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  #11  
Alt 10.06.2009, 13:18
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Standard AW: Krankheiten besprechen

Zitat:
Wie ist hier die Meinung?
meine meinung brauch ich glaub ich eh nicht mehr kund zu tun.
ich bin immer für den natürlichen, sanften weg.
oder für den lebensrettenden, wenn es notwendig ist.

vereinsamung passiert nicht nur bei kindern sondern auch bei erwachsenen heutzutage viel öfter.
früher lebte man in riesigen familienverbänden zusammen. meine oma hatte 13 geschwister und lebte mit allen gemeinsam und den eltern im selben haus- unvorstellbar für heuteige verhältnisse, oder?
jeder will ein eigenes haus, teilweise wird selber gebaut, die eltern sind nicht mehr daheim, auch die mütter gehen arbeiten, manchen ist karriere wichtiger.
bevor man auf luxus verzichtet lässt man liber die kinder alleine daheim oder lässt sie von anderen großziehen (hort, kindergrippe, usw...)

bei mir persönlich ist es so, ich verzichte auf einiges, dafür bleibe ich zu hause und brauche nicht arbeiten gehen. wir kommen mit dem aus, was mein mann verdient. knapp, aber es geht.
lieber zu wenig geld und dafür zeit für die kinder, als umgekehrt.

ich sehe auch eine überforderung der lehrer, weil sie die kindererziehung übernehmen sollen, weil die eltern oft keine zeit haben.

würde ICH arbeiten gehen, bräuchten wir ein zweites auto. das geld, das ich für vormittags-arebiten verdienen würde, ginge gänzlich für das auto drauf. darum ist es sinnlos.
aber ich bin froh drum, ich koche jeden tag und bring was warmes auf den tisch, mache hausaufgaben mit den kindern, bin jederzeit da als ansprechpartner und achte darauf, wann sie fernsehen oder sonstwas machen.

mir täten die kinder leid, wenn sie von der schule kämen und sie müssten sich alleine was warm machen, oder wenn sie bis abends in einem hort wären. das tut mir im herzen weh wenn ich sowas höre.

alles liebe, sonja
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  #12  
Alt 10.06.2009, 15:03
far.a far.a ist offline
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Beiträge: 3.137
Standard AW: Krankheiten besprechen

Meine Meinung dazu:
Die Kinder sind nicht für ihre Erziehung verantwortlich!

Wo sollte die hauptsächliche Erziehung geschehen?
In der Politik haben wir ja genug Experten?!?!?!
far.a
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  #13  
Alt 10.06.2009, 17:28
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Dresdner Dresdner ist offline
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Standard AW: Krankheiten besprechen

Sonja,
ich gebe dir in vielen Dingen recht. Nur deinen Satz:
Zitat:
mir täten die kinder leid, wenn sie von der schule kämen und sie müssten sich alleine was warm machen, oder wenn sie bis abends in einem hort wären. das tut mir im herzen weh wenn ich sowas höre.
kann ich so nicht stehen lassen.

Ich selbst habe zwei Söhne, im Spannungsfeld der politischen Umbrüche in Ostdeutschland groß geworden. Beide waren in Kinderkrippe, Kindergarten und Hort und aus beiden ist etwas sehr Positives geworden.

Für uns als ehemalige DDR-Bürger war die Vereinbarkeit von Beruf und Kindererziehung bei der Mutter eine Selbstverständlichkeit. Die Kinder haben das Leben in der Gruppe als Bereicherung empfunden und fragt man sie jetzt, möchten sie diese Zeit nicht missen. Nicht ohne Grund gibt es derzeit in Deutschland wieder große Bemühungen um die Schaffung von Kindergartenplätzen und um die Ganztagsbetreuung in Schulen. Viele Dinge die schon da waren, kommen unter neuen Namen wieder; selbstverständlich sind die Inhalte der neuen Zeit angepasst.

Dresdner
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www.bergbahngeschichte.de

Geändert von Dresdner (10.06.2009 um 20:11 Uhr)
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  #14  
Alt 10.06.2009, 18:30
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Standard AW: Krankheiten besprechen

ich kann deine meinung auch gut stehen lassen und glaube dir aufs wort, daß den kindern nix gefehlt hat und sie es als gut empfunden haben.
für mich, wenn ich die wahl hätte, fände ich es richtiger, den müttern zu helfen, daß sie zu hause bleiben können, wenn sie es wollen und ihre kinder selbst zu betreuen.
alles libe, sonja
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  #15  
Alt 05.07.2009, 08:24
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Oldtimer Oldtimer ist offline
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Standard AW: Krankheiten besprechen

