SAGEN.at  FORUM  


  Home · Suchen · Registrieren  

Statistiken
Registrierte Benutzer 2,524
Fotos 64,413
Kommentare 57,067
Aufrufe 466,189,312
Belegter Speicherplatz 18,432.8Mb

« Januar 2021
SoMo DiMi DoFr Sa
     12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31      

Zufallsfotos
Foto1686.jpg
Fressplatz eines Wir
pHValue

[ Tiere ]
fra_5_.jpg
Verlassenes Bauernha
Elfie

[ Industriearchitektur, Urban Exploration ]
st_bartholomae_koenigssee01.jpg
St.Bartholomäe am Kö
dolasilla

[ Kapellen, Wallfahrtskapellen ]
DSC_0771.jpg
Mauer bei Melk
klarad

[ Kruzifix, Kreuzweg, Christusdarstellungen ]
strassburg_4.jpg
Schloss Strassburg i
klarad

[ Burgen und Schlösser ]
ru_arb_6_.JPG
Der „Wartthurm"
Elfie

[ Burgen und Schlösser ]
· mehr ·

 
Home » Mitglied » TeresaMaria » Villa Rotonda bei Vicenza- erschaffen von Palladio Photo Options
mehr
IMG_0920.JPG
IMG_09181.JPG
IMG_09121.JPG
IMG_1130.JPG
IMG_1131.JPG

Zurück   Diashow   Weiter

Auf dem Weg zur Villa Rotonda
(Klicken Sie auf das Bild für eine größere Ansicht)

Zurück   Diashow   Weiter


Foto Details
TeresaMaria



Erfahrener Benutzer

Registriert: Juli 2012
Beiträge: 15,138
Alle Fotos dieses Benutzers anzeigen
"Vielleicht hat die Baukunst ihren Luxus niemals höher getrieben."

(J.W. Goethe: Italienische Reise)

Das Zitat von Deutschlands größtem Dichter stammt aus seinem Aufenthalt in der venetischen Stadt Vicenza während der berühmten Italienreise 1786 bis 1788. Mit "Baukunst" meint Goethe die Villa "La Rotonda", die sich außerhalb der Stadt auf einer kleinen Anhöhe befindet. Gebaut hat sie Andrea Palladio, ein berühmter Architekt der Renaissancezeit Mitte des 16. Jahrhunderts in Italien. Auftraggeber war damals Paolo Almerico, der eine hohe Beamtentätigkeit am päpstlichen Hofstaat ausübte.

Das Besondere an der Villa La Rotonda, was auch Johann Wolfgang von Goethe so faszinierte, war die architektonische Umsetzung des Gebäudes. Ungewöhnlich war dabei vor allen Dingen die immer gleiche Außenfassade in alle vier Himmelsrichtungen. Normalerweise kam im Mittelalter einem Haus lediglich eine schöne Fassadenseite zu, denn das war kostengünstig und sparte sowohl Material als auch Arbeitskräfte. Die ansehnliche Gebäudefront zeigte dann auf die Straße oder auf einen öffentlichen Platz. Da die Villa für Paolo Almerico aber auf einer lichten Höhe gebaut werden sollte, entschied Palladio, alle Außenfassaden gleich und vor allen Dingen gleich schön zu gestalten. Als Vorlage dienten dem italienischen Architekten das Pantheon in Rom und der Tempel der Vesta auf dem Forum Romanum. Dementsprechend weisen die Außenfassaden der Villa Tempelsäulen, Dreiecksgiebel und Skulpturen aus der römischen Mythologie auf. So findet man etwa Statuen von Jupiter oder Saturn. Aber nicht nur die Fassaden der Villa La Rotonda sollten an die wieder entdeckte Antike in der Renaissancezeit erinnern. Auch im Gebäude selbst hat Palladio seine idealisierte Vorstellung alter römischer Geschichte umgesetzt. So gibt es beispielsweise einen Kuppelsaal, sowie Innentreppen und rechteckig miteinander verbundene Räume.

Der Nutzen, eine solche Villa in der oberitalienischen Provinz zu errichten, erschloss sich Goethe nicht ganz. Deshalb schrieb er:

"Inwendig kann man es wohnbar, aber nicht wohnlich nennen. Der Saal ist von der schönsten Proportion, die Zimmer auch; aber zu den Bedürfnissen eines Sommeraufenthalts einer vornehmen Familie würden sie kaum hinreichen."

Und tatsächlich war die Villa nicht als dauerhaftes Wohngebäude gedacht worden. Vielmehr diente sie zur Erholung und Erbauung von Paolo Almerico und seiner Familie in den warmen Sommermonaten. Auch wenn Goethe die Nutzbarkeit als Feriensitz kritisch in Frage stellte, so bot La Rotonda die Möglichkeit Ruhe und Einkehr zu finden. Darüber hinaus war die Villa aber auch sozialer Treffpunkt, denn verschiedene Feste und kulturelle Veranstaltungen fanden regelmäßig in dem architektonischen Prachtbau statt. Für die Gäste konnte in jedem Fall gut gesorgt werden, denn im Gebäude befand sich sowohl eine Küche als auch ein Weinkeller. Dem Architekten Palladio kam es aber ohnehin nicht auf die Nutzbarkeit seines Bauwerkes an. Für ihn zählte viel mehr die Schöpfung eines idealen Gebäudes, das an die glorifizierte Zeit römischer Antike erinnern sollte. Und das ist ihm zweifelsohne gelungen.

Heutzutage ist die Villa La Rotonda ein beliebtes Touristenziel. Viele Italienurlauber verbinden die Reise nach Rom mit einem Abstecher in Vicenza und schauen sich dort neben dem berühmten Gebäude auch andere Bauten von Andrea Palladio an. Sehenswert sind sicherlich auch die Basilica und das Teatro Olimpico. Für den Erhalt der La Rotonda sorgen seit 1960 übrigens umfassende Restaurierungsarbeiten. Dabei wird sowohl der Innenbereich als auch der Außenbereich zum Beispiel durch eine Fassadensanierung erneuert.

Quelle:http://www.fassadensanierung.de/info...en/la_rotonda/
· Datum: Di September 18, 2012 · Aufrufe: 2172
· Dateigröße: 50.8Kb, 263.5Kb · Abmessungen: 1125 x 1500 · ·
Zusätzliche Infos
Wertung: Schwach Exzellent
Schlüsselwörter: Auf dem Weg zur Villa Rotonda



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 06:40 Uhr.


©2000 - 2021 www.SAGEN.at