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  #1  
Alt 29.12.2014, 21:03
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baru baru ist offline
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Standard Eine ladinische Sage - gesungen

Sie nennen sich Rosa-Mystica und singen – wunderschön! - vor dem Hintergrund der Dolomiten, den „bleichen Bergen“, die uralte ladinische Sage von der Mondprinzessin: „Portemo la Löna – Bring mir den Mond“

http://www.youtube.com/watch?v=QkQK3ReeJOs
Das wär dann der Link : https://www.youtube.com/watch?v=QkQK3ReeJOs

Das ist die Sage:
Es war einmal ein Königssohn, der im Reich seines Vaters lebte: im südlichen Alpengebiet. Dieses Reich war von grünen Weiden, schattigen Wäldern und steilen Bergen mit schwarzen Felsen umgeben. Die Blumenvielfalt in den Wiesen sowie die kristallklaren Bergseen stimmten alle Einwohner glücklich und zufrieden. Nur der Königssohn war sehr unglücklich; er sprach und träumte immer nur vom Mond.
Eines Tages hatte sich der Königssohn im Wald verirrt und musste deshalb die Nacht im Freien verbringen. Da traf er zwei alte Herren, die behaupteten Mondbewohner zu sein. Sie nahmen ihn wunschgemäß mit auf den Mond, wo der Königssohn die Tochter des Mondkönigs kennen und lieben lernte. Da der Königssohn aufgrund des silbernen und blendenden Scheins des Mondes zu erblinden drohte, brachte er die Königstochter mit sich auf die Erde, in seines Vaters Königsreich.
Die Königstochter liebte die bunte Blumenvielfalt der Erde, wurde aber wegen der schwarzen und bedrohlichen Felsen von Tag zu Tag schwächer und trauriger, bis sie schließlich vor Sehnsucht nach ihrer strahlend hellen Heimat zum Mond zurückkehrte.
Der Prinz war todunglücklich; er konnte seiner Gemahlin nicht auf den Mond folgen, da er um sein Augenlicht bangte. Also zog er sich zurück und irrte allein tagelang im Wald umher, bis er auf den König der Salwans (ladinisch: winzige Wald- und Höhlenbewohner) traf, der auch unglücklich nach Siedlungsland für sein Volk Ausschau hielt. Nachdem der Zwergkönig die traurige Geschichte des Königssohns angehört hatte, kam er auf eine blendende Idee: der König würde zusammen mit seinem Volk die Berge des Reichs in hellem Glanz erscheinen lassen im Austausch gegen die Erlaubnis, sich mit seinem Volk in den Wäldern und Felswildnissen für alle Zeiten niederzulassen. Das Übereinkommen wurde verbrieft und in der darauffolgenden Nacht fingen die Zwerge das Mondlicht Strahl für Strahl ein und spannten es wie ein Lichtnetz über jede Kante und Spitze der schroffen Felsen, bis schließlich die dunklen Flächen verschwanden und die Felsen einen matten Schimmer ausstrahlten.
Die Mondprinzessin kehrte wieder auf die Erde zurück und wurde nie wieder von Heimweh erfasst, nun war es ja im Lande der bleichen Berge schöner als in ihrer Heimat.

Die bleichen Berge stehen noch heute und man nennt sie die DOLOMITEN.
(Quelle: http://pralongia.it/geschichte/sage/)

In sagen.at habe ich diese Sage (noch) nicht entdeckt.
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Servus und a guate Zeit! Leni
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  #2  
Alt 29.12.2014, 22:06
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Joa Joa ist offline
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Standard AW: Eine ladinische Sage - gesungen

Wunderschön! Danke Leni!
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  #3  
Alt 30.12.2014, 09:56
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
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Standard AW: Eine ladinische Sage - gesungen

Schöne Geschichte! - Ich kannte bisher nur" König Laurins Rosengarten", dass
die Bergspitzen funkeln von seinem ausgebreiteten Schmuck. -Ulrike
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  #4  
Alt 02.01.2015, 15:30
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Dresdner Dresdner ist offline
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Standard AW: Eine ladinische Sage - gesungen

Südtirol sagenhaft.
Die Sage von der Hexe vom Schlern musikalisch umgesetzt:
https://www.youtube.com/watch?v=1cOGVM6IlBQ
__________________
www.bergbahngeschichte.de
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  #5  
Alt 02.01.2015, 23:26
Benutzerbild von Joa
Joa Joa ist offline
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Standard AW: Eine ladinische Sage - gesungen

Zitat:
Zitat von Dresdner Beitrag anzeigen
Die Sage von der Hexe vom Schlern musikalisch umgesetzt:
https://www.youtube.com/watch?v=1cOGVM6IlBQ
Also das tut richtig weh, sowohl in Bild als auch in Ton!
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  #6  
Alt 03.01.2015, 10:47
SAGEN.at SAGEN.at ist offline
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Standard AW: Eine ladinische Sage - gesungen

Nach 15 Sekunden den Tab (Schlern) geschlossen, das ist Körperverletzung...

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #7  
Alt 07.01.2015, 10:10
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Dresdner Dresdner ist offline
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Standard AW: Eine ladinische Sage - gesungen

Na, so furchtbar ist das Video ja nun wirklich nicht.
Der Ton ist etwas gewöhnungsbedürftig, die grafische Umsetzung mit einem einfachen Magixprogramm finde ich jedoch durchaus gelungen.

Zum Thema "Kultplätze und Hexen in Südtirol" hier ein Verweis auf eine Veröffentlichung der Universität Bologna: http://storicamente.org/moroder sowie dazugehörige touristische Hinweise von südtirol.info: http://www.suedtirol.info/Reiseziele...-Staetten.html.
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Stichworte
bleiche berge, dolomiten, ladinische sage, rosa-mystica

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