Dazu und weil ich Kinder auch sehr mag möchte ich sagen, dass
ich die rein elterliche Erziehung für besser halte als den Hort.
Ich möchte jedenfalls nicht, dass trotz der oft sehr schön anzusehenden
und neu mit allen Schikanen und Erfreulichkeiten für das Kinderherz ausgestatteten Kindergärten mein Kind so "erzogen" wird, dass es mir nahezu
entfremdet wird, wenn ich mich nur am besten ganztags nicht mehr kümmern muss. - Ich mich also ausschliesslich dem Geldverdienen widmen kann.
Kindererziehung ist oft eine sehr schwere Aufgabe, welche viel Kraft der Eltern
erfordert. Klar viele Eltern müssen irgendwie so handeln und ihr Kind - oft haben sie ja nur noch eines und das ist ihnen schon zuviel -
weil sich eben zu weit das Häuschen das sie gebaut haben doch etwas schneller abbezahlen lässt.
Es ist wohl auch ein moderner Auswuchs des kapitalistischen eventuell sogar neokapitalistischen Systems, dass dafür plädiert wird, Arbeitsplätze in Horten zu schaffen, um beide Elternteile in Lohn und Brot zu bringen.
Fragt sich nur wozu, wenn doch das Arbeitsplatzangebot immer geringer wird
und wir uns angesichts derzeitiger Situation auf dem Arbeitsplatz eigentlich schon Gedanken um eine gerechtere Aufteilung der noch vorhandenen Arbeitsplätze machen sollten. Ist es nicht so, dass der arbeitende Mensch nicht genug Überstunden machen kann, während der oft nach Arbeit suchende partout keinen erhält und zum Opfer der sog. Arbeitsvermittler und ARGEN wird ? Gewisse Politiker haben es sehr gut verstanden, das Volk in Arbeit Habende und keine Arbeit Habende zu spalten .
In diesem Umfeld lässt sich eben genau für diese Spezies besser agieren,regieren und ...
vor allem Geld "machen".
Die Arbeit an sich als Heilige Kuh zu beschwören ist das geeignete Mittel dazu.
Wurde ja schon mal so gemacht.

Gruss

Oldtimer
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  #16  
Alt 05.07.2009, 08:42
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Beiträge: 5.274
Standard AW: Krankheiten besprechen

*zustimm*

ich habe zu dem thema mal einen leserbrief an eine regionale zeitschrift geschickt.
ich war sehr verwundert, daß er nicht nur abgedruckt wurde, sondern sogar eine GANZE seite dafür in anspruch genommen wurde und ein bild dazu reingetan wurde... ein mutiges blatt. *hihi*
damals schrieb ich über die firmen, die in die tschechei verlegt wurden, und über die familien, die dadurch kaputt gemacht werden, daß die männer entweder in die tschechei fahren müssen zum arbeiten, oder in der dreier-schicht körperlich ruiniert werden. das ist extrem belastend für die familien.
tagsüber müssen die kinder still sein damit papa schlafen kann, nachts ist er weg. manche ganze wochen und nur noch am wochenende da... viele männer waren nur noch betrunken nach der arbeit, oder haben sich in der tschechei vergnügt, während die frauen die kinder hatten... eine furchtbare situation für die familien...

alles liebe, sonja
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  #17  
Alt 05.07.2009, 09:36
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Oldtimer Oldtimer ist offline
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Standard AW: Krankheiten besprechen

Das Thema ist nach wie vor und seit Jahren aktuell in den Medien.
Hierzu erhielt ich letzte Woche einen Anruf einer Plus Minus Redakteurin die
auf einen Artikel von mir stiess, den ich vor zwei Jahren in einem Forum einer kommunalen Tageszeitung veröffentlichte.
Sie meinte ich hätte den Nagel auf den Kopf getroffen und wollte meine Erfahrungen zu Firmenschliessungen und den Abrutsch Betroffener ins soziale Aus wissen. Auch der Zwang Lebensversicherungen zu kündigen und angespartes Geld fürs Alter zu verbrauchen, bevor man Sozialleistungen erhält war ihr Thema.
Dazu weiss ich zufälligerweise sehr viel - auch über regelrechten Arbeitssklavenhandel von Portugiesen die hier in D oft körperlich krank ( sie sind auf diversen Baustellen von Grosskapitalisten eingesetz worden und förmlich vor meinen Augen umgekippt, sodass ich den Notarzt verständigen musste). Immer steckten Grosskapitalistiche Interessen hinter allem.
Auch z.B. die Deutsche Bank.
Ach - wenn die Leute oft wüssten was hier wirklich vor sich geht.
Geschmierte Betriebsräte die nach dem Zusammenbruch noch schnell einen Posten im Aufsichtsrat der betriebseigenen Krankenkasse erhalten usw. usw.

Gruss

Oldtimer

PS: Vom eigentlichen Thema - Kranheiten besprechen - weichen wir gar nicht so ab - da nun ja die " Kranke Gesellschaft " an und für sich mal besprochen wird.
Ich war immer einer - der über die Zeilen hinausschreibt und sich an keine behindernden Regeln hält !!
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  #18  
Alt 05.07.2009, 09:53
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Standard AW: Krankheiten besprechen

Vor langer Zeit gab es den Ausspruch eines legendären Königs, der ganz klar erkannte: "Der König und sein Königsreich sind EINS!"
Erkrankt das Land, erkrankt der Staat.
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  #19  
Alt 15.09.2009, 13:16
zeltwegerin34 zeltwegerin34 ist offline
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Standard AW: Krankheiten besprechen

bin der selben meinung wie du

kinder gehören einfach raus in die frische luft

dann gibt es keine ads und keine pillen

aber das ist halt auch eine von den sogenannnten zivilisationskrankheiten

lg li
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