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  #1  
Alt 21.09.2014, 21:11
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Standard Stromausfall-Blackout – Wie vorsorgen?

Ein Stromausfall im Sinne eines Totalausfalls ("Blackout") kann von Tag zu Tag wahrscheinlicher auftreten.

Als Grund liegt die täglich fortschreitende Digitalisierung und damit einhergehende immer prekärere Stromabhängigkeit vor, als Auslöser können Wetterereignisse und Klimawandel, Sonnenstürme, Sabotage, terroristische- oder Hacker-Angriffe, Unfälle und vor allem menschliches Versagen sein.

Mit einem Totalausfall geht unmittelbar der Stillstand der kompletten Infrastruktur unserer Gesellschaft einher, wenige Stunden später folgen die wenigen Einrichtungen, die mit einer Notstromversorgung vorgesorgt haben.

Die Folgen eines Totalausfalls müssen als dramatisch angesehen werden, mit einem dadurch ausgelösten Sterben muss durch Unfälle sofort, im größeren Umfang nach 2 bis 12 Stunden gerechnet werden.

Betroffen davon sind in den ersten Stunden neben starken Unfallzahlen im Verkehr vor allem Tier und Mastbetriebe, wobei nach wenigen Stunden auch für einen Großteil der Menschen vor allem in den Städten eine dramatische Zeit beginnt.

Strom ist die Lebensader unserer modernen und hochtechnisierten Gesellschaft, wobei bei einem Totalausfall sofort der Verkehr zum Erliegen kommt, die Bahnen und U-Bahnen stillstehen, die Wasserversorgung ausfällt, das Gesundheitswesen zusammenbricht, kein Bargeld zur Verfügung steht, keine Kommunikation (Telefon, Mobiltelefon, TV, Radio) mehr möglich ist etc. etc.

Die Situation des Totalausfalls ist eine technisch höchst diffizile Situation, da durch EDV-Steuerungen die Kraftwerke automatisch heruntergefahren werden und nur über Inselstarts (Schwarzfall) durch einzelne ausgewählte Kraftwerke wieder gestartet werden können. Kernkraftwerke sind hier besondere Risikofaktoren, deren Schwarzfall bekannterweise in der Geschichte mehrfach nicht funktionierte (Fukushima, Tschernobyl ua.) (Quelle)

Die Folgen eines Stromausfalles sind durch unsere fortschreitende Digitalisierung einerseits, andererseits auch noch durch den geänderten Auftrag der Energieunternehmen (Gewinnmaximierung statt Vorsorge und Versorgung, weiters Privatisierung und Liberalisierung) sowie die digitalen Endgeräte (Smart Grids, Intelligente Stromzähler etc) täglich wahrscheinlicher.

Die Entwicklung wird auch von den Regierungen drastisch eingeschätzt und mit größter Sorge betrachtet! Ein Totalausfall wird als nicht beherrschbar betrachtet, bestenfalls kann man einen solchen mildern.

Dazu ist auf die Untersuchung: "Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften – am Beispiel eines großräumigen Ausfalls der Stromversorgung", herausgegeben vom Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag hinzuweisen, aus der die obigen Beispiele stammen und in der ausführlich wesentlich drastischere Szenarien dargestellt werden. Eine zweifellos recht intensive offizielle Lektüre…

Das Buch "Blackout" (2012) vom Wiener Autor Marc Elsberg ist eine populär verfasste fiktive Geschichte zu dieser Thematik, allerdings auch realistisch untermauert. Alle im Buch gebrachten Fakten stammen von Wikipedia, obigem Bericht und Informanten aus der IT-Branche.

Trifft eigentlich jemand in seinem eigenen Haushalt Vorsorge für einen längeren Ausfall der Infrastruktur?

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #2  
Alt 06.09.2015, 20:13
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zzeldaa zzeldaa ist offline
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Standard AW: Stromausfall-Blackout – Wie vorsorgen?

Passiert bei uns leider öfter mal
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  #3  
Alt 06.09.2015, 20:43
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Standard AW: Stromausfall-Blackout – Wie vorsorgen?

Hallo zzeldaa,

Du hast den Beitrag schlichtweg nicht verstanden... Ein Blackout ist bisher zum Glück noch nicht passiert.

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #4  
Alt 08.09.2015, 22:47
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althea althea ist offline
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Standard AW: Stromausfall-Blackout – Wie vorsorgen?

