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  #1  
Alt 13.08.2010, 19:15
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
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Standard Bienen

Ich bringe meine Mitteilung mal hier unter: Faulbrut bedroht Bienenvölker,
deshalb sind bei uns "Sperrgebiete". Ich habe nun wenig Ahnung von diesem
Thema. Meine Meinung ist nur, wenn Seuchen die Bienen gefährden, dann
ist doch die Natur in Gefahr (Blüten). Vielleicht kann hier jemand fachliche
Auskunft geben. Wir möchten doch auf guten Bio-Honig nicht verzichten!
Bienen sollen überhaupt sehr wichtig sein. - Viele Grüße von Ulrike
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  #2  
Alt 13.08.2010, 20:29
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cerambyx cerambyx ist offline
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Daumen hoch AW: Bienen

Es handelt sich dabei um seuchenartig auftretende Krankheit der LARVEN (auch als Maden bezeichneten) der Bienen, die sich dabei in der Brutzelle quasi verflüssigen. Sperrgebiete benötigt man nur bei der amerikanischen Form, die "ansteckend" ist weil die Bienen der befallenen Bienenstöcke diese rasch verbreiten können ... die Bienen selbst (oder andere Tiere und Menschen) sind dabei nie gefährdet.
Bekämpfungsrichtlinien Österreich
Wegen der Bestäubungsproblematik:
Problematischer scheint die Beize (Schutz gegen Maiswurzelbohrer) von Maissaat zu sein, da Deutschland, Italien und Slowenien diese Beizmittel bereits verboten haben, die ganze Bienenvölker zum Absterben bringt - Österreich "wartet noch Untersuchungsergebnisse ab" Quelle: Greenpeace)

... und dann ist noch ein globales Phänomen akut: Massenhaftes Verschwinden von Bienenvölkern als ob sie sich in Luft auflösen würden ...
wikipedia Völkerkollaps

Dies ist auch in Verbindung der für uns fast unvorstellbaren Tatsache zu sehen, dass am amerikanischen Kontinent einen "Bienenindustrie" besteht, die LKW-weise die Völker zu riesigen Plantagen bringt und dort strategisch verteilt, um eine Bestäubugn überhaupt noch möglich zu machen! nach getaner Arbeit werden die Tierchen eingesammelt, wieder verfrachtet an die nächste Plantage ... wieviel Stresshormone bei den Tierchen freiwerden, ist nicht vorstellbar! (Anmerkung: über 125 Dollar pro Volk für einmalige Bestäubungstätigkeit! Wegen anhaltendem Massensterben werden bereits Australische Völker (!) importiert ... )

Für uns einheimischen: Auch Wildbienen (Solitärbienen - nicht Staatenbildende), Fliegen, Schmetterlinge, Käfer und Ameisen haben einen nicht zu unterschätzenden Anteil an der Bestäubung unserer Pflanzen. Ich selber statte unseren Garten gerade mit Steinmauer, Trocken-/Sandbiotop (für Sandbienen) und "Insektenhotel" für holzbewohnende Bienen aus, um die Bestäubung der wenigen Obstbäume zu sichern - ich habe heuer geschlagene 9 Honigbienen gezählt! Ursache: Lage im Stadtzentrum (allerdings landwirschaftlich geprägt!), wenige, alte Imker, Monokulturen, kaum Bienenweiden auch in der städtischen Bepflanzung (da setzt man - o Schreck - auf den Japanischen Knöterich!)

Nun, es ist noch viel zu tun ....... Reden, Überzeugen, Vormachen, Reden, Überzeugen .....

Hoffentlich hab ich Euch nicht vollgequasselt, aber bei diesem Thema geh ich los wie eine Pistole :-) und hoffentlich konnt' ich Ulrike weiterhelfen ...

Natürliche Grüße
Norbert

P.S: Ach Leute, es ist manchmal echt schwer, so viel über (un)Natur zu wissen ...
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  #3  
Alt 13.08.2010, 21:20
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
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Standard AW: Bienen

Vielen Dank an Norbert! Deine Ausführungen waren sehr interessant.
Man nimmt ja vieles für selbstverständlich , z.B. leckeren Imkerhonig.
Viele Grüße von Ulrike
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  #4  
Alt 14.08.2010, 08:28
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Standard AW: Bienen

