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  #1  
Alt 20.12.2013, 00:27
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TeresaMaria TeresaMaria ist offline
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Standard Das Unglück vom Djatlow-Pass

Ich würde bitten um ernsthafte Überlegungen, welche Gefahren bei einer Bergtour dies auslösen konnten (keine Spekulationen- Ufo-Theorien etc.)
Das Unglück am Djatlow-Pass bezeichnet den ungeklärten Tod von neun Ski-Wanderern im nördlichen Ural, im Gebiet zwischen der Republik Komiund der Oblast Swerdlowsk im Jahr 1959. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht vom 1. auf den 2. Februar 1959 am östlichen Hang des Berges Cholat Sjachl (Gipfel: ca. 1100 m) (mansisch für Berg der Toten). Der Gebirgspass, an dem das Unglück stattfand, wurde später nach dem Gruppenanführer Igor Djatlow Djatlow-Pass benannt.
Forensische Strahlungstests zeigten hohe Dosen an radioaktiver Strahlung an den Kleidungsstücken der Opfer. Besonders interessant ist auch die Aussage eines Arztes: …dass die tödlichen Verletzungen bei den drei Leichen nicht von Menschenhand erzeugt werden konnten, „weil die Kraft der Stöße zu stark war und keine Weichteile verletzt wurden“. Daher ist mit dieser Feststellung auch ein Angriff von Angehörigen des Volkes der Mansen ausgeschlossen. Befanden sich die Opfer etwa in einem militärischen Übungsgelände? Waren sie Opfer eines Kernwaffentests? Warum aber fehlte einem Opfer eine Zunge?
Das letztendliche Urteil war, dass alle Gruppenmitglieder an einer „höheren Gewalt“ starben. Die Untersuchung wurde offiziell im Mai 1959 wegen der „Abwesenheit einer schuldigen Partei“ eingestellt. Die Akten wurden in einem geheimen Archiv versteckt. Kopien tauchten erst in den 1990ern auf, allerdings fehlen einige Seiten.

Hier viele weitere Details: http://de.wikipedia.org/wiki/Ungl%C3...m_Djatlow-Pass
Weitere Informationen: http://www.sptimes.ru/story/25093
Lesenswerter russischer Detailbericht mit interessantem Bildmaterial- auf Übersetzung klicken für deutsche Version http://murders.ru/Dyatloff_group_1.html
Quelle und Bildmaterial: wikipedia
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  #2  
Alt 20.12.2013, 00:29
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Standard AW: Das Unglück vom Djatlow-Pass

Am Bild ganz rechts der einzig Überlebende vom Djatlow-Pass-Unglück Juri Judin- auch nur, weil er schon früher die Gruppe verließ. Er starb 2013. Juri Judin musste wegen gesundheitlicher Probleme umkehren.
Miniaturansicht angehängter Grafiken
800px-Dyatlov_Pass_incident_01.jpg   dyatlov-pass-accident-memorial.jpg   1349_12-13_dyatlov_yudin.jpg  
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  #3  
Alt 20.12.2013, 00:34
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Standard AW: Das Unglück vom Djatlow-Pass

Die Einheimischen sprechen von dem Gebiet, wo sich das Unglück ereignet hat, als einen Ort, wo sich zwei Welten treffen bzw. wo sich eine neue Welt auftun kann.

Mich brachte die Geschichte sehr zum Rätseln. Es waren junge, ambitionierte Menschen, die meiner Meinung nach einfach wahre Sehnsucht hatten nach einem Naturerlebnis und dafür auch diese extreme Bergtour bewusst in Kauf nahmen.
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  #4  
Alt 20.12.2013, 00:54
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Standard AW: Das Unglück vom Djatlow-Pass

Diese Bergwanderer waren schon auf einer ziemlich extremen Tour und die Ausrüstung der 1950er-Jahre ist natürlich nicht mit heutigen Ausrüstungen zu vergleichen.

Es gilt jedoch heute mehr oder weniger als sicher, dass in der Nacht auf den 2. Februar 1959 eine Rakete in deren unmittelbaren Nähe gestartet wurde, diese wurde ja von einer anderen Bergsteigergruppe deutlich gesehen.

Warum sie wegen einem Raketenstart in solche Panik geraten sind und das Zelt in Unterwäsche bei Minus 20 Grad fluchtartig verlassen haben wird wohl für immer ungeklärt bleiben?

Ich habe nie eine russische Rakete starten gehört, aber vor ein paar Jahren die zwei Präsidentenmaschinen von Wladimir Putin beim Synchronstart in Innsbruck erlebt: ich kann nur sagen, dass ich selten einen lauteren Lärm begleitet mit wackelnden Fenstern und beinahe bebendem Boden erlebt habe...

Die Entstellungen auf den Körpern einschließlich dem Rätsel mit der fehlenden Zunge würde ich durch Tierfraß erklären, das ist zwar eine ekelhafte Vorstellung, aber eine für die dortige Region völlig plausible Erklärung.

