Der
Preblauer Sauerbrunn war bereits im Mittelalter bekannt und geschätzt.
Das heilkräftige Wasser, das über einen natürlichen Gehalt an Kohlensäure verfügt,
wurde schon im 13. Jahrhundert in tönernen Krügen bis nach Bamberg verschickt,
wo es auch an der Tafel des Bamberger Bischofs getrunken wurde. Weil man rasch
bemerkte, dass der Genuss des Preblauer Sauerwassers positive Auswirkungen auf
den Verlauf chronischer Krankheiten hatte, war der „Preblauer“ bald weithin bekannt und geschätzt. Sogar in die deutschen Handelsstädte Augsburg und Würzburg wurden größere Mengen transportiert.
In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts soll der berühmte Arzt und Naturforscher
Theophrastus Bombastus von Hohenheim, besser bekannt als Paracelsus, die Preblauer Quelle untersucht haben. Paracelsus empfahl das „heilkräftige Wasser“ weiter und verhalf dem Preblauer zu zusätzlicher Bekanntheit. Noch heute heißt eine der beiden Quellen „Paracelsusquelle“.