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  #11  
Alt 25.02.2016, 10:13
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
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Beiträge: 2.510
Standard AW: Samstags Kino auf dem Dorf

Die Werbung vor dem Film:
Wir liebten das HB-Männchen - Wer wird denn gleich in die Luft gehen ?
Später: Camel ...
Es gab auch Vorschau auf neue Filme
Nicht zu vergessen: Unzähmbare Angelique - die Bücher waren auch schon Bestseller, heuer kommen die Filme oft im Fernsehen
Ein unvergessener Kinderfilm noch: Heidi mit Gustav Knuth (wurde ja mehrfach
verfilmt)
Wenn man das Alter nicht hatte, kauften ältere Freunde die Karten
Bei uns wurde aber streng kontrolliert, es gelang selten "durchzuschlüpfen" -
Wenn man heuer die Filme im Fernsehen zur Hauptsendezeit sieht, die ohne
Altersbegrenzung laufen - es ist doch recht selten, dass dort steht: für
Jugendliche unter 16 nicht geeignet - ich schaue mir diese dann auch nicht
an, denn Grausamkeiten und Grusel zur späten Stunde mag ich nicht -
bezw. sie verfolgen mich dann im Traum ... Viele Grüße von Ulrike
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  #12  
Alt 25.02.2016, 11:06
Babel Babel ist offline
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Beiträge: 7.974
Standard AW: Samstags Kino auf dem Dorf

Das HB-Männchen war süß, aber das kam auch im Fernsehen und war vor allem deswegen so beliebt, weil man immer auf seine neueste Panne wartete (es muß unzählige gegeben haben ).

Ach ja, es gab in den 50er Jahren noch was: Das AKI. Inzwischen sind die Kinos in den Großstadtbahnhöfen entweder verschwunden oder Pornokinos. In ihrer Frühzeit waren sie Wochenschau-Kinos (daher der Name: Aktualitäten-KIno). Für Reisende, die auf ihren Anschluß waren mußten, waren sie ganz praktisch: Man konnte jederzeit rein und raus oder auch ewig drin sitzen bleiben, denn das Programm begann immer wieder von neuem.

1954 (?) führte unsere Deutschlehrerin die Klasse ins AKI, damit wir uns die Weltreise der englischen Königin anschauten. In Farbe! Ihre Krönung hatte ich im Fernsehen gesehen, aber da war alles noch schwarzweiß, und die halbe Zeit war sowieso Bildstörung . Was an dieser Reise so allgemeinbildend war, daß die Schule sich dafür zuständig fühlte, weiß ich nicht. Die Queen immer wieder einem Flugzeug oder einem Schiff entsteigend, in hellen, ziemlich langweiligen Sommerkleidern und weißem Hütchen ... Es war jedenfalls das einzige Mal, daß ich in einem Bahnhofskino war.

Geändert von Babel (25.02.2016 um 13:49 Uhr)
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  #13  
Alt 25.02.2016, 11:32
Benutzerbild von Elfie
Elfie Elfie ist offline
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Beiträge: 23.791
Standard AW: Samstags Kino auf dem Dorf

Zitat:
Zitat von Babel Beitrag anzeigen
Die (Heimat-)Filme der 50er Jahre, die ich nicht gesehen habe, als sie neu waren, finde ich heute ganz interessant, wenn sie im Fernsehen kommen. Sie wirken schon so unendlich "historisch",..............
.......und dazu tragen sie allen Ernstes weiße Handschuhe, die sie auch nicht ausziehen, während sie ihre Butterbrote essen ...
Sie waren auch recht authentisch, wenn man von der romantisierenden Handlung abgesehen hat. So lebte man tatsächlich und mir war das vertraut, ich freute mich oft, wenn es wo anders noch uriger war als bei Oma .
Naja und am Land konnte man sicher annehmen, dass es in der Stadt so üblich war und die feinen Damen tatsächlich mit Handschuhen aßen, uns konnte mans ja erzählen , ein Stadtkind sah das anders.

Die Wochenschau war fixer Bestandteil vor den Filmen. Auch Werbung, an bestimmte kann ich mich nicht erinnern, aber sie hat mich nicht gestört, denn wir hatten keinen Fernseher, also war das neu und nicht uninteressant.

Natürlich Angelique in allen Teilen, 3 waren es, glaub ich. Und Heidi, Heidi und Peter...
Aber es gab dann auch jede Menge "Musikfilme", jeder, der nur irgendwie singen konnte, sprang tanzend durchs Filmleben und fuhr vorzugsweise in Cabrios .
Allen voran Peter Kraus und Conny Froboes, aber natürlich auch Catharina Valente und Konsorten.
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  #14  
Alt 25.02.2016, 12:15
Babel Babel ist offline
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Registriert seit: 05.12.2012
Beiträge: 7.974
Standard AW: Samstags Kino auf dem Dorf

Zitat:
Zitat von Elfie Beitrag anzeigen
Sie waren auch recht authentisch, wenn man von der romantisierenden Handlung abgesehen hat. So lebte man tatsächlich und mir war das vertraut, ich freute mich oft, wenn es wo anders noch uriger war als bei Oma .
Naja und am Land konnte man sicher annehmen, dass es in der Stadt so üblich war und die feinen Damen tatsächlich mit Handschuhen aßen, uns konnte mans ja erzählen , ein Stadtkind sah das anders.
Wie authentisch sie waren, sieht man vor allem an den leeren Straßen (nur der berühmte Schlagerkomponist kommt im Auto – im Cabrio, stimmt!) und daran, daß in den Dörfern noch mehr Einheimische als Touristen rumlaufen. Ja, auch städtisches Umfeld, Wohnungseinrichtung etc. war so, wie man es in diesen Filmen sieht.

Nix feine Damen! Das sind Büro- oder Ladenmädchen, die ihr sauer verdientes Geld in die langersehnte, mühsam zusammengesparte Reise stecken! Und ich (Oberschülerin im Tanzstundenalter) hatte auch weiße Handschuhe. Die trug frau bzw. fräulein zu "besonderen Gelegenheiten". Nur war das, was man unter "besonderen Gelegenheiten" verstand, etwas anderes als heute: Kino, Café, Schaufensterbummel ... Und eine Italienreise allemal – auch wenn man per Bus reiste und unterwegs von mitgenommenen Butterbroten lebte. Eben deswegen sind diese Filme interessant: Man erkennt nicht nur das wieder, was man sowieso noch weiß, sondern erinnert sich auch wieder an die Maßstäbe, die man damals hatte.
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