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  #21  
Alt 19.04.2006, 12:05
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Standard AW: Wasser, Bäder, Brunnen und Heilige Quellen Im Volksglauben

Übrigens bei dieser Gelegenheit: Eine der eher spektakuläreren Quellen im Alpenraum, das sogenannte Simonini-Bründl befindet sich in der Wolfsklamm bei Schwaz (Stans) in Tirol:


© Wolfgang Morscher, 29. Oktober 2005

Es ist dies eine Quelle, die direkt aus einem Felsen entspringt!
Leider konnte ich bis zum Augenblick noch keine volkskundlichen Hinweise und Hintergründe zu diesem Bründl eruieren (kommt aber sicher noch )

Wolfgang (SAGEN.at)

Geändert von SAGEN.at (26.07.2006 um 22:21 Uhr)
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  #22  
Alt 19.04.2006, 12:34
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Standard AW: Wasser, Bäder, Brunnen und Heilige Quellen Im Volksglauben

Und noch ein Link der Tageszeitung "Der Standard" zum Schneidjoch, hier wenigstens mit Link auf SAGEN.at.

Im Übrigen ist festzuhalten, dass das oben abgebildete Simonini-Bründl sich örtlich gesehen unweit des Schneidjoches befindet.

Wolfgang (SAGEN.at)

Geändert von SAGEN.at (26.07.2006 um 22:22 Uhr)
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  #23  
Alt 24.04.2006, 14:04
Lilith
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Standard AW: Wasser, Bäder, Brunnen und Heilige Quellen Im Volksglauben

Hallo Klaus

ist doch verständlich. So, wie Lisa schon gesagt hat:

"viele wissen es einfach nicht zu schätzen und leben unter Umständen, die ich nicht mal aus Büchern kennen möcht... aber eben drum... bin ich vorsichtig."

Ich denke, dass die Leute, die in einem solchen Board wie diesem lesen, eher zu den Umweltbewusten gehören, aber es wird sich mit Sicherheit auch so mancher Frevler beim Googeln auf diese Seite verirren.

LG
Lilith
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  #24  
Alt 02.05.2006, 11:01
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
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Standard AW: Wasser, Bäder, Brunnen und Heilige Quellen Im Volksglauben

Fand ein altes Lied (Volksgut oder Verfasser?)

Frau Holle

Frau Holle tut das Wasser tragn
mit goldenen Kandln
aus goldenen Brünndln
drin n liegen viel Kindln

Sie legts auf die Kissen
und tut sie schön küssn
und tut sie schön wiegn
auf goldener Stiegn
tut sie schön wiegn

Schöne Grüße! Ulrike
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  #25  
Alt 03.05.2006, 23:28
Benutzerbild von Wassermann
Wassermann Wassermann ist offline
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Standard AW: Wasser, Bäder, Brunnen und Heilige Quellen Im Volksglauben

Hallo Lilith,

entschuldige bitte die späte Antwort.

Meiner Erfahrung nach liegen die Gefahren für viele Quellorte nicht bei den einfachen Leuten, sondern bei den Gemeindeverwaltungen und Bauämtern.

Bei uns werden viele Quellen für die Wasserversorgung in Betonklötze gefasst oder müssen Neubaugebieten weichen. Quellen, die einst als Heilige Orte mit Kirchen und Kapellen überbaut wurden, werden bewusst stillgelegt und werden mit Absicht durch neue Gründungslegenden von Seiten der Kirche in die Vergessenheit abgedrängt. Erst wenn diese Quellen wieder ihren alten Namen und ihre Bedeutung zurück erhalten und wieder im Bewusstsein der Bevölkerung einen Platz einnehmen, dann haben sie auch wieder einen gewissen Schutz.

