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  #21  
Alt 15.08.2014, 22:43
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Standard AW: Altes Spielzeug

Elfie, das sind ja wunderbare Spielsachen!
Wie haben die das geschafft, so gut erhalten zu bleiben?

Ich hatte auch als Kind ein Modellauto aus Blech. Zu meiner großen und bis heute gefühlten Trauer wurde das leider nicht sehr alt

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #22  
Alt 15.08.2014, 22:45
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Standard AW: Altes Spielzeug

Hier ein Foto zum Thema Dampfspielzeug im Jahr 1950.

Kinder beim Spielen mit einer Modelldampfmaschine mit aufwändigem Zubehör. Es dürfte sich um einen Kran handeln, der von der Dampfmaschine betrieben wird. Sieht nach sehr teurem Spielzeug aus. Die Modelldampfmaschine wird übrigens bis heute baugleich produziert.
Foto: Deutschland, 1950.

Wolfgang (SAGEN.at)
Miniaturansicht angehängter Grafiken
Kinder_Dampfmaschine.jpg  
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  #23  
Alt 15.08.2014, 22:52
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Standard AW: Altes Spielzeug

Zitat:
Wir spielten Märchen nach, diesmal Hänsel und Gretel. Mein Teddy mußte als böse Hexe herhalten, die Ofenklappe wurde geöffnet und er hineingeworfen.
Das muss ein schreckliches Kindheitserlebnis gewesen sein.
Trotzdem vielen Dank für's Erzählen!

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #24  
Alt 15.08.2014, 22:54
Babel Babel ist offline
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Zitat:
Zitat von Elfie Beitrag anzeigen
Vermutlich durch die Besatzungszeit waren schwarze Puppen modern ...
Die schwarzen Puppen sind wesentlich älter und haben wohl eher mit der Kolonialzeit zu tun.

Früher wurden die "Nesthäkchen"-Bücher der in Auschwitz umgekommenen Else Ury viel gelesen; den ersten Band "Nesthäkchen und ihre Puppen" habe ich auch mal gelesen (und fand ihn einfach idiotisch). Er wurde 1913 erstmals gedruckt, und auch Nesthäkchen hat eine schwarze Puppe: "Die schwarze Lolo, das Negerkind, muß wohl die Unsauberkeit und Unordentlichkeit aus ihrer Heimat Afrika mitgebracht haben. Wenn Annemarie sie eben erst sauber angezogen hat, im nächsten Augenblick hat sie sich schon wieder schmutzig gemacht. Bald verliert sie einen Schuh, bald einen Strumpf. Neulich sogar die Höschen! Mitten im Tiergarten war's, Klein-Annemarie hat sich schrecklich geschämt, denn sehr weiß waren sie auch nicht mehr." (Quelle)
Zitat:
Zitat von Elfie Beitrag anzeigen
Ein sehr spannendes Spiel war der "Elektrokontakt" ...
Sehr interessant finde ich das "ELektro-Kontakt". Als meine Tochter im dritten Grundschuljahr war (etwa 1975), wurde von den Lehrern so etwas empfohlen (es war ja die Zeit der "Lernspiel"-Mode). Ich weiß nicht mehr, ob wir so etwas angeschafft haben oder nur geliehen hatten, jedenfalls erinnere ich mich jetzt wieder daran. Meine Tochter fand es uninteressant, weil sie nach einem Durchgang alles wußte, was zusammengehörte (sie war auch ein Memory-Genie), deswegen war es bei uns eine extrem kurzlebige Sache, und ich hatte es völlig vergessen. Weder vorher noch danach ist mir je so ein Spiel begegnet. Von wann etwa stammt denn deins?
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  #25  
Alt 15.08.2014, 23:12
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Elfie, eine traumhafte Dokumentation und Erinnerung zum Spiel "Elektrokontakt"!

