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  #41  
Alt 15.03.2011, 23:07
far.a far.a ist offline
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Standard AW: reime und sprüche

Noch a Nonsens:
Geht eine Hand auf der Landstraße, liegt im Straßengraben ein Auge. Hand zu Auge: Gell, da schaust!
far.a
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  #42  
Alt 16.03.2011, 11:49
Benutzerbild von pohlrobert1968
pohlrobert1968 pohlrobert1968 ist offline
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Standard AW: reime und sprüche

Zitat:
Zitat von Elfie Beitrag anzeigen
Es hing ein Jogger an der Wand
weil auf dem T-Shirt Reebok stand.
Hahaha, der isch guat

lg Robert
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  #43  
Alt 16.03.2011, 17:18
Julz1976 Julz1976 ist offline
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Standard AW: reime und sprüche

Haha...gut zu wissen was ich das nächste Mal beim Sporteln lieber nicht anzieh'
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  #44  
Alt 16.03.2011, 19:50
stanze stanze ist offline
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Standard AW: reime und sprüche

Weil wir gerade bei den lustigen Sprüchen sind.
Eigene Verfassung in unserer Jugend.

Auf der Strasse nach Kawasser
liegt ein Negerarsch im Wasser
und der Neger den er g`kert ( gehört, auf Kärntnerisch)
liegt im Trassengrab`n und blärt. (weint, auch kärntnerisch)

Bitte keine Proteste wegen dem Wort Neger, für mich ist das KEIN Schimpfwort.
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  #45  
Alt 17.01.2013, 00:40
Babel Babel ist offline
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Beiträge: 7.974
Standard AW: reime und sprüche

Dieses Forum ist schon vor längerer Zeit eingeschlafen, aber vielleicht kann man es wiedererwecken.
Meine Tochter ist in Aachen aufgewachsen. Dort lernte ich von ihr einen Abzählreim, den ich zuerst höchst absonderlich fand:

"Kaiser von Rom,
Napoleon sein Sohn,
er war noch zu klein,
um Kaiser zu sein.
Er stieg auf die Leiter,
immer immer weiter,
eins, zwei, drei ... zehn."

Nun muß man wissen, daß Aachen zwanzig Jahre zu Frankreich gehörte, von 1794 bis 1814. Es tat der Stadt nur gut (Napoleon hat Aachen sehr geschätzt und gefördert), aber beliebt ist eine Besatzungsmacht nie. Auf diese Zeit wird der Vers zurückgehen. Mit "Kaiser von Rom" kann Napoleons 1811 geborenes Söhnchen gemeint sein, das ja sofort zum "König von Rom" ernannt wurde.

In meiner Kinderzeit kannte man ein Liedchen, das mit Sicherheit weit verbreitet war - auch in Österreich?

Zwei Chinesen mit dem Kontrabaß
saßen auf der Straße und erzählten sich was.
Kam die Polizei: Ja, was ist denn das?
Drei Chinesen mit dem Kontrabaß.

Die zweite Strophe hieß:
Dra Chanasan mat dam Kantrabaß ...
Die dritte:
Dre Chenesen met dem Kentrebeß ...
Sehr schwierig!

Wir wußten allerdings nicht, was ein Kontrabaß ist. Deshalb hieß das in meiner Kindheit gleich nach dem Krieg im geteilten Deutschland:
Drei Chinesen mit dem Interzonenpaß
saßen auf der Straße ...

Was ein Interzonenpaß war - ein schwer zu erlangendes Erlaubnispapier, daß zur Einreise in eine andere Besatzungszone berechtigte -, wußte jedes Kind.
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  #46  
Alt 17.01.2013, 09:26
klarad klarad ist offline
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Standard AW: reime und sprüche

Ja, die Kontrabaß-Geschichte ist auch in Österreich bekannt !

Es passt vielleicht nicht recht da her, aber ich bin gestern auf ein wunderbares Gedicht von Joachim Ringelnatz gestoßen:

In Hamburg lebten zwei Ameisen,
Die wollten nach Australien reisen.
Bei Altona auf der Chaussee
Da taten ihnen die Beine weh,
Und so verzichteten sie weise
Dann auf den letzten Teil der Reise.
__________________
K.D.
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  #47  
Alt 22.01.2013, 23:53
Babel Babel ist offline
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Beiträge: 7.974
Standard AW: reime und sprüche

Ich mach mal weiter mit den Versen aus Kindertagen.
Tagelang hab ich mir vergeblich den Kopf zerbrochen. Als mir dann so eine Berliner Redewendung einfiel (die hier gar nicht hinpaßt, weil sie nichts mit Kindheit zu tun hat), war plötzlich eine ganze Menge wieder da: Ich hatte das halt alles im Berliner Dialekt gelernt. (Meine ersten zwölf Jahre hab ich da verlebt.)