Ich war erst am Wochenende an einer alten heiligen Quelle in Ringsheim, die noch immer unter dem Altar einer verwunschenen kleinen Kapelle hervorsprudelt. Die Neubauten rücken immer näher an diesen alten Quellort heran und der Gemeinderat möchte das Gebiet trocken legen - vermutlich um es als Baugelände ausweisen zu können. Die Kinder, die direkt neben der Kapelle spielten wussten nicht einmal mehr, dass hier ein alter Kindlesbrunnen entspringt. Viele Bewohner der Neubausiedlung werden sicher Klatschen, wenn endlich die Bagger anrollen und das Sumpfgelände trocken legen. In ihrer Unkenntnis wissen sie ja nicht, was dort zerstört wird.

Der einfache unbewehrte Mensch kann einer gefassten und "zivilisierten" Quelle kaum etwas anhaben. Dies mussten bereits die Missionare im Mittelalter erfahren, als sie gegen die alten Quellheiligtümer kein anderes Mittel sahen, als diese mit Altären und Kirchen zu überbauen.

Ich bin inzwischen davon überzeugt, dass man die Namen und die alten Geschichten gefährdeter Quellen veröffentlichen muss, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Das ist ihr bester Schutz. Dann finden sich auch wieder Menschen, die die Quellen und Brunnen pflegen und in Ordnung halten.

Was die noch "wilden" und in der Landschaft verborgenen Quellorte betrifft, da gebe ich Dir natürlich recht. Die sollte man für sich behalten.

Klaus
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  #26  
Alt 09.06.2006, 09:45
harry harry ist offline
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Standard AW: Wasser, Bäder, Brunnen und Heilige Quellen Im Volksglauben

Eine unbekannte und unbenannte Quelle auf dem Leopoldsberg in Wien. Ein stark frequentierter Wanderweg führt daran vorbei und niemand beachtet sie ...


Waldquelle
__________________
Harry
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  #27  
Alt 17.07.2006, 20:18
wissen wissen ist offline
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Böse AW: Wasser, Bäder, Brunnen und Heilige Quellen Im Volksglauben

Zum Thema Brunnen!
Vor 2 Jahren machten meine Frau und ich eine Wallfahrt zu Füß von Wien nach Maria Zell. Dabei ist uns aufgefallen ( am meisten zw.Kaumberg und Rohr im Gebirge ) das es keine Sichtbaren auffallende Quellen und Brunnen gibt. Man ist gezwungen in einen Land wie Österreich genügend Wasser zum Trinken mitzunehmen obwohl wir im Voralpenland sind. Es ist traurig.
Im Vergleich, wie ich zeitweise in Bulgarien zw. 1988-1993 beschäftigt war und das Land und Leute gut kennen lernte,war das Eindruckvollste die vielen Brunnen im ganzen Land, man konnte in in der Stadt, so wie im letzten Winkel im Alten Gebirge ( Balkangebirge ) ohne Probleme ohne Mitnahme von Wasser durch das Land Reisen. Ich nannte Bulgarien das Land der Brunnen.
Wir würden uns wünschen das man in einen so schönen Land wie unseres es, als Dank an unsere Besucher und Wallfahrer, die Brunnen des Lebens aktivieren. Es ist nicht zu glauben das es diese Brunnen des Lebens nicht gibt.
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  #28  
Alt 18.07.2006, 09:59
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cerambyx cerambyx ist offline
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Idee AW: Wasser, Bäder, Brunnen und Heilige Quellen Im Volksglauben

Nun ja, die Brunnen und Quellen wären vielerorts schon noch vorhanden, bloß liegen sie heute oftmals/meist abseits (und unbenützt und unbeachtet) der "neuen Wanderwege", da diese anderen Gesetzmäßigkeiten folgen als früher: Grundbesitzprobleme, Wegeerhaltungsproblematik, Qualitäts- und Komfortangebot für den Wanderer lassen die alten Wege die an Quellen vorbeiführten, verfallen ... da man ja ohnehin in jedem Rast-/Gasthaus "versorgt" werden kann! Man (!) BRAUCHT die Quellen also nicht mehr ... und nur wenige WOLLEN sie erhalten - und darin liegt das Problem.