Ich habe Elektrokontakt einmal wohl zur Volksschulzeit bei einem Mitschüler gespielt und mir auch gewünscht.
Da ich das Spiel nicht bekommen habe, sondern - wofür ich meinen Eltern für immer dankbar sein werde - einen Physikbaukasten, hatte ich bald die Fähigkeit, mir das Spiel Elektrokontakt selbst zu basteln

Ich werde in absehbarer Zeit wieder Spiele nach dem Muster des Elektrokontakt basteln und bringe dann auch Dokumentationen und Bauanleitung.

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #26  
Alt 16.08.2014, 07:10
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Elfie Elfie ist offline
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Entschuldigt bitte meine verspäteten Antworten, ich hab derzeit große Netzprobleme, der Stick ist wohl hinüber…

@Wolfgang: so genau weiß ich eigentlich selber nicht mehr, wie das alles die Jahrzehnte überdauert hat. Ich hab nie was kaputt gemacht und war immer schon eine Sammlerin, was mich nicht mehr interessierte, wurde verpackt… bei den Umzügen wurden die Kartons einfach mitgenommen, vor Jahren hab ich wieder mal alle aufgemacht, leider Vieles entsorgt und eben Einiges gerettet.
Das Blechspielzeug würde noch samt und sonders funktionieren, allerdings gingen die Schlüssel verloren, nur bei 2en ist er fix. Naja und die Katze hat den Ball eingebüßt und das Krokodil den Feuerstein .

@Babel: von wann der Elektrokasten stammt, läßt sich leider nicht mehr eruieren, wohl bald, nachdem ich lesen konnte (ca. 1956), denn ab da war alles ohne Buchstaben ziemlich uninteressant . Heute finde ich ja die Fragen lustig und v. a. die Zeichnungen vom Bauernhof, das gibt’s ja alles nicht mehr.
Bei den schwarzen Puppen war ja witzig, dass z. B. diese kleine da ein total „weißes“ Gesicht (samt blauen Augen) hat, was mir auch erst jetzt auffällt. Eine große schwarze „Babypuppe“ gabs, da paßte auch das Gesicht. Die hatte ich sehr gern, meine Mutter strickte ihr einen weißen „Strampler“ mit Häubchen .
Ja, die alten Bücher (muss ich kramen, hab noch welche), da mußte alles herhalten für die „Erziehung“ und eben leider auch als Negativbeispiele. Da wurde schon Vieles vorprogrammiert – bis heute. Nesthäckchen kenn ich auch, erinnere mich aber an gar nichts, habs vielleicht auch nie gelesen, dafür „Die roten Schuhe“ viele Male. Auch die Gulla-Bände und die Hochreiter-Kinder, Märchen sowieso… lesen war das Wichtigste, das brauchte nicht viel Platz und machte keinen Lärm, was in der winzigen Wohnung wichtig war und in Omas Garten wurde die Sau rausgelassen .
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  #27  
Alt 16.08.2014, 08:56
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
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Standard AW: Altes Spielzeug

Alternativ zum Struwwelpeter: ich hatte ein Buch, da ging es um die
Struwwelliese, ein stets ungehorsames Mädchen. Kennt hier jemand
es zufällig (oder besitzt es tatsächlich noch?)? -
Zudem las ich "Trotzkopf" (Ilse entsprach meinem rebellischen Wesen) -
allerdings nahm ich meine "Stiefmutter" gleich liebevoll an und freute
mich auch über mein Schwesterchen. Sicherlich kennen hier einige
die 4 (?) Bände? Internatsgeschichten als Lektüre sind wohl heute
noch "in".
Stabilbaukästen und Eisenbahn blieben den Jungen vorbehalten,
allerdings bekam ich mit ca. 12 Jahren einen Laubsägekasten und
fertigte Wandschmuck (Märchenbilder) .
Es kommen-wie es so ist bei solchen Themen-weitere bruchstückhafte
Erinnerungen (nach längerem Nachdenken): ein kleiner Tischkaufladen
war auch da und eine schwarze kleine Babypuppe. -
Angeregt durch unseren Museumsleiter, der ein geborener Museumspädagoge war (würde man heute sagen), machten wir auch
archäologische Ausgrabungen. Das gab Ärger! Einmal gruben wir ein
tiefes Loch in den besten Rasen (Wäschebleiche) oder fanden auf einer
Müllkippe eine Menge Scherben (alte Blumentöpfe u. Geschirr, Glasflaschen). Leider mußte alles zurückgebracht werden.
Wo haben Kinder heuer noch so ein Paradies ? Es gibt allerdings
künstliche Abenteuerspielplätze und Spielhallen, wo getobt und geturnt
werden kann. Aber alles ist so vorgefertigt - oder? -Ulrike
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  #28  
Alt 16.08.2014, 09:36
Babel Babel ist offline
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Zitat:
Zitat von Ulrike Berkenhoff Beitrag anzeigen
Zudem las ich "Trotzkopf" ...

