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  #141  
Alt 27.01.2012, 15:05
Gerd Gerd ist offline
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Standard AW: Alte Worte

Eine Anmerkung zu den Sägen.
Es gibt 2 Arten von Sägen: 1) Wolfzahnsäge - hat symetrische Zähne und eignet sich zum Schneiden quer zur Faserung. Schnitt in beiden Richtungen.
2) Stoßzahnsäge - die Zähne sind in eine Richtung geneigt und eignet sich zum Schneiden längs der Faserung.
Die Sägen zum Balkenschneiden werden daher wahrscheinlich Stoßzahnsägen gewesen sein und der Schnitt beim Herunterziehen erfolgt sein.
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  #142  
Alt 17.02.2012, 21:00
Rabenweib Rabenweib ist offline
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Standard AW: Alte Worte

meine schwiegermutter hat heute zur Fahrrinne "KLOASTN" gesagt. *staun*
auch noch nie gehört.
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  #143  
Alt 17.02.2012, 22:05
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Elfie Elfie ist offline
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Standard AW: Alte Worte

mei, lang nicht mehr gehört , gibts ja heute kaum noch durch die Asphaltierungen.
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  #144  
Alt 17.02.2012, 22:11
Egon Egon ist offline
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Standard AW: Alte Worte

Zitat:
Zitat von Rabenweib Beitrag anzeigen
meine schwiegermutter hat heute zur Fahrrinne "KLOASTN" gesagt. *staun*
auch noch nie gehört.

Dürfte möglicherweise ein Höhrfehler sein - dürfte "Loasten " (Leiste )gemeint sein
d.h : auf einer Schneefahrbahn sind ( weil ein jeder in der Mitte fährt ) häufig tiefe Spurrinnen und es ist nicht einfach (vor allem bei Gegenverkehr ) diese zu verlassen um einem Entgegenkommenden auszuweichen
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  #145  
Alt 17.02.2012, 23:10
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Elfie Elfie ist offline
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kommt sicher von Leisten, aber ausgesprochen wurde es Gloasten. Kein Hörfehler, eher hat es mit der Sprache zu tun: Astl war ein kleiner Ast. Aber man sagte: des is a Nastl. A für ein. A Astl - es wurde das ja ziemlich in Einem ausgesprochen AAstl, hört und spricht sich nicht gut, aloastn: so ist vermutlich das G hineingerutscht wie das N. Möglicherweise ein Spezifikum unserer Gegend, aber es war so und es gibt einige ähnliche Beispiele. Beim Astl fiel mit dem Artikel auch das N weg, bei der Gloastn nicht. Möglicherweise war es auch eine Verbalhornung von Gleis, Schiene. Die Anwendung kenne ich hauptsächlich von Karrenwegen, wo die Spurrinnen bei Nässe entstanden und oft blieben, wenn die Erde trocken wurde. War dann mit dem Fahrad recht interessant . Kumm net in d´Gloastn, sunst fliagst.
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  #146  
Alt 17.02.2012, 23:50
Egon Egon ist offline
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Standard AW: Alte Worte

Zitat:
Zitat von Elfie Beitrag anzeigen
es auch eine Verbalhornung von Gleis, Schiene. War dann mit dem Fahrad recht interessant . Kumm net in d´Gloastn, sunst fliagst.
War sicher regional sehr unterschiedlich ausgespochen - aber es von Gleis Schienen abzuleiten :-))))))))
meines Wissens hat es die ersten Geleise erst bei der Bahn Linz Budweis gegeben
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  #147  
Alt 18.02.2012, 07:29
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Elfie Elfie ist offline
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Standard AW: Alte Worte

Zitat:
Zitat von Egon Beitrag anzeigen
meines Wissens hat es die ersten Geleise erst bei der Bahn Linz Budweis gegeben
naja, ich bin etwas später geboren , seit wann es die Gloastn gab, weiß ich nicht, jedenfalls bezog sich der Ausdruck ursprünglich auf die schmalen Eindrücke der Wagen(holz)räder, deshalb auch meine Anmerkung, es gäbe sowas heute kaum noch, da ja heutige Reifen solche Spuren selbst auf Feldwegen nicht mehr hinterlassen.
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  #148  
Alt 18.02.2012, 10:12
Egon Egon ist offline
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Reden AW: Alte Worte

Zitat:
Zitat von Elfie Beitrag anzeigen
naja, ich bin etwas später geboren , seit wann es die Gloastn gab, weiß ich nicht, jedenfalls bezog sich der Ausdruck ursprünglich auf die schmalen Eindrücke der Wagen(holz)räder, deshalb auch meine Anmerkung, es gäbe sowas heute kaum noch, da ja heutige Reifen solche Spuren selbst auf Feldwegen nicht mehr hinterlassen.


No Comment - gell Du bist Lehrer

es gibt sie im Winter noch sehr häufig wenn zb. ein Traktor zu einer Fütterung fährt
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  #149  
Alt 18.02.2012, 11:05
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Elfie Elfie ist offline
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Zitat:
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auweia -
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  #150  
Alt 18.02.2012, 19:50
Gerd Gerd ist offline
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Blinzeln AW: Alte Worte

Bei uns, im Tiroler Unterland, sagt man dazu "LOAS". Und die gibt es heuer überall wo die Fahrbahn nicht gesalzen wird.
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Stichworte
bedeutung, dialekt, region

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