Ein weiteres Argument für die Nicht-Erhaltung ist die oftmals nicht mehr gegebene Nutzbarkeit von Quellen im Alpenvorland: intensive Viehwirtschaft, Gülleausbringung, Einschwemmung von Schwermetallen usw. belasten viele Quellen und erhöhen die Unsicherheit bei den potentiellen Nutzern. Wer sagt, auch früher wurde Viehwirtschaft betrieben, muß bedenken, daß noch vor wenigen Jahren die Kühe um ein Drittel kleiner/leichter waren und weniger Futter verwerteten - (somit auch weniger wieder hinten rauskam als Fladen etc.!!!) - vermehrter Vertritt und Beschädigung der Grasnarbe (gut zu sehen auf den Almen; die sogenannten "Weidegangeln" an den Böschungen) tun ein Übriges, um Bakterien in den Boden einsickern bzw. einschwemmen zu lassen und in weiterer Folge Quellen zu belasten ...

Wir können nur gemeinsam daran arbeiten, das Wissen um den Wert dieser vielen kleinen Quellen zu verbreiten, hochzuhalten und die frühere "Heiligkeit" begreifbar zu machen ... und jeden zu animieren, doch zumindest an den verbliebenen noch sauberen Quellen .... zu trinken!!!

Liebe Grüße aus dem gottseidank quellreichen Steyrtal
Norbert
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  #29  
Alt 18.07.2006, 23:54
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Standard AW: Wasser, Bäder, Brunnen und Heilige Quellen Im Volksglauben

Hallo Norbert,

herzlichen Dank für Deinen hervorragenden Beitrag! Sprichst mir sozusagen "aus der Seele".
In Oberösterreich, besonders in Eurem 'Nationalpark Kalkalpen' ist die alpine Welt tatsächlich noch in Ordnung.

Hier in Tirol hat man es hingegen tatsächlich geschafft, die relevanten Bäche langfristig an amerikanische Investoren zu verpachten. Diese wiederum schaffen das weltweit einzigartige "Wunder", dass hier tatsächlich das Wasser in der Nacht mit viel Atomstrom bergauf fließt.

Ich verfasse dazu demnächst eine kleine Zusammenfassung...

Zudem wird hier in Tirol zwischenzeitlich fast jede Naturquelle in höheren Lagen für Sammelbecken zur Produktion von Kunstschnee für Skigebiete eingefasst (= verrohrt).

Es erscheint mir in diesem Zusammenhang fast ein wenig traurig, dass SAGEN.at leider doch noch nicht die Besucherzahlen erreicht, um hier ein Umdenken einzuleiten.

Wolfgang (SAGEN.at)
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  #30  
Alt 20.07.2006, 09:05
Lisa Lisa ist offline
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Beiträge: 198
Standard AW: Wasser, Bäder, Brunnen und Heilige Quellen Im Volksglauben

Liebe Leut,

war jetzt zwei Tagen in den Bergen. Wunderschöne Hochalmenflächen - doch eben - das Wasser verunreinigt, nirgendwo kann man Trinkwasser zapfen, denn die meisten Quellen entspringen unterhalb der überreich mit Rindviechern beweideten Flächen... Dazu kommt noch ein "Quellensterben". Ob da damit zusammenhängt, dass die Almen das wenige Wasser mehr verbrauchen als früher oder dieser trockene Sommer... weiß ich nicht recht. Unser Wander- bzw. Höhlenführer sagte, auch die letzten beiden verregneten Sommer sei eine Quelle nach der anderen verschwunden. Sinkt der Grundwasserspiegel?

Seltsamer- und glücklicherweise sprudelt das Wasser da, wo sie deutlich gefasst und auch genutzt werden, an schönen Trögen, neben Marterln, immer noch. Aus wissenschaftlicher Sicht ist es natürlich hirnrissig, da einen Zusammenhang zu sehen, aus geomantischer vielleicht nicht.

Traurige Grüße von Lisa
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ein stein sprach zu einstein: ich bin auch ein stein
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