Ich sehe keine Auffälligkeit an diesem Fall, außer dass ich gehört habe, dass es einen dramatisch schlechten neuen Film nach dem Muster des Filmes "Blair Witch Project" zu diesem Thema geben soll.

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #5  
Alt 20.12.2013, 01:27
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Standard AW: Das Unglück vom Djatlow-Pass

@ LS68: ich habe Deinen Beitrag gelöscht, da wir hier wirklich keine neuen Fantasiebeiträge haben möchten!

Bitte keine Spekulationen, Verschwörungstheorien und vor allem keine eigenen Fantasien etc!

Die Autorin des Beitrages wünscht Erzählungen von Bergsteigern, die mit sachlichen Argumenten dieses Bergsteigerdrama nachzeichnen können.

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #6  
Alt 20.12.2013, 01:28
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Standard AW: Das Unglück vom Djatlow-Pass

@Wolfgang: Ich bedanke mich für Deine aussagekräftige Stellungnahme! So wie Du es schilderst, scheint es mir nun auch plausibel. Ich vermisse eine derartige klare Auffassung bei den offiziellen Statements zu diesem Fall.

Ein Unbehagen bleibt für mich dennoch- die Zunge betreffend. Es müssten ja sonst auch zusätzliche Gesichtsverletzungen durch den Tierbiss vorhanden gewesen sein. Die anderen Verletzungen sehe ich als erklärbar- können am Fluchtweg passiert sein durch Sturz etc. (Allerdings haben wir auch keine vollständige Einsicht in die offiziellen Akten. Wer weiß, wie die Opfer wirklich ausgesehen haben.)

Ja, ich wünsche hier wirklich nur ernsthaft durchdachte Beiträge, die auf mögliche Gefahren bei einer Bergtour hinweisen. Gäbe es den Zusammenhang mit der Rakete nicht, wäre meine erste Überlegung ein bedrohliches Tier, um wirklich aus dem Zelt zu flüchten, um z.B. auf einem Baum Schutz zu suchen, sollte dies möglich sein.

@LS68: An eine Folterung in diesen einsamen Gebieten glaube ich kaum- dass sich da noch andere aufgehalten haben zum gleichen Zeitpunkt. Kein Mensch überlebt lange leicht bekleidet in dieser eisigen Kälte. Eine Folterung erscheint mir allein deshalb schon sinnlos. Die Zunge herausschneiden, damit ein Mensch etwa nicht mehr sprechen kann bzw. keine Aussage machen kann? Nein- man könnte noch immer seine Gedanken aufschreiben.
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  #7  
Alt 20.12.2013, 01:30
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Standard AW: Das Unglück vom Djatlow-Pass

@ LS68: erneut Beitrag gelöscht!
Letztmals meine Ermahnung als Admin: keine Spinnereien hier!

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #8  
Alt 20.12.2013, 01:36
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Standard AW: Das Unglück vom Djatlow-Pass

Die Radioaktivität ist laut ernsten russischen Kommentaren auf die Thorium-Lampe (Glühstrumpf) bzw einen Unfall oder unsachgemäße Bedienung derselben zurückzuführen, daher ist die Radioaktivität nur auf den Kleidern gemessen worden.

Gesichtsverletzungen sind wohl nicht im Detail beschrieben. So hart es sich auch anhört, aber es wird heute bei uns in den Alpen den Familienangehörigen auch nicht mitgeteilt, wie jemand als Leiche bei der Auffindung aussieht, der etwa 300 Meter über ein vereistes Schneefeld abstürzt...

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #9  
Alt 20.12.2013, 09:44
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althea althea ist offline
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Standard AW: Das Unglück vom Djatlow-Pass

Ein interessantes - und für die Betroffenen höchst tragisches Ereignis!

Meist ist bei solch schwer erklärbaren Abläufen zu sehen was NICHT gesagt wird...

Fakt ist, dass das Gebiet für drei(!) Jahre gesperrt war und Teile der Akten als geheim klassifiziert sind - noch immer.

Kein "üblicher" Bergunfall hat solche Reaktion der Behörden zur Folge, nicht einmal in Russland.



Die aufschlussreichsten Informationen liefert die St. Petersburger Times:

Die Gruppe hatte ihr Zelt überstürzt verlassen, die Zeltbahn wurde von innen aufgeschlitzt, die Tourengeher waren teilweise nur spärlich, mit Unterwäsche oder einem einzelnen Schuh bekleidet als sie aus dem Zelt flüchteten.
Weiter bergab, am Waldrand fand man zwei nur mit Unterwäsche bekleidete Leichen an einer Feuerstelle, an der Kiefer darüber waren bis in einen Höhe von 5m abgebrochene Äste zu finden. Vermutlich wollten sie Ausschau nach dem Zeltplatz halten.