Also:
1. Wenn jemand was ziemlich Bescheuertes gesagt oder getan hatte, kommentierte man das:
Doof bleibt doof, da helfen keene Pillen, da hilft die janze Apotheke nischt.

2. Eine Variante des bekannten Schlafliedes:
Schlaf, Kindchen, schlaf,
deine Mutter ist ein Schaf,
dein Vater ist ein Trampeltier,
was kann das arme Kind dafür?
Schlaf, Kindchen, schlaf.


3. Erstaunlich (?) viele Verse und Liedchen waren Parodien. So auch dieses:
O Tannenbaum, o Tannenbaum,“
der Lehrer hat mir blau jehaun.
Nu muss er in der Ecke stehn,
wir wischen Tafel janz alleen.

Der Originaltext ist wohl bekannt. Und die Parodie muß schon zu meiner Zeit ein gewisses Alter gehabt haben, denn "blau gehauen" wurde man schon längst nicht mehr. Damals herrschte noch so gründlicher Frontalunterricht in der Schule, daß ein Schüler höchstens mal an die Tafel beordert wurde, um etwas anzuschreiben - das Abwischen war Sache des Lehrers. Daher war das von den Schülern "ganz allein" besorgte Tafelwischen eine Art "Verkehrte Welt".

4. Diese Verse sind, denke ich, sehr weit verbreitet gewesen:
Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad, Motorrad, Motorrad,
meine Oma fährt im Hühnerstell Motorrad, meine Oma is ne janz patente Frau, wau, wau.
Meine Oma hat‘n Backenzahn mit Radio ...
Meine Oma hat‘n Nachttopp mit Beleuchtung ...
Meine Oma hat Klosettpapier mit Blümchen ...

Ja, heute ist es schwer, noch Klosettpapier ohne Blümchen zu finden. Und das Klosett hat inzwischen ja auch einen eleganteren Namen.

5. Dieser Vers hätte unseren Eltern gewiß nicht zugesagt, wenn sie ihn gehört hätten:
Da oben uff‘m Berge, da steht een Jerüst,
da werden die Weiber elektrisch jeküßt.


6. Mit Sicherheit weit verbreitet war dieses Lied - ich habe es auch ab 1951 noch in Süddeutschland gehört:
Ein Hund lief in die Küche und stahl dem Koch ein Ei,
da nahm der Koch den Löffel und schlug den Hund zu Brei.
Die Hunde kamen alle, es kamen groß und klein,
sie schrieben diesen Denkspruch auf seinem Grabstein ein:
Ein Hund lief in die Küche ...
ad infinitum

7. Ein Lied, von dem es gewissermaßen eine weltliche und eine geistliche Version gab:
Meene Mutter
schmiert die Butter
immer an de Wand lang,
immer an de Wand lang ...

Da wir evangelisch waren, kannten wir auch eine Variante über unseren einzigen Heiligen:
Martin Luther
schmiert die Butter
immer an de Wand lang ...

"Immer an der Wand lang ..." (die Erwachsenenversion) war ein typischer Gassenhauer, sowas zum Rumbrüllen, im Suff oder auch nüchtern; ursprünglich ein Schlager von Walter Kollo. Der Satz "Immer an der Wand lang" ist heute in Berlin noch populär genug, um als Zitat, als Zeitungsschlagzeile etc. zu dienen. Nach dem Bau der Mauer zitierte man ihn mit dem gleichen ironischem Grinsen, mit dem auch die unzähligen regimekritischen Witze erzählt wurden.

So, jetzt geh ich erstmal schlafen. Fortsetzung morgen.

Geändert von Babel (23.01.2013 um 12:50 Uhr)
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  #48  
Alt 23.01.2013, 09:06
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Standard AW: reime und sprüche

Haha super da ist einiges dabei das ich auch kenne. Und eingefallen ist mir dabei auch was aus der Hauptschulzeit, aber das ist nicht jugendfrei. *rotwerd*
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  #49  
Alt 23.01.2013, 09:18
Benutzerbild von Joa
Joa Joa ist offline
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Standard AW: reime und sprüche

Zitat:
Zitat von Rabenweib Beitrag anzeigen
Haha super da ist einiges dabei das ich auch kenne. Und eingefallen ist mir dabei auch was aus der Hauptschulzeit, aber das ist nicht jugendfrei. *rotwerd*
Könnte es das gewesen sein?

Sie zogen aus mit bunten Wimpeln
und kehrten heim mit wunden Pimpeln
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  #50  
Alt 23.01.2013, 09:28
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Beiträge: 5.274
Standard AW: reime und sprüche

nein, viel schlimmer....

von den blauen bergen kommen wir (kommen wir )
und des.... hängt uns owe bis zum knia, (bis zum knia)
und wir ......
in den..... der damen....
von den blauen beeeergen kommen wir...
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