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  #1  
Alt 11.04.2009, 10:07
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Registriert seit: 16.03.2009
Beiträge: 5.274
Standard Krankheiten besprechen

Das Besprechen von Krankheiten (auch Beschreien, Böten oder Raten genannt) ist eine uralte Form der Heilkunst und wird üblicherweise von Mutter zu Tochter weitergegeben.
Es gibt zwar mittlerweile Unterlagen dazu, die weiter gegeben werden auch ausserhalb der Familie, diese sind allerdings ganz allgemein gehalten und sollten nur zum üben verwendet werden und später von eigenen Gebeten und Sprüchen ersetzt werden.
Diese Gebete und Sprüche schreibt man mehrmals handschriftlich in ein kleines Büchlein oder Heft um sie zu verinnerlichen, und wendet sie danach bei sich selbst an, so lange, bis man sie auswendig kann und sie richtig von innen her spürt.
Dazu braucht es eine Art "Einweihung."
Zusätzlich zu den Sprüchen, die an bestimmten Wochentagen und zu bestimmten Mondphasen in bestimmter Reihenfolge und Häufigkeit gesprochen werden, kann man mit Handauflegen und Reiki "mithelfen". (zur Verstärkung)

Sonja
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  #2  
Alt 14.04.2009, 15:31
levistrauss levistrauss ist offline
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Registriert seit: 16.12.2008
Beiträge: 10
Standard AW: Krankheiten besprechen

Und bei welchen Krankheiten wird diese Methode eingesetzt?
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  #3  
Alt 19.05.2009, 23:40
Athunis Athunis ist offline
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Registriert seit: 27.12.2006
Beiträge: 101
Standard AW: Krankheiten besprechen

hm ganz kurz gesagt von a bis z.
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  #4  
Alt 09.06.2009, 18:30
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Dresdner Dresdner ist offline
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Beiträge: 2.287
Standard AW: Krankheiten besprechen

Sicher ist die innere Einstellung zur Heilung eine sehr wichtige Sache. Vergleichende Versuche mit verschiedenen Probantengruppen (Medikament und wirkungslose Ersatzpräparate) haben ergeben, dass bei bestimmten Erkrankungen allein schon der Glaube an die Wirkung des vermeintlichen Heilmittels einen Genesungseffekt brachte.
Generell ist jedoch davor zu warnen, derartigen Methoden bei schwerwiegenden Erkrankungen allein zu trauen. Es gibt leider genug Beispiele, bei denen z.B. Eltern die schulmedizinische Behandlung von Tumoren bei ihren Kindern strikt ablehnten - mit schlimmen Folgen für die Kinder.
Hände weg also bei wirklich ernsten Erkrankungen von derartigen Methoden!
Dresdner
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  #5  
Alt 09.06.2009, 19:40
Athunis Athunis ist offline
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Beiträge: 101
Standard AW: Krankheiten besprechen

hm ganz kann ich dem nicht zustimmten. sicher ist eine "alleinige" anwendung solcher methoden nicht sinnvoll, doch generell davon abzuraten auch nur eine eingeschränkte ansicht. wenn man schon davon ausgeht, vom glauben an die heilung zu sprechen, dann alleine schon sind diese alternativen methoden zur unterstützung sicher interessant.

was ich mittlerweile nicht mehr mag, ist die gleichsetzung der alternativen methoden mit schulmedizinischen methoden. warum werden sie mit "plazebos" und "wirkungslosen ersatzpräparat" verglichen? diese medikamente und deren ansichten darüber stammen aus dem rahmen der schulmedizin! wir sprechen hier aber von einer methode aus der alternativmedizin, mit ihren eigenen regeln und rahmenbedingungen.

gerade wir als volkskundler und kulturanthropologen sollen uns die wirkungsmechanismen aus dem innen her betrachtend ansehen. die methode krankheiten zu besprechen hat seine eigenen regeln, seine eigene welt, seinen eigenen wirkmechanismus.

damit will ich jetzt das besprechen nicht hochheben über die heilige schulmedizin, dennoch finde ich das nur ein kritisieren mit beispielen von zur zeit kulturellen schweren krankheiten auch nicht fair.
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  #6  
Alt 09.06.2009, 20:27
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Dresdner Dresdner ist offline
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Standard AW: Krankheiten besprechen