Für mich ist Imkerhonig auch selbstverständlich, weil mein Opa Imker war und mein erster Kaugummi Waben mit Honig die ich gekaut habe bis nur noch Wachs im Mund übrig blieb, das ich dann ausspuckte.
Aber ich habe die Entstehung des Honigs nie als selbstverständlich betrachtet, da ich miterlebt habe, was für eine Arbeit das ist mit dem Honig.
Wie die Mama geschimpft hat weil im ganzen Haus Bienen herumgeflogen sind, wenn Opa das Zuckerwasser kochte für den Bienenwinter. Oder wie weit der Weg steil bergauf durch den Wald zur Bienenhütte war, wenn man die Kanister mit dem Zuckerwasser dort rauf schleppen musste.
Honig, das ist wie Gold, das aus der Natur gekeltert wird.
Bienen sind Freunde, die uns helfen, dieses Gold zu gewinnen.
Und meine Oma war sogar überzeugt davon, daß Honig Krebs heilen könnte.
Daß er gesund ist, und gut tut und hilft- wofür oder wogegen auch immer. Ein AllHeil sozusagen.
Wir haben ihn in die Milch gekriegt, auf den Schafskäse oder auf`s Honigbrot.
Wir haben ihn heimlich mit dem Finger direkt aus dem Glas geschleckt und in den Tee getan.
Bis er uns zu den Ohren raus hing!
Dann machte ich eine laaange Honigpause und heute schmeckt er mir wieder.

Wenn ich tote Bienen sehe, dann ist das für mich ein Zeichen, daß die Ordnung nicht stimmt.
Jedes Ding in der Natur hat seine Aufgabe und seine Ordnung.
Bienen stehen symbolisch für diese Ordnung, meine ich.
Sie tragen dazu bei, das Gleichgewicht der Natur zu halten.
Wenn sie sterben, ist das Gleichgewicht der Natur gestört.

Liebe Grüße, Sonja
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  #5  
Alt 14.08.2010, 11:52
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Elfie Elfie ist offline
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Standard AW: Bienen

Honig auf Schafkäse - hört sich herrlich an, hab grad beides zu Hause - hhmmm!
Norberts Ausführungen sind immer interessant, aber diesmal hab ich wieder festgestellt: soo genau alles zu wissen ist wirklich nicht gesund. Zum Glück liefert Sonja die Medizin - Danke!
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  #6  
Alt 14.08.2010, 12:04
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cerambyx cerambyx ist offline
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Standard AW: Bienen

@Elfie: tja, da sixt wieder WIE ausgewogen sagen.at ist: für alles ist auch gleich das Gegenmittel da!

Mit Marmelade kenn' ichs - mit Honig hab ichs noch nicht probiert ... werd' ich aber bald nachholen.

Norbert
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  #7  
Alt 14.08.2010, 12:10
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Elfie Elfie ist offline
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Standard AW: Bienen

Recht hast, Norbert! Deshalb liebe ich es auch!
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  #8  
Alt 14.08.2010, 13:19
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
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Standard AW: Bienen

Danke auch an Sonja und Elfie! - Mir fiel noch ein: Von Grimm gibt es doch das
schöne Märchen : Die Bienenkönigin! Werde es nochmal lesen (nach längerer
Zeit). Manchmal kommt thematisch so" eins zum anderen". Einen Ziegenbauern
haben wir übrigens auch, so können wir auch mal den Käse mit Honig kosten.
Liebe Grüße aus Westfalen von Ulrike
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  #9  
Alt 14.08.2010, 18:47
stanze stanze ist offline
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Standard AW: Bienen

Die Inkas haben schon die Heilkraft der Bienenprodukte erkannt und züchteten Bienen.
Aus ihren Produkt machten sie unteranderen auch das Allheilmittel Propolis.
Dieses Mittel in Form von Tropfen kann man als Vorbeugung und auch als Heilung so ziehmlich für alle Krankheiten einnehmen.
Ich nehme sie als Vorbeugung gegen Grippe und Verkühlung reglmässig ein und habe Erfolg. Durch meine Nierengeschichte bin ich sehr anfällig.Durch die Tropfen ist es besser geworden.
Für mich sind die Bienen so eine Art Naturdoktor.
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  #10  
Alt 18.10.2010, 15:54
steffa steffa ist offline
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Standard AW: Bienen

Hab diese Geschichten über das Aussterben von Bienen auch schon oft gehört.. jetzt weiß ich endlich Bescheid.. Obwohl der Thread schon etwas älter ist, möcht ich mich auch bei Norbert für die ausführliche Erklärung bedanken..

PS: Propolis hab ich als Kind auch immer auf einem Zuckerwürfel bekommen.. ist anscheinend so eine Propolis-Kur, wie ich hier erfahren habe..
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Stichworte
bienen, bienenindustrie, bienenstock, bienenvölker, faulbrut, imker, insektenhotel, solitärbienen, völker, wildbienen

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