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  #31  
Alt 15.01.2016, 11:52
Babel Babel ist offline
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Beiträge: 7.974
Standard AW: Arme-Leute-Essen

Ein Arme-Leute-Essen waren auf der Schwäbischen Alb früher Weinbergschnecken: Es gab genug davon, sie kosteten nichts, jeder konnte sie sammeln (was heute verboten ist). Um 1960 erzählte man mir in einem Albdorf (und mich grauste es!), viele Leute sammelten im Herbst Schnecken. In den Jahrzehnten danach hörte das auf. Seit gut zehn Jahren wird die Albschnecke gezüchtet – jetzt aber als Delikatesse.

Anderswo galten sie früher schon als solche und wurden in Massen exportiert – vor allem die Donau entlang bis nach Wien. Wenn die Anlage neuer Schneckengärten weiter so fortschreitet wie in den letzten Jahren, wird es wohl bald wieder so sein ...
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  #32  
Alt 23.02.2016, 10:05
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 16.09.2005
Beiträge: 2.511
Standard AW: Arme-Leute-Essen

Heuer in der Tagespresse ein großer Bericht, was die Menschen für Insekten
essen: Heuschrecken, geröstete Wespen usw. Was z.B. in Afrika für arme Leute
notwendig war, kommt nun auch in die" Delikatessenrestaurants". Ohne mich!
Auf keinen Fall würde ich z.B. eine Weinbergschnecke essen (dies sagt man so,
wenns ums Überleben ginge: vielleicht doch). Manche essen ja auch lebende
Regenwürmer (Mutprobe). Ich habe mal ein Buch über frühere Armut in
Island gelesen, da schaudert es mich heuer noch. Ein Rezept war: ausgekochte
lederne Schuhsohlen. Die Brühe hatte einigen" Nährwert ", half zu Überleben.
-Ulrike
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  #33  
Alt 23.02.2016, 19:57
Tatzlwuam
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Arme-Leute-Essen

Hallo zusammen,

Ich beschäftige mich seit einer Weile mit dem Thema Nahrung in Zusammenhang mit Draußen überleben (Outdoor Survival) und habe an Pflanzen schon ziemlich alles gegessen, was in unseren Breiten vorkommt und nicht giftig ist.

Ich verstehe, daß es vielen Leuten grauslich erscheint, Insekten zu essen, vertrete aber den Standpunkt, daß es "nur" eine Frage des jeweiligen Kulturkreises ist, was Ekel auslöst.
Ich würde alles essen, um zu überleben, habe aber auch das Wissen, was es zu beachten gibt- zum Beispiel Parasiten bei Insekten.
Zugegeben, die Vorstellung, etwas lebendes zu essen, ist kein Wunschtraum, aber wenn man einmal 5 Tage nur Blätter, Wurzeln usw. zu sich genommen hat, erscheint einem (mir zumindest) eine fette Maikäferlarve wie ein Festmahl.
Lg, Tatzlwuam
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Stichworte
armut, hunger, landwirtschaft, regionalität, spezialität

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