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Holzpferdchen am Dachfirst
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Foto Details
Oksana



Erfahrener Benutzer

Registriert: November 2005
Wohnort: Archangelsk, Russland
Beiträge: 1,221
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Die hölzernen Pferdeköpfe auf den Dächern sind im russischen Norden besonders für die Regionen an den Flüssen Pinega und Mesen gekennzeichnet.
Noch in heidnischen Zeiten wurde ein Pferd angestochen, wenn man ein Haus zu bauen begann – so wurde das Opfer gebracht. Bei den Ausgrabungen der altrussischen Stadt Nowgorod hat man nicht einmal Pferdeschädel unter den Blockhäusern gefunden. Die Opferung wurde immer von dem ritualen Festmahl begleitet. Später wurde das zur Tradition, die Bauarbeiter beim Aufbau zu bewirten.

Mit der Zeit wurde statt Opfer die Schilderung des Pferdes eingesetzt. Seinen Kopf befestigte man hoch auf dem Haus, damit er die bösen Geister vertrieb und das Haus und seine Bewohner schütze. Der Dachfirst und die Figur des Dachpferdchens wurden sehr oft vom Familienhaupt gemacht.
Von einer besonderen Rolle des Pferdes im Leben der Menschen im Norden Russlands sprechen die Legenden über die Wahl des Ortes für den Bau einer Kirche. Dafür wurde ein Pferd vor den Wagen gespannt und auf den Wagen wurde ein Holzstamm gelegt. Dazu kam noch eine Ikone und das Pferd durfte gehen. Wo es dann stehen blieb, wurde eine Kirche gebaut.

Ein anderes wichtiges Detail eines Dachs waren die „Hühner“ - die Balken mit einem “Haken” am Ende, die das Dach unterstützen. Die Endungen von diesen Balken hatten oft auch die Form eines Pferdekopfes und wurden oft mit Schnitzerei geschmückt.

Es gibt im russischen Norden eine sprichwörtliche Redewendung – „Hühner und Pferd sind auf dem Dach, und im Haus ist es ruhig“.

Leschukonskoje, Archangelsker Gebiet, Russland
März 2007
· Datum: Sa Februar 14, 2009 · Aufrufe: 7128
· Dateigröße: 24.9Kb, 200.1Kb · Abmessungen: 800 x 600 ·
Zusätzliche Infos
Wertung: Schwach Exzellent
Schlüsselwörter: Holzpferdchen am Dachfirst



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