragen sie ein wuchtiges Gebälk. Über diesem befindet sich ein zweites, das volutenartig geschwungen ist. Diese seitlichen Säulen werden von großen, goldenen Engelsstatuen bekrönt. Die Engel halten einen Vorhang zu Seite und geben so den Blick auf ein - ebenso von Engeln gehaltenes - ovales Bild mit der Heiligsten Dreifaltigkeit frei. Unter diesem Bild befindet sich zwischen den Säulen das große Altarbild, das von Daniel Gran 1752 geschaffen wurde: es zeigt den Abschied von Petrus und Paulus, den beiden Kirchenpatronen. Engel in den Wolken über der Szene halten die Attribute der beiden Heiligen und Märtyrerkränze. Darüber schwebt in den Wolken eine Frau als Allegorie der Kirche. Der Tabernakel ist hoch und schlank, der Aufbau ähnelt einem säulenreichen Tempietto und trägt ein Kruzifix. Das kuppelähnliche Dach des Tabernakels trägt seitlich je einen Putto, in der Mitte das Buch mit sieben Siegeln und das strahlenumkränzte Auge Gottes. Unterhalb der Miniatur-Tempelhalle befindet sich der eigentliche Tabernakel, auf dessen Türen sich Reliefs der vier Evangelisten befinden. Seitlich des Tabernakels stehen Podeste mit Reliefs der ehernen Schlange und Opfer Abrahams, die als Träger für Vasen dienen. Ganz außen steht je ein manieristischer Engel in anbetender Haltung.

Das Chorgestühl an der Südseite und der Bischofsthron an der Nordseite stammen von 1930 und wurden von Karl Holey entworfen. Unter dem Baldachin befindet sich das Wappen der Gurker Bischöfe. Ambo und Volksaltar wurden 1990/91 vom Kärntner Wolfgang Stracke aus ungarischem Marmor geschaffen.

Die Seitenaltäre sind im Gegensatz zum hölzernen Hochaltar 1725 bis 1727 aus Marmor gefertigt worden. Sie sind einander ähnlich, gleichen sich paarweise und werden der Werkstatt von Lukas Misli in Laibach zugeschrieben. Die zwei östlichsten Altäre bestehen aus elf Marmorsorten, entstammen der Werkstätte des Venezianers Francesco Robba und tragen Statuen aus alabasterartigem Marmor. Die Altäre tragen geschwungene und glatte Säulen sowie Pilaster. Die nördliche, heute als Taufkapelle fungierende Marienkapelle besitzt als Altarbild die Gottesmutter mit Kind. Der Aufsatz trägt eine Figurengruppe mit der Verkündigung an Maria, die Seitenstatuen zeigen Aaron und Mirjam, ganz außen befindet sich auf Voluten noch je ein Putto. Die Kapelle ist durch ein schmiedeeisernes Gitter abgeschlossen, das aus der Zeit um 1750 stammt und Anklänge an das Rokoko zeigt. Die südliche Christuskapelle besitzt ein Ignatiusbild von Paul Troger von 1726. Die weißen Marmorstatuen seitlich des Bildes stellen die beiden Jesuitenheiligen Ignatius und Franz Xaver dar. Der Aufsatz zeigt die Heiligste Dreifaltigkeit mit einem die Weltkugel tragenden Putto.

Die beiden westlich anschließenden Altäre sind einfacher und haben nur ein Paar glatte Säulen und seitlich außen aus Voluten emporwachsende Pilaster. Ihre Dekoration besteht aus frühbarocken, schweren Fruchtgehängen, die auch an der Stirnseite der Mensen zu finden sind. Die nordseitige Annenkapelle zeigt im Altarbild Mutter Anna mit der jungen Maria. Der Aufsatz ist ein Puttenpaar zwischen Flammenvasen. In der südseitigen Josefskapelle steht ein Votivaltar der Josefsbruderschaft aus dem 19. Jahrhundert. Das Altarbild mit dem Tod des heiligen Josef von August Veit (1902) wurde bei der letzten Renovierung 1990/91 entfernt.

Die nach Westen nächste Nische besitzt an der Nordseite keinen Altar, da sich hier der frühere Haupt- und heutige Nebeneingang befindet. An der Südseite ist der Altar im Gegensatz zu allen anderen säulenlos. Das Altarbild zeigt den hl. Aloysius. Das darüber befindliche Ovalbild zeigt die Immaculata, die Seitenstatuen von Franz Rottmann stellen den hl. Aloysius und den hl. Stanislaus Kostka dar.

