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J. Ch. Senn
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Foto Details
Laus


Erfahrener Benutzer

Registriert: Oktober 2007
Beiträge: 920
Alle Fotos dieses Benutzers anzeigen
Gedenktafel für Johann Chrysostomus Senn am
Richterhof / Richterhaus im Ortsteil Stuben in Pfunds

Inschrift
"Adler, Tiroler Adler
warum bist Du so roth ?
Geburtshaus
des Dichters Joh. Mich. Senn
des Sängers des Tiroler Adlers
1792 - 1857"

versus

Johann Chrysostomus Senn (1795-1857)

???

© MM, Oktober 2oo8
· Datum: Do November 20, 2008 · Aufrufe: 13022
· Dateigröße: 129.3Kb, 145.5Kb · Abmessungen: 800 x 600 · ·
Zusätzliche Infos
Wertung: ********** 10.00
Wertung: Schwach Exzellent
Schlüsselwörter: Stuben Pfunds Tiroler Adler

Autor
Thema  
SAGEN.at
Administrator

Registriert: April 2005
Wohnort: Innsbruck
Beiträge: 30,027
Do November 20, 2008 8:10pm Wertung: 10.00 

Johann Chrysostomus Senn, Dichter, geb. 1. April 1795 in Pfunds, gest. 30. September 1857 in Innsbruck. Mit 12 Jahren wurde er zum Gymnasialstudium nach Wien auf das Stadtkonvikt geschickt. Hier freundete er sich mit dem um zwei Jahre jüngeren Franz Schubert an, der später zwei seiner Gedichte vertont hat („Selige Sehnsucht“ und „Schwanengesang“ op. 23 Nr. 2 und 3,1821/22). Es bildete sich ein Freundeskreis, zu dem neben Schubert die Dichter Franz von Schober und Johann Mayrhofer, der spätere Redemptoristenprovinzial Franz von Bruchmann und die Maler Moritz von Schwind und Leopold Kupelwieser gehörten. 1820 wurde Senn wegen Verdachts auf revolutionäre Gehimbündelei verhaftet, er verbrachte ein Jahr und zwei Monate in Untersuchungshaft, anschließend mit dem Verbot, Privatunterricht zu erteilen, nach Tirol abgeschoben.

Als Schreiber bei einem Advokaten in Tirol verdiente er so wenig, dass ihm schließlich nur das Militär als Ausweg übrigblieb. 1823 wurde er Kaiserjäger in Trient, 1825 Lehrer an der Innsbrucker Kadettenschule und 1828 Leutnant. Nachdem er 1831 am Carbonari-Feldzug in Italien teilgenommen hatte, musste er aus Gesundheitsgründen den Dienst quittieren. Wieder stand er arbeits- und mittellos da. Senn konnte zu seinen Lebzeiten nur einen einzigen Gedichtband veröffentlichen, der 1838 nach großen Zensurschwierigkeiten erschien. Am bekanntesten wurde sein Gedicht „Adler, Tiroler Adler, warum bist du so rot?“, das später von Josef Pembaur vertont wurde. Mit Recht nennt man Senn ein „Opfer des Vormärz“. In seinen späteren Innsbrucker Jahren ging er seelisch und körperlich allmählich zugrunde, immer mehr erfüllte ihn Menschenhass. Total vereinsamt starb er im Innsbrucker Garnisonsspital und wurde im Militärfriedhof (damals auf den Amraser Feldern) beigesetzt. Adolf Pichler ließ ihm 1860 ein Grabmal errichten und veröffentlichte 1862 aus Senns Nachlass die kleine Prosaschrift „Glossen zu Goethes Faust“. Er war auch der erste, der (um 1891) eine Biographie des Dichters verfasste. (Später schrieben u.a. Hugo Klein und Josef Leitgeb Lebensbilder Senns.) 1899 erschien ein Band "Echte Tiroler Lieder" von Johann Senn. Nach ihm wurde die Sennstraße in Innsbruck-Saggen benannt.

(Quelle: Gertrud Pfaundler-Spat, Tirol-Lexikon, Innsbruck 2005, S. 555, stark gekürzt)

Wolfgang (SAGEN.at)
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