@ athunis:

Ich gehe davon aus, dass ich mich in meinem Beitrag eindeutig geäußert habe.
Ich erkläre die Schulmedizin nicht als die allein seeligmachende Form der Heilung und ich verteufele auf keinen Fall alternative Berhandlungsmetoden.
Fakt ist jedoch, dass bei bestimmten schwerwiegenden Erkrankungen in diesem Topic dargestellte Vorgehensweisen keinesfalls allein und primär helfen. Alles andere ist Anstiftung zur fahrlässigen Körperverletzung und zur unterlassenen Hilfeleistung!

Egal ob Volkskundeforum oder nicht: auf diese Gefahr muss schon deshalb hingewiesen werden, weil hier nicht nur
Zitat:
volkskundler und kulturanthropologen
mitlesen, sondern auch Leute, die durch die reine Stichwortsuche zu den Themen kommen. Das Ganze vielleicht noch in einer durch schwere Krankheit verursachten Ausnahmesituation.
In dieser Hinsicht hat auch ein solches Forum eine Verantwortung gegenüber allen Lesern.

Dresdner
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  #7  
Alt 09.06.2009, 20:44
Athunis Athunis ist offline
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Standard AW: Krankheiten besprechen

dann sind wir ja grundsätzlich derselben meinung
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  #8  
Alt 09.06.2009, 20:49
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Dresdner Dresdner ist offline
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Beiträge: 2.287
Standard AW: Krankheiten besprechen

Zitat:
dann sind wir ja grundsätzlich derselben meinung
Genau

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  #9  
Alt 10.06.2009, 00:18
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Beiträge: 5.274
Standard AW: Krankheiten besprechen

ich wäre vor zwei jahren beinahe am kindbettfieber nach der geburt meines dritten kindes gestorben, hätte es nicht notarzt, antibiotikumtherapie und intensivstation gegeben.

genauso überzeugt bin ich davon, daß krankheiten, die die schulmedizin als "unheilbar" bezeichnet mit alternativmedizinischen methoden durchaus geheilt werden können.

nur weil man die sonne gern mag braucht man nicht auf den mond zu verzichten.
beides hat seinen sinn und seine berechtigung.
eines ergänzt das andere.

und es wäre wirklich toll, wenn sich alternative und schulmediziner zusammentun würden, anstatt gegeneinander zu hetzen.

ich nenne das dann "ganzheitliche" medizin.
heilung, die nicht nur körper, sondern auch geist und seele heilt, die nach ursachen forscht und nicht nur an der oberfläche kratzt, die medikamente dann einsetzt, wenn es notwendig ist und das wissen der mediziner mit der intuitiven arbeit der alternativen vereint.
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  #10  
Alt 10.06.2009, 11:27
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
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Beiträge: 2.559
Frage AW: Krankheiten besprechen

Ein altes Sprichwort sagt: Der Glaube versetzt Berge! Da ist etwas dran - vor
allem bei seelischen Leiden. Was mich nachdenklich macht: Viele "ADS" Kinder
bekommen schon in der Grundschule Pillen (Ruhigstellen). Ist das die Lösung?
Heuer können Kinder ihrem Bewegungsdrang selten nachkommen, zu einem
wird die Fernseh- und Computersucht angeprangert. "Vor der Glotze" ist doch
eine bequeme Ruhigstellung, sinnvoller PC-Unterricht ist wichtig, aber
stundenlang Spielchen (Gewalt)? Außerdem ist der Stromverbrauch enorm,
aber wir leben ja ziemlich sorglos. Auch die Vereinsamung wird größer!
Nichts ist schöner als Spielen in der Gemeinschaft, wenn es geht an der
frischen Luft. Die Kinder können nicht dafür, daß dies heuer immer weniger
wird (von den Gegebenheiten). Habe eine Sendung im Fernsehen gesehen, wo
die Medikamentengabe an Kinder kritisiert wurde. Die Pharma Firmen haben
da enorm Zuwachs! - Nun aber genug "gemeckert"! Wie ist hier die
Meinung?- Viele Grüße von Ulrike
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