Die vom Hauptaltar am weitesten entfernte Kapelle ist an der Nordseite die Rosalienkapelle. Ihr Altar besitzt kannelierte Säulen mit angelehnten Pilastern. Die Mensa ist sarkophagähnlich, schräg neben ihr stehen Postamente, die Voluten tragen. Auf diesen kniet je ein Putto. Das Altarbild zeigt die hl. Rosalia, der Aufsatz die Statue des hl. Sebastian. An der Südseite befindet sich die Barbara-Kapelle mit einem Altar, der dem der Rosalienkapelle entspricht: Das Altarbild zeigt die Enthauptung der hl. Barbara.

Durch die Aloysius-Kapelle gelangt man an die 1660/61 angebaute heutige Sakramentskapelle. Das ursprüngliche Altarbild mit dem hl. Franz Xaver wurde im 20. Jahrhundert durch eine Kopie der Madonna von Altötting ersetzt. Der Altar aus Stuckmarmor trägt seitlich links die Figur des hl. Andreas, rechts den hl. Wolfgang, die Namenspatrone des Stifters, Wolfgang Andreas Graf Orsini-Rosenberg. In den seitlichen Wandnischen stehen sechs Holzstatuen, die Jesuitenmissionare darstellen. Altar- wie Nischenstatuen werden Christoph Rudolph zugeschrieben. Unterhalb der Sakramentskapelle befindet sich die Bischofsgruft, in der die Altbischöfe Adam Hefter, Joseph Köstner und Valentin Wiery bestattet sind.

Die Kanzel von 1726 befindet sich an der Südseite am Eingang des Chores. Sie besteht aus marmoriertem Holz und ist reich mit vergoldeten Ornamenten verziert. Die Figuren zeigen sich in weißer Polimentfassung, waren ursprünglich aber farbig bemalt. Der Korb der Kanzel besitzt ein gekröpftes Gesims, auf dem die vier Evangelisten sitzen: von links nach rechts Johannes mit dem Adler, Markus mit dem Löwen, Matthäus mit dem Menschenkopf und Lukas mit dem Stier. Zwischen ihnen befinden sich an der Brüstung Kartuschen, die das IHS-Zeichen zwischen zwei Putten zeigen. An der Rückwand befindet sich ein Vorhang, von zwei Putten gehalten, mit einer Kartusche, die ein Relief mit dem Guten Hirten von zwei Engeln gehalten zeigt. Der Schalldeckel stellt eine vergoldete, aufsteigende Wolke dar und wird vom auferstandenen Christus im Strahlenkranz gekrönt. Die linke Hand Christus' liegt auf der Weltenkugel, die rechte ist segnend erhoben. Am unteren Rand des Schalldeckels befinden sich weibliche Allegorien der drei göttlichen Tugenden: Die Liebe mit entflammtem Herzen, der Glaube mit dem Kreuz und die Hoffnung mit dem Anker. Die Kanzel wird Christoph Rudolph zugeschrieben.

An der Nordwand gegenüber der Kanzel befindet sich die Apotheose des hl. Johannes Nepomuk. Das Kunstwerk wurde 1727 von den Kärntner Landständen gestiftet, der Entwurf stammt von Josef Ferdinand Fromiller. Ausgeführt wurde das Werk 1736, vermutlich von Christoph Rudolph. Auf dem Sockel befindet sich links die Allegorie des Herzogtums Kärnten, über ihr ein kreuztragender Putto, neben ihr ein Putto mit dem Kärntner Wappen. Rechts befindet sich eine weibliche Gestalt, die Allegorie des Goldenen Zeitalters, über ihr ein Putto, der aus einem Füllhorn Goldstücke auf das Wappen fallen lässt. Zeichen für die Vergänglichkeit sind die Waffen mit Schild und der Tod, als Skelett dargestellt. Darüber befindet sich himmlischer Glorie der heilige Nepomuk, wie er auf Wolken vor einem Strahlenkranz kniet. Um ihn tanzen pausbäckige Putten.

Quelle:wikipedia
· Datum: Sa November 24, 2012 · Aufrufe: 2856
· Dateigröße: 49.2Kb, 233.8Kb · Abmessungen: 999 x 1500 · ·
Zusätzliche Infos
Wertung: Schwach Exzellent
Schlüsselwörter: Innenraum Klagenfurter Dom



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 18:31 Uhr.


©2000 - 2019 www.SAGEN.at