Zuerst zu deiner Frage, Wolfgang:

Ja, in gewissem Maße treffen wir Vorsorge um für einen Ausfall der allgemeinen öffentlichen Serviceleistungen gewappnet zu sein. In unserer Familie ist seit jeher normale Bevorratung(auch aus dem eignen Garten) üblich, zusätzlich wird noch etwas gekauft und nach Rotationsprinzip verbraucht.
Was mir mehr Kopfzerbrechen bereitet ist ein Szenario das sich über längere Zeit hinzieht; da kann nur ein Zusammenhalt im Dorf oder in einer gleichwertigen Gemeinschaft weiterhelfen...
Und am meisten Kopfzerbrechen macht mir die Bestie Mensch.... fällt das übliche Tittitainment samt Drogen und Drogenersatz aus werden manche Zeitgenossen recht schnell ungenießbar bis gefährlich...


Wenn nur der Strom ausfallen würde, wäre das ja ein "kleineres" Übel - aber daran hängt - wie Elsberg das so schön schilderte, so ziemlich alles was die Zivilgesellschaft ausmacht.

Wasserversorgung
Abwasserentsorgung
Transport von Lebensmitteln, Medizin, Treibstoffen/Heizmaterial

..um nur die wichtigsten Faktoren des ach so zivilisierten Lebens zu benennen.


Ich empfehle jedem Menschen - der es hören will, sich zumindest an die Empfehlungen der Deutschen Bundesregierung oder des Österr. Zivilschutzverbandes zu halten;
wer es besser machen will, sollte sich in diversen Vorsorgeforen schlau machen. Bei Bedarf sende ich per PN gerne Links.

Bundesamt f. Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: http://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Do...ublicationFile - Download Broschüre

Oö. Zivilschutzverband: http://www.zivilschutz-ooe.at/images...en2015_Web.pdf



Hier ein Text von mir den ich andernorts schon gepostet habe:

Katastrophenschutz in D oder Ö unterscheidet sich nicht so stark, doch die Adressen und manche Initiativen sind andere.

Hier die gängisten Links zu Zivilschutz und Sicherheit:


Sicherheitsinformationszentrum des Bundes:
http://www.siz.cc/bund/ansprechpartner



Österreichischer Zivilschutzverband:
http://www.zivilschutzverband.at/



Resilienznetzwerk Österreich
http://www.resilienznetzwerk.at/

Das Resilienznetzwerk Österreich beschäftigt sich damit, öffentliche Stellen, Unternehmen und Private zusammenzubringen um für unterschiedliche Notfallszenarien gewappnet zu sein.
"Zünder" für diese Initiative war wohl der sehr erfolgreiche und realistische Roman von Marc Elsberg "Black Out"... mittlerweile geht es nicht mehr nur um Stromausfall, sondern um Konfrontation mit dem Unvorhersehbaren und aus katastrophalen Umständen das Beste heraus zu holen und schon vorhandene, für solche Notfälle gerüstete Netzwerke zu nutzen.



NOTRUFE

122 Feuerwehr

133 Polizei

144 Rettung

140 Bergrettung

141 Ärztenotdienst

1455 Apothekennotruf

112 Euronotruf


Auf den Seiten des Zivilschutzverbandes und des SIZ befinden sich auch die Sirenensignale und jede Menge downloadbare Broschüren.

LG
althea


PS.: in Ö findet - im Gegensatz zu D, jeden Samstag punkt 12 Uhr Mittag die Sirenenprobe statt.

PPS. Die Vernetzungen im Resilienznetzwerk finde ich prima - endlich wird von öffentlichen und halböffentlichen Stellen und auch Privaten außerhalb des Schuhkartons gedacht!!
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  #5  
Alt 14.09.2015, 19:01
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Otto Otto ist offline
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Standard AW: Stromausfall-Blackout – Wie vorsorgen?

Ein Stromaggregat und ein Holzherd kann nicht schaden.
__________________

Es grüsst
Otto aus N.Ö.
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  #6  
Alt 15.09.2015, 10:48
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Standard AW: Stromausfall-Blackout – Wie vorsorgen?

Wasser wäre vielleicht die beste Idee...

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #7  
Alt 15.09.2015, 15:58
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Elfie Elfie ist offline
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Standard AW: Stromausfall-Blackout – Wie vorsorgen?

Wenn gar nix mehr geht - was man sich ja nur schwer vorstellen und v. a. was da alles zusammenhängt - wird man vermutlich auf längere Sicht mit den Notrufnummern auch nur noch Zahlenlotto zum Zeitvertreib spielen können, denn irgendwann (bei I-Phons früher) ist der Akku leer.