Stabilbaukästen und Eisenbahn blieben den Jungen vorbehalten ...

Wo haben Kinder heuer noch so ein Paradies ? ... alles ist so vorgefertigt.
Den "Trotzkopf" bekam ich von einer Freundin zum Geburtstag, als ich zwölf wurde. Sie sagte: "Es ist mein liebstes Buch" und entschuldigte sich, daß ihr Name mit Tinte – also unausradierbar – drin stand. (Es gab in der DDR nichts zu kaufen, das man hätte verschenken können.) Als wir ein gutes halbes Jahr später die DDR "bei Nacht und Nebel" verließen, konnte ich es nicht mitnehmen, aber der Freundin auch nicht vorher zurückgeben, weil ich ja niemandem etwas von unserer "Flucht" sagen durfte. Das hat mich lebenslang geschmerzt. Heute würden mir etliche Möglichkeiten einfallen, wie ich es ihr auf Umwegen doch zurückgeben könnte, aber damals ... Nachdem das Internet es möglich machte, habe ich mir den "Trotzkopf" und einige andere meiner Kinderbücher antiquarisch gekauft.

Den Stabilbaukasten kenne ich, aber nicht als eigenes Spielzeug. Er war sozusagen mein Weihnachtswunder. Offenbar war er meines Vaters Spielzeug aus seiner Jugend, und zu Weihnachten baute er daraus allerlei – es waren nie Kräne, Fahrzeuge oder so etwas, sondern völlig zweckfreie "Maschinen", die er dann unter Strom setzte (er war Ingenieur, und bei ihm lief alles auf was Elektrisches hinaus ), so daß sich alles bewegte. Das schönste war, daß er den sich drehenden Rädern runde Pappscheiben vorsetzte, die er irgendwie bemalte, was dann bei Drehung wunderbare Farbringe ergab.

Das denke ich auch immer. Unsere Paradiese waren die vom Bombenkrieg übriggebliebenen Ruinen. Natürlich waren sie uns verboten, und sie wurden auch abgesperrt, aber als Kind findet man immer Schlupflöcher. Es lagen oft noch Blindgänger in den Ruinen, und die Jungen faßten die auch an oder klopften mit Steinen daran herum, aber wenigstens da waren wir Mädchen so gescheit, dem Verbot zu folgen.
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  #29  
Alt 16.08.2014, 09:43
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
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"Ruinen-Spielen" kenne ich aus Erzählungen einer älteren Bekannten, die
ihre Kindheit im zerbombten Dortmund verbracht hat. -Ulrike
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  #30  
Alt 16.08.2014, 09:54
Babel Babel ist offline
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Zitat:
Zitat von Ulrike Berkenhoff Beitrag anzeigen
"Ruinen-Spielen" kenne ich aus Erzählungen einer älteren Bekannten, die ihre Kindheit im zerbombten Dortmund verbracht hat. -Ulrike
Es war eigentlich kein "Spielen", es waren Entdeckungsreisen. Doch, es gab ein Spiel, das wir immer wieder betrieben (solange die Ruine noch zugänglich war): Da lagen ein paar alte Federkernmatratzen, die schichteten wir aufeinander und sprangen von dem Mauerrest daneben drauf. Heute haben die Kinder ihr Trampolin im Einfamilienhausgarten.
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alt, geschichte, historisch, jugend, kind, kinder, kindheit, spielsachen, spielwaren, spielzeug, volkskunde

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