Drei weitere Körper waren am halben Weg zwischen Feuer und Zelt gefunden worden, offensichtlich wollten sie wieder dorthin.

Erst drei Monate später wurden die übrigen Leichen gefunden - 75m von der Feuerstelle entfernt in einem Gebirgsbach. Alle vier wiesen schlimme Verletzungen auf: ein zerborstener Schädel, an zweien zerbrochene Rippen, und einer Frau fehlte die Zunge - jedoch zeigte keine äußere Verletzungen.

Die letzten Vier waren wärmer gekleidet als der Rest, offensichtlich hatten die Menschen am Feuer, oder die am Weg zum Zelt, ihre Kleidungsstücke geopfert, damit die Absteigenden bessere Überlebenschancen haben sollten.

Interessant wäre der Zustand der Trommelfelle und des Gleichgewichtsorgans; wenn Schädel und Rippen ohne äußerlich sichtbare Verletzungen zerbarsten, wie schlimm war es dann um die inneren Organe bestellt?
Die wurden in extra Boxen verpackt zur Untersuchung ins Labor gesandt - das Ergenis wurde nie öffentlich.

Ein Augenzeuge des Begräbnisses sah die Leichen und stellte fest, dass ihre Haut außergewöhnlich "braun" war. Ich weiß nicht aus eigener Anschauung wie Erfrierungsopfer aussehen; aber wird nach einiger Zeit nicht auch deren Haut "braun"? Entweder lebten die Opfer noch einige Zeit mit Grad1 Erfrierungen, bei denen sich nach und nach die braune Farbe einstellt, oder sie hatten Verbrennungen erlitten während sie noch lebten!
Aber lange konnten sie bei diesen eisigen Temperaturen nicht überleben - folglich ist die braune Farbe eher auf Verbrennungen zurückzuführen....

Leider ist nicht bekannt, ob außer der Kleidung auch andere Objekte verstrahlt sind, z.B. das Zelt, oder die umgebenden Bäume weiter unten.

Zum Zeitpunkt des Unglücks gab es offiziell noch keine militärische Raketenstation, die seltsamen Lichterscheinungen wurden aber von mehren Seiten bestätigt. Militärs, Bevölkerung und eine andere Tourengruppe erlebten diese im Februar und März 1957.
Sehr wohl hätte von der noch nicht fertiggestellten Militäranlage in der Nähe eine Rakete abgeschossen werden können.

Der einzige Überlebende der Gruppe, Yudin, der früher abgestiegen war, nimmt an, dass es sich um einen militärischen Unfall handelt, denn er sah Dokumente sie belegen, dass die polizeilichen Ermittlungen schon am 6. Februar, 14 Tage vor Eintreffen des Suchtrupps begannen.

Im Fberuar 2008 organisierten sechs der damaligen Rettungskräfte, Angehörige der TechnischenUniversität Ural, die Dyatlov Foundation und unabhängige Experten eine Konferenz über das Ereignis in der Nacht des 2. Februar 1957.

http://www.sptimes.ru/story/25093?page=1#top

Mein Schluß: es war sicherlich kein Lawinenunfall und kein Angriff der Mansen; so sehr das Wolfang gegen den Strich geht ;-) - es hatte zumindest mit dem Militär zu tun, wenn nicht gar mit offiziell nicht erklärbarer Technik....

LG
althea
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  #10  
Alt 20.12.2013, 22:03
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LS68 LS68 ist offline
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Standard AW: Das Unglück vom Djatlow-Pass

Ich bezieh mich auf den Text von Wikipedia :
Untersuchung - Zeile 5 : Bemerkenswert ist, das die Leichen keine äußeren Wunden aufwiesen. Meines Wissen ist das Breche der Knochen, ohne äußere Anzeichen nur durch modernste Foltermethoden machbar.

Kontroverse bezüglich der Ermittlungen.....
Bei der Beerdigung sollen die Haare grau und die Haut tief gebräunt gewesen sein.

bei extremen körperlichen Strapazen können sich die Haare grau (ent-)färben.
die Haut kann sich auch durch radioaktive Strahlung verändern.

R 7 Interkontinentalraketen
Wenn es sich um einen geheimen militär Test gehandelt hat, könnte der Staat auch ein Interesse daran gehabt haben, Zeugen aus dem Weg zu räumen.

Fehlende Zunge: kann man auf der Flucht verlieren oder von wilden Tieren gefressen werden, als auch ein Symbol sein.

Wikipedia hält eine Militäraktion nicht für ausgeschlossen.

In Bezug auf Gedankenlesen , stelle ich mir ohne Mimik sehr schwer vor.

Vieleicht sollte mal einer das Bild von dem Zelt hochladen, um die Umgebung zu sehen.

Wie gesagt, ich beziehe mich nur auf Wikipedia und enthalte mich weiterer Komentare.
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