Da bin ich auch für Selbstvorsorge und da wieder vor allem Wasser. Dann langhaltbare Lebensmittel: Nudeln, Reis ... Kartoffeln auch, wenn man mit dem Vorratsraum Glück hat, im Sommer eher zu vergessen...

Als wir hier mal 3 Tage ohne Strom im Hochwasser saßen, hab ich zum Kochen eingeheizt (Holzofen) und bin mit der Sonne (andere sagen mit den Hühnern ) aufgestanden und schlafen gegangen. Dazu muss ich sagen: mein Haus ist hochwassersicher und wie auf einer Insel. Das Auto stand oben am Bahnhof, ebenfalls hochwassersicher aber Sackgasse. Dorthin bin ich 2x täglich gewatet und hab Nachrichten gehört.
Die Nachbarn sind mit ihren Kanistern über Zäune geklettert, um zu ihren Autos und damit zu Treibstoff für ihr Aggregat zu kommen, damit die Kühltruhen nicht zerrinnen.

Aber wie gesagt: das war Stromausfall in einem einzigen Dorf! Doch auch das bietet einen kleinen Vorgeschmack auf Gröberes.
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  #8  
Alt 15.09.2015, 22:12
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Standard AW: Stromausfall-Blackout – Wie vorsorgen?

Der Hinweis auf das Telefonieren ist wichtig, bei einem Blackout ist Kommunikation (Telefon, Handy, Smartphone, Internet) so ziemlich das erste was ausfällt. Da mag ja vielleicht der Handy-Akku noch länger geladen sein, aber die Funkzellen sind nach spätestens 2 Stunden weg und damit nützen die Telefone nichts mehr.

Vielfach ist auch noch die Rede dass analoge Telefone und Telefonnetze länger aktiv bleiben würden, das trifft zwischenzeitlich leider nicht mehr zu, da diese in zunehmendem Ausmass die Internetknoten verwenden oder überhaupt auf Internet-Technologie umgestellt werden.

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #9  
Alt 17.09.2015, 10:16
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althea althea ist offline
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Standard AW: Stromausfall-Blackout – Wie vorsorgen?

..wenn auch die analogen Telefone ausfallen, wär's gut beizeiten mit einem Funker befreundet zu sein.

Das mit den Stromaggregaten hat nur bei kurzfristigem Stromausfall Sinn, so wie in Elfies Fall, denn irgendwann sind die Treibstoffvorräte auch erschöpft.
Außerdem eignen sich die Billig-Benzin-Geräte nicht für Dauerbetrieb - und die guten Dieselaggregate kosten ein kleines Vermögen.
Außer man hat einen alten Traktor samt Stromerzeuger... ;-)

Wer einen feuersicheren Platz hat, könnte ja etwas Treibstoff in BW-Blechkanistern lagern(momentan günstig), allerdings wären dann auch noch Winter-Additive gegen Verderben beizufügen.
Leider weiß man im Vorhinein nicht, wie lange der Ausfall andauern wird...


Die m.M. drei wichtigen Punkte in der Vorsorge sind:

1. Schutz und Energie(Dach überm Kopf und Wärme)

2. Wasser und Nahrung

3. Vernetzung (gegenseitige Hilfe)

... diese Punkte sollte man auf theoretische Unzulänglichkeiten in der persönlichen Vorsorge abfragen und dann ändern.

LG
althea
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  #10  
Alt 17.09.2015, 13:14
alterego alterego ist offline
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Standard AW: Stromausfall-Blackout – Wie vorsorgen?

Die beste Vorsorge wäre, wenn die Versorger endlich die längst überfällige
Sanierung des Stromnetzes in Angriff nehmen würden.
Wenn man sich dazu entschließen könnte die Gewinne aus den Energieverkäufen
in eine Neukonzeption des Netzes zu stecken, könnten vielleicht sogar
für das Überlandnetz unterirdische Trassen die bei entsprechender Isolierung
weitgehend EMP-Sicher wären verlegt werden.
Dies ist natürlich keine schnell umzusetzende Maßnahme, daher wäre es um so wichtiger,
endlich damit zu beginnen.
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Stichworte
abhängigkeit, blackout, digitalisierung, energie, infrastruktur, kommunikation, strom, stromausfall, stromversorgung